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Projektteam &quot;Natural Woman&quot; von Enactus: Der Erlös aus dem Verkauf von Masken soll Frauen in Uganda einen bezahlbaren Zugang zu Hygieneartikeln ermöglichen und sie als Unternehmerinnen fördern.<address>© Enactus</address>
Projektteam "Natural Woman" von Enactus: Der Erlös aus dem Verkauf von Masken soll Frauen in Uganda einen bezahlbaren Zugang zu Hygieneartikeln ermöglichen und sie als Unternehmerinnen fördern.
© Enactus

Führungskompetenzen entwickeln

Teil 3 der Serie über münstersche Studierendeninitiativen – drei Hochschulgruppen im Porträt

Für sogenanntes außeruniversitäres Engagement finden sich an der WWU vielfältige Optionen. Peter Sauer stellt zum Abschluss der Serie über münstersche Studierendeninitiativen exemplarisch einige Hochschulgruppen vor.

AIESEC Münster

AIESEC-Mitgliedertreffen am Bildschirm.<address>© AIESEC Münster</address>
AIESEC-Mitgliedertreffen am Bildschirm.
© AIESEC Münster
Ein Praktikum bei einem Unternehmen in Frankreich oder ein Freiwilligendienst in Kenia oder Indien – das ist für viele junge Menschen ein Traum, bei dessen Verwirklichung die internationale Austauschorganisation AIESEC helfen möchte. Der Fokus von AIESEC liegt auf der persönlichen Weiterentwicklung der Mitglieder für zukünftige Herausforderungen. Aufgaben gibt es in den Bereichen Partnership & Sales, Customer Experience, Finance & Legal, Marketing & Sales sowie Human Resources. Ein Engagement bietet die Möglichkeit, bereits während des Studiums Führungskompetenzen zu entwickeln. Jeder Interessent im Alter von 18 bis 35 Jahren mit einer aufgeschlossenen Einstellung kann mitmachen. Gemeinsam geht es darum, anderen jungen Erwachsenen eine lehrreiche Auslandserfahrung zu ermöglichen. 2019 konnte AIESEC 150 jungen Erwachsenen aus Münster den Traum von einem Praktikum oder Freiwilligenprojekt im Ausland erfüllen.

Aufgrund der aktuellen Reise- und Kontaktbeschränkungen kann AIESEC nur bedingt arbeiten. „Die Organisation von Auslandsaufenthalten erweist sich momentan als schwierig“, sagt Gabriela Bogdanova, Local Committee President Münster, „aber wir sind zuversichtlich, dass sich im Herbst die Lage wieder normalisieren wird.“

 

Enactus Münster

Mit sozialen Projekten will Enactus Menschen nachhaltig und pragmatisch helfen. Über 72.000 Studierende weltweit machen bereits mit – an der Universität Münster engagieren sich bislang rund 80 Freiwillige. Die Projekte reichen von der Bekämpfung von Mangelernährung bis hin zum Klimaschutz. Bei Enactus Münster kann jedes Mitglied aktiv die Entwicklung der Projekte mitgestalten. Das bedeutet, dass jede gute Idee zu einem Projekt werden kann und jeder ein wichtiger Teil der Initiative ist. „Auf diese Weise besteht ein starker Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft“, sagt Vorstandsmitglied Vivien Kragers.

Studierende alle Fachrichtungen können bei Enactus mitmachen. „Wichtig sind Motivation und Ideenreichtum, da Projekte nur erfolgreich sein können, wenn jeder sein Bestes gibt“, sagt Vivien Kragers.

Positive Veränderungen vor Ort durch eigene Projekte sind für Enactus die größten Erfolge. So kann zum Beispiel die neu bestellte Trocknungsmaschine in Ghana dazu beitragen, dass mehr Moringapulver hergestellt werden kann. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Mangelernährung, denn Moringa ist ein besonders nährstoffreiches Gewächs.

Aktuell können keine Besuche der Enactus-Mitglieder in Ghana oder Uganda stattfinden. Die digitalen Treffen werden kreativ mit verschiedenen Tools und Spielen gestaltet, damit der Kontakt erhalten bleibt und der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt.

 

PWM – Psychologie in Wirtschaft und Medien e. V.

Die PWM-Vorträge und Workshops mit Referenten aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Wirtschaftspsychologie sind meist gut besucht.<address>© PWM</address>
Die PWM-Vorträge und Workshops mit Referenten aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Wirtschaftspsychologie sind meist gut besucht.
© PWM
Das Ziel der Initiative PWM – Psychologie in Wirtschaft und Medien e. V. ist es, für die Psychologie-Studierenden der Universität Münster den Bezug zur wirtschaftspsychologischen Praxis zu verbessern. Mit Vorträgen und Workshops von Referenten aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Wirtschaftspsychologie ermöglicht PWM den Studierenden noch während des Studiums „einzigartige und praktische Einblicke in ihre künftigen Tätigkeitsfelder“.

Vor allem ist PWM ein Verein von Studierenden für Studierende. Da hauptsächlich Inhalte aus dem wirtschaftspsychologischen Bereich abgedeckt werden, sind die meisten Mitglieder Psychologie-Studierende mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie. Aber auch Studierende aus anderen Fachbereichen sind jederzeit willkommen, wenn sie gerne beispielsweise Veranstaltungen auf die Beine stellen und aktiv im Verein mitwirken wollen.

Größter Erfolg des PWM waren bislang die selbst veranstalteten Praxistage, die am Psychologie-Institut mittlerweile eine feste Veranstaltung sind. Jedes Jahr kommen Studierende über mehrere Tage zusammen, um sich intensiv über aktuelle Themen der Wirtschaftspsychologie auszutauschen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten diese Veranstaltungen 2020 abgesagt werden und konnten 2021 bislang nur online stattfinden. „Dennoch sind wir froh, dass wir es geschafft haben, den Verein weiterhin am Laufen zu halten“, sagt die 1. Vorsitzende des PWM, Saskia Geppert. „Wir konzentrieren uns darauf, den Studierenden auch mit den Online-Events interessante und informative Erfahrungen zu ermöglichen.“

 

Autor: Peter Sauer

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 5, 14. Juli 2021.

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