|
Münster (upm/jh).
Das Bild zeigt Anna-Frederike Gunkler mit einem Mohnkuchen auf einem Teller in der Hand im Eingangsbereich des ZLB. Im Hintergrund an der blauen Wand ist der Schriftzug des ZLB erkennbar.<address>© Uni MS - Julia Harth</address>
Anna-Frederike Gunkler ist als Referentin der wissenschaftlichen Leitung des Zentrums für Lehrkräftebildung für viele Dinge rund um das ZLB die erste Ansprechperson.
© Uni MS - Julia Harth

Auf ein Stück Mohnkuchen

… mit Anna-Frederike Gunkler, Referentin der wissenschaftlichen Leitung des Zentrums für Lehrkräftebildung

Der Blick über Münster aus Anna-Frederike Gunklers Büro ist atemberaubend, der Weg dorthin eher atemraubend – zumindest, wenn man ihn ohne Fahrstuhl zu Fuß zurücklegt. Der Arbeitsplatz der 32-Jährigen liegt im zehnten Stock des Iduna-Hochhauses am Servatiiplatz. Hier hat das Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) mit seinem 20-köpfigen Team seit einem Jahr seinen Standort, genauso lange ist Anna-Frederike Gunkler als Referentin der wissenschaftlichen Leitung tätig. „Als die Stelle neu geschaffen und ausgeschrieben wurde, war ich gerade in den Endzügen meiner Promotion“, erzählt sie. Zeit, den Ausblick zu genießen, hat sie seither selten. „Ich habe vor allem eine koordinierende Funktion und bin für viele Dinge die erste Ansprechperson. Wenn ich gegen 8 Uhr ins Büro komme, weiß ich oft nicht, was der Tag für mich bereithält.“

Wer an der Universität Münster auf Lehramt studiert (das sind rund 10.000 junge Menschen), kommt am Zentrum für Lehrkräftebildung nicht vorbei. Vom Studienstart über die Praxisphasen bis zum Übergang ins Referendariat begleitet das ZLB die Studierenden – sei es durch Informationsveranstaltungen, persönliche Beratung oder die Anerkennung von Praktika. Auch Anna-Frederike Gunkler wollte einst diesen Weg einschlagen und Lehrerin für die Fächer Deutsch und Französisch werden. Doch das Studium und die Einblicke in die Forschung gefielen ihr so gut, dass sie die Promotion dem Referendariat vorzog. Fünf Jahre war sie bei ZLB-Leiterin Prof. Dr. Marion Bönnighausen am Germanistischen Institut wissenschaftliche Mitarbeiterin, bevor sie ans ZLB wechselte. Den vierminütigen Arbeitsweg dorthin legt sie münstertypisch mit dem Rad zurück.

Ein besonderer Moment in ihrer noch jungen Karriere sei die Neueröffnung des Zentrums im November 2024 gewesen, berichtet die gebürtige Braunschweigerin – nicht nur wegen der modernen und lichtdurchfluteten Büroräume hoch über der Stadt. Mit dem Umzug vom Schlossplatz und der Umbenennung (früher Zentrum für Lehrerbildung, ZfL) ging eine inhaltliche Umstrukturierung und Neuausrichtung einher, die sie intensiv begleitet hat. Als dritte Säule neben der Studienkoordination und den Praxisphasen wurde insbesondere die Forschungskoordination und der bildungsbezogene Transfer zwischen Forschung, Schule und anderen Bildungseinrichtungen gestärkt. „Das ZLB betreibt keine eigene Forschung, unterstützt aber die Bildungsforschung am Standort Münster“, erklärt Anna-Frederike Gunkler. Darüber hinaus verstehe sich das ZLB als zentraler Akteur bei der strategischen Ausrichtung der Lehrkräftebildung – immer in Abstimmung mit dem Prorektorat für Studium und Lehre. Entsprechend eng sei der Kontakt zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Fachbereichen, aber auch zu externen Partnern wie der Bezirksregierung, anderen Hochschulen oder den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL). In verschiedenen Gremien und Projektgruppen kommen alle an der Lehramtsausbildung Beteiligten regelmäßig an einen Tisch – mit dem Ziel, Studium und Lehre stetig zu verbessern und die Sichtbarkeit zu erhöhen.

Direkt oder indirekt ist Anna-Frederike Gunkler an vielen dieser Termine beteiligt. Sie kümmert sich um die Organisation, verschickt Einladungen, beantwortet Fragen und bringt sich inhaltlich ein. Für das kommende Jahr steht ein großes Projekt vor der Tür: Das Sommersemester 2026 soll unter dem Motto „Demokratiebildung“ stehen. Dazu wird es erstmals sogenannte Tage der Lehrkräftebildung mit Veranstaltungen und Seminaren geben. Außerdem begleitet das ZLB das Semester medial auf der Homepage. „Die fächerübergreifende Perspektive gefällt mir an meiner Arbeit besonders gut“, betont Anna-Frederike Gunkler, „auch wenn ich im Herzen immer Germanistin bleiben werde.“ In ihrem Job sei vor allem Flexibilität und Kommunikationsfreude gefragt, den Kontakt zu den Studierenden schätze sie sehr. „Alles, was wir tun, machen wir letztlich für die Studierenden, und rühren damit stetig die Werbetrommel für das Lehramtsstudium an unserer schönen Universität.“

Autorin: Julia Harth

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 8, 10. Dezember 2025.

 

Mit einem Stück Mohnkuchen im Gepäck besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für jede Ausgabe Universitätsbeschäftigte, um mit ihnen über Besonderheiten ihres Arbeitsplatzes zu sprechen.

Links zu dieser Meldung