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Münster (upm/jh)

"Botanicum": Namenswettbewerb für Haus des Studiums ist entschieden

Jury wählte zwischen 190 Vorschlägen / Preise für zwei Ideengeber
Die Gewinner Wiebke Droste (4.v.l.) und Vinzenz Peters (3.v.r.) präsentierten den neuen Namen für das Gebäude, das im Hintergrund zu sehen ist: &quot;Botanicum&quot;. Prorektorin Prof. Dr. Regina Jucks (links) gratulierte den zehn Bestplatzierten.<address>© WWU - MünsterView</address>
Die Gewinner Wiebke Droste (4.v.l.) und Vinzenz Peters (3.v.r.) präsentierten den neuen Namen für das Gebäude, das im Hintergrund zu sehen ist: "Botanicum". Prorektorin Prof. Dr. Regina Jucks (links) gratulierte den zehn Bestplatzierten.
© WWU - MünsterView

Die Beteiligung war groß. 190 Vorschläge erreichten die Jury auf ihrer Suche nach einem Namen für das Gebäude am Schlossgarten 3, in dem künftig alle zentralen Service- und Beratungseinrichtungen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) gebündelt werden. Nach intensiven Diskussionen steht jetzt die Entscheidung fest: „Botanicum – Haus des Studiums“ (engl. „Botanicum – Centre for Student Affairs“), in Anlehnung an den benachbarten Botanischen Garten sowie die großen WWU-Gebäude Juridicum und Oeconomicum. Auch der ehemalige Nutzer, das Botanische Institut, findet sich in dem Begriff wieder.

„Der Name passt perfekt zum Ort. Er ist eingängig und prägnant“, begründet Prof. Dr. Regina Jucks, Prorektorin für Studium und Lehre, die Wahl der Jury. Mit Wiebke Droste und Vinzenz Peters beglückwünschte sie gleich zwei Personen, die unabhängig voneinander die Bezeichnung „Botanicum“ vorgeschlagen hatten. Per Los wurden die Gewinne zugeteilt: eine Familienjahreskarte für den Allwetterzoo Münster sowie vier Tickets für das GOP Varieté-Theater in Münster. „Mir ist der Name beim Lernen in der Klausurphase spontan eingefallen“, berichtet VWL-Student Vinzenz Peters. WWU-Alumna Wiebke Droste verbrachte während ihres Jura-Studiums viel Zeit im Juridicum und kam so aufgrund der Lage auf den lateinischen Begriff. Durch den Zusatz „Haus des Studiums“ soll deutlich werden, was im Gebäude zu finden ist.

Blumenkasten, Gartenlaube, Carlo-Pedersoli-Haus, Grüner Wilhelm, Oase, Haus Marigold, Schlösschen oder Sesamgarten: Das sind nur einige der zahlreichen, kreativen Namensideen, die der Jury vorgeschlagen wurden. Diese setzte sich zusammen aus Vertretern der Universitätsverwaltung und des Rektorats, den AStA-Vorsitzenden, dem studentischen Baukoordinator sowie den Leiterinnen und Leitern der Einrichtungen, die künftig im Gebäudekomplex beheimatet sein werden. Auf 4.200 Quadratmetern vereint das „Botanicum“ die Zentrale Studienberatung, den Career Service, das International Office mit dem Internationalen Zentrum „Die Brücke“ sowie das Studierendensekretariat unter einem Dach. Neben den Service- und Beratungseinrichtungen sind unter anderem eine Lernlounge und Platz für studentische Initiativen vorgesehen. Die Senatsbeauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung wird ebenfalls in dem neuen Gebäude zu finden sein. Zudem soll der Hörsaal wieder in Betrieb genommen werden.

Derzeit herrscht auf der Baustelle an der Südseite des Botanischen Gartens noch reger Betrieb. Die Rohbauarbeiten am Bestandsgebäude sind weitgehend abgeschlossen – nun folgt der Innenausbau. An der Westseite entsteht ein Büroanbau, an der Südseite wird ein eingeschossiger Seminartrakt mit neuem Foyer und einem zentralen Willkommenspunkt angegliedert. „Der Baufortschritt läuft nach Plan. Die ersten Umzüge sind für April und Mai 2020 geplant“, sagt WWU-Architektin Karla Schnelle. Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung betragen rund 9,3 Millionen Euro.

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