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Münster (upm/jas)

WWU-Politologen entwickeln Online-Wahlhilfe für die Europawahl

Informationen zu Positionen der Parteien und zur politischen Landschaft
<address>© WWU - Institut für Politikwissenschaft</address>
© WWU - Institut für Politikwissenschaft

Ende Mai wählen die Bürger der Europäischen Union ihr neues Parlament. Um Unentschlossene vorab bei ihrer Wahlentscheidung zu unterstützen, haben Wissenschaftler und Studierende des Instituts für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eine Online-Wahlhilfe für die Europawahl in Deutschland entwickelt. Der „Wahl-Kompass“ zur Europawahl ist ab sofort abrufbar unter https://europa.wahl-kompass.de/.

Im Rahmen eines Seminars von Jan Philipp Thomeczek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Norbert Kersting, recherchierten die Studierenden in den Wahlprogrammen der Parteien Aussagen zu den wichtigsten Themen der Europawahl und nahmen diese in den Wahl-Kompass auf. Dadurch ist gewährleistet, dass alle Standpunkte übersichtlich und öffentlich zugänglich sind. Interessierte haben die Möglichkeit, durch Zustimmen oder Ablehnen der Aussagen herauszufinden, welcher Partei sie am nächsten stehen. Im Gegensatz zu anderen Wahlhilfen ist das Ergebnis durch eine fünfstufige Antwortskala – von „stimme vollkommen zu“ bis „stimme überhaupt nicht zu“ – deutlich differenzierter. Das Besondere an der Webanwendung ist zudem, dass Nutzer ihr Ergebnis mit den politischen Positionen der wichtigsten Parteien vergleichen können. Die Zuordnung erfolgt auf einer wirtschaftlichen Achse mit den Polen „wirtschaftlich links“ und „wirtschaftlich rechts“ sowie einer gesellschaftlich-kulturellen Achse mit den Extremen „progressiv/pro-EU“ und „konservativ/anti-EU“.

Der Wahl-Kompass ist ein wissenschaftliches Projekt. Auf Basis der freiwillig und anonym erhobenen Daten können die Forscher beispielsweise nach der Wahl auswerten, welche der Aussagen wahlentscheidend für die jeweiligen Wählergruppen waren. Ziel des Wahl-Kompass ist es, das öffentliche Interesse am Wahlkampf sowie die Auseinandersetzung mit der Europawahl und mit der Politik im Allgemeinen zu fördern. Er gibt keine vorgeschriebene Wahlempfehlung.

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