Westfälische Museen zeigen das Fossil des Jahres 2026
Die Paläontologische Gesellschaft hat vor Kurzem vier Westfälische Plesiosaurier, auch Paddelechsen genannt, zum „Fossil des Jahres 2026“ gekürt. Für diese Auszeichnung hatten sich das Geomuseum der Universität Münster, das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und das Naturkunde-Museums Bielefeld gemeinsam beworben – die vier Westfälischen Plesiosaurier sind Teil von deren Sammlungen. Am kommenden Montag (2. Februar) haben alle Interessierten die Gelegenheit, mehr über die fossilen Reptilien zu erfahren: Ab 19 Uhr findet im LWL-Museum für Naturkunde die öffentliche Vorstellung des Buches „Die Welt der Plesiosaurier“ statt. Damit beginnt eine Veranstaltungsreihe rund um das Fossil des Jahres. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ein Highlight ist es, der Öffentlichkeit die Geschichten über das Auffinden, Erforschen und Ausstellen der Westfälischen Plesiosaurier der Öffentlichkeit zu erzählen. In mehreren Vorträgen an den Standorten Münster, Bielefeld, Bünde und Gronau werden Expertinnen und Experten in diesem Jahr unter anderem beleuchten, wie die Fossilien gefunden wurden oder welche Arbeiten nötig waren, um die Knochen aus den harten Gesteinen herauszuarbeiten. Vom ehrenamtlichen Finder im Steinbruch bis zur Präparatorin an der Universität Münster: Die Westfälischen Plesiosaurier haben nicht nur einen wissenschaftlichen Wert, sie sind auch eine Geschichte von Menschen für Menschen.
Aktuelle Informationen und Programmdetails finden sich auf den Webseiten der drei Museen.
Informationen zu Plesiosauriern
Vier gleich große Paddel und ein oft langer Hals mit kleinem Kopf: Aus heutiger Sicht wirken die Plesiosaurier, als wären sie ein Sondermodell in der Geschichte des Lebens. Das eigenwillige Aussehen der ausgestorbenen Meeres-Reptilien gilt jedoch als Erfolgsrezept der Evolution. Die Plesiosaurier waren perfekt an das Leben im Wasser angepasst und beherrschten über 135 Millionen Jahre lang die Meere der Erde, parallel zu den Dinosauriern an Land. Trotz zahlreicher Fossilien aus aller Welt rätselt die Wissenschaft weiterhin über diese Tiere: Warum und wann verließen sie das Land in Richtung Meer? Wie konnten einige der Plesiosaurier Hälse mit mehr als 70 Wirbeln bekommen? Wie schnell konnten sich die Schwimmer durch das Wasser bewegen? Die Westfälischen Plesiosaurier sind ein wichtiger Baustein, diesen Fragen wissenschaftlich nachzugehen.