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Münster (upm/ja)

WWU-Kultursemesterschwerpunkt startet

Erster Vortrag am 23. April / Programm der Kulturgruppen steht unter Leitmotiv "Grenzüberschreitungen"
Mauerreste von der früheren deutsch-deutschen Grenze<address>© dpa</address>
Mauerreste von der früheren deutsch-deutschen Grenze
© dpa

Unter dem Leitmotiv "Grenzüberschreitungen" startet am Dienstag, 23. April, der Kultursemesterschwerpunkt an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Mit dem Programm erinnern Kulturgruppen, Studierende und Mitarbeiter der WWU während des gesamten Sommersemesters an den langen Weg zur Öffnung der deutsch-deutschen Grenze im November 1989. Am 23. April beginnt konkret die Vortragsreihe "Grenze – zwischen Verletzungen und Überschreitungen": Zwei Wissenschaftler stellen in Vorträgen ab 18 Uhr (Hörsaal F2, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22) ihre jeweilige Sichtweise zu "Grenzüberschreitungen" dar.

Zu dem Veranstaltungsprogramm zählen zudem Lesungen, Ausstellungen und Konzerte, die das Motiv auch musikalisch aufgreifen. Weitere Informationen zu den Projekten des Kultursemesterschwerpunkts sowie das gesamte Programm findet sich unter http://go.wwu.de/v3gri. Das Programmheft kann per E-Mail an kultur@wwu.de oder telefonisch unter 0251 / 83-32862 kostenfrei bestellt werden.

Zu dem Kultursemesterschwerpunkt sagt WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels: "Es gehört zur Natur von Wissenschaft und Kunst, Horizonte zu öffnen und Grenzen zu überschreiten. Die friedliche Revolution, die für Deutschland am 9. November 1989 ihren Höhepunkt fand, kann also Inspiration sein, den Kräften, die heute wieder Grenzen für Menschen und Gedanken fordern, den kreativen Geist der Freiheit und Vielfalt entgegen zu setzen."

Die Universitätsgesellschaft Münster e.V. unterstützt das Vorhaben. "Wir freuen uns, diesen Kultursemesterschwerpunkt als Leuchtturmprojekt zu fördern und damit zahlreiche Kulturgruppen an der WWU unterstützen zu können. Die Überschreitung von Grenzen ist nicht nur anlässlich des Jubiläums des Mauerfalls ein aktuelles deutsches Thema, sondern weltweit, sei es geographisch, politisch oder gesellschaftlich", sagt Dr. Paul-Josef Patt, Vorstandsvorsitzender der Universitätsgesellschaft.

Dr. Jörn Stöppel, Vorstandsvertreter und Bereichsleiter Unternehmenssteuerung der Sparkasse Münsterland Ost, die den Kultursemesterschwerpunkt ebenfalls fördert, ergänzt: "Zum diesjährigen Jubiläum des Mauerfalls wird dieses Projekt sicherlich einen Beitrag dazu leisten, dass die Gemeinschaft enger zusammenrückt und Grenzen, auch im Kopf, überwunden werden. Mögen die zahlreichen Formen von Grenzüberschreitungen in den Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen die Zuschauer sowie Akteure zum Nachdenken anregen und neue Chancen zu einem gemeinsamen Austausch bieten."

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