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Münster (upm/MEET)

MEET Batterieforschungszentrum und Helmholtz-Institut Münster feiern Jubiläum

Gemeinsames Dach für Batterieforschung in Münster / 150 Gäste besuchen Geburtstagsfeier
„10plus5 Jahre“ Batterieforschung in Münster feierten v.l.n.r.: Prof. Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, Prof. Jens Tübke, Vorsitzender des MEET-Beirats, Prof. Martin Winter, wissenschaftlicher Leiter des MEET, NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär des BMBF, WWU-Rektor Prof. Johannes Wessels und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe.© WWU - MünsterView
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In diesem Jahr feiern zwei Forschungseinrichtungen einen runden Geburtstag, die Münster zu einem weltweit beachteten Standort für die Batterieforschung gemacht haben: Vor zehn Jahren entstand das MEET Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), fünf Jahre später das Helmholtz-Institut Münster des Forschungszentrums Jülich. Zur Feier des Doppeljubiläums begrüßten die Mitarbeiter beider Forschungseinrichtungen am 18. September rund 150 Gäste, darunter hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Stadt-, Landes- und Bundespolitik.

Impressionen und O-Töne zum MEET-Jubiläum sind in der Bildergalerie zu finden.

Meilensteine seit Gründung des MEET:

2009: An der Corrensstraße 46 wird der Spatenstich für das MEET gesetzt.

2010: 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beginnen damit, die Batterieforschung mit Leben zu füllen.

2011: Das MEET-Gebäude ist fertiggestellt. Ein Herzstück ist der Trockenraum, da für die Forschung an Batteriematerialien und für die Zellfertigung eine absolut trockene Umgebung erforderlich ist. Zugleich wird das Kompetenzzentrum „Batterie“ von ElektroMobilität NRW mit Sitz am MEET ins Leben gerufen.

2012: Aus einer Veranstaltung für Mittelständler entsteht die MEET Akademie, ein erfolgreiches Veranstaltungs-Format, das den Austausch zwischen Praxis und Forschung im Fokus hat.

2013: Der Aufbau eines Elektrolytlabors wird mit mehr als 16 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

2014: Gründung des Helmholtz-Instituts Münster (HI MS), einer Einrichtung des Forschungszentrums Jülich: Hier bündeln die WWU, das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen ihre Kompetenzen.

2015: Im neuen Batteriesicherheitslabor auf dem Leonardo-Campus werden Zellen auf Herz und Nieren getestet.

2018: Prof. Dr. Martin Winter, wissenschaftlicher Leiter des MEET und Gründungsdirektor des HI MS, erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

2019: Münster bekommt Zuschlag im Standort-Wettbewerb der „Forschungsfertigung Batteriezelle“. Der Antrag wurde mit Unterstützung des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und unter Federführung des MEET gemeinsam mit dem PEM-Institut und dem WZL-Institut der RWTH Aachen und dem HI MS gestellt. Zudem feiern MEET und HI MS im September ihre Geburtstage.

Das MEET – Mehr als 70 Patente und 900 Publikationen

Unter dem Dach des MEET Batterieforschungszentrums (Münster Electrochemical Energy Technology) der WWU, welches 2009 gegründet wurde, führen derzeit 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen Grundlagenforschung und industrielle Anwendung zusammen. Das Gebäude des MEET-Forschungszentrums umfasst etwa 2.500 Quadratmeter Nutzfläche. Rund 21 Millionen Euro Fördergelder flossen in den Aufbau, gegeben von der WWU und Ministerien des Bundes und des Landes. Die Forschungsprojekte werden ebenfalls von der Universität Münster, verschiedenen Bundes- und Landesministerien, der Europäischen Union und der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom MEET kooperieren eng mit dem Helmholtz-Institut Münster (HI MS). Dieses wurde 2014 gegründet und vereint heute 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den drei Standorten Aachen, Jülich und Münster unter einem Dach, die die Forschung an neuartigen Elektrolytsystemen und deren Anwendung in fortschrittlichen Batteriesystemen vorantreiben. Die Forschung wird dabei durch Mittelzuweisungen aus EU, Bundes- und Landesministerien und Industrie gefördert.
Innerhalb von zehn Jahren haben die MEET-/HI MS-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse in mehr als 900 Publikationen vorgestellt, mehr als 70 Patente und Patentanmeldungen hervorgebracht und rund 60 Auszeichnungen erhalten.

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