Arbeitskreis Sartre: Der Existentialismus ist ein Humanismus

Im Verlauf des AKs werden wir «Der Existentialismus ist ein Humanismus » lesen, haben aber auch vor, andere Werke hinzuzuziehen, die für das Menschenbild des Existenzialismus konstitutiv sind.

Zunächst werden wir „Das Sein und das Nichts“ heranziehen, um Sartres Argumentation und sein Menschenverständnis im „Existentialismus als Humanismus“ richtig zu verstehen. Odo Marquarts „Der Einzelne" dient uns als philosophiehistorischer Leitfaden. Weitere Texte, aus denen wir ggf. Abschnitte lesen werden, sind Kants "Kritik der reinen Vernunft", Descartes "Meditationes", Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung", Heideggers „Sein und Zeit" sowie Texte von Friedrich Nietzsche und Edmund Husserl. Simone de Beauvoirs "Das andere Geschlecht" werden wir (mindestens) eine ganze Sitzung widmen, in der wir über das Gender- und Geschlechterverständnis im Existenzialismus sprechen wollen. Albert Camus' "Der Fremde" und "Der Fall" wollen wir unter dem Aspekt des Verantwortungsbegriffs beleuchten. Mit Blicken in Achille Mbembes „Kritik der Schwarzen Vernunft" und Frantz Fanons "Die Verdammten dieser Erde" (inkl. Sartres Vorwort) wollen wir das Menschenbild des Existenzialismus aus einer dekolonialen Perspektive betrachten.
Ein paar der Fragen, die sich uns im Verlauf des Arbeitskreises stellen und die wir gemeinsam angehen könnten, lauten: Was ist der Existenzialismus? An wen richtet er sich? Welche Handlungen folgen aus der Aussage „Ich bin Existenzialist*in“? Und was hat es eigentlich mit dieser Freiheit auf sich, zu der wir alle verdammt sein sollen?

Montag von 18-20, ab 19.10.2026
Raum 206
Kontakt: leslie.lisa.bartelt@uni-muenster.de

Hinweis: Aufgrund der hohen Zahl an erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Arbeitskreis nicht für den Master Philosophie im Modul "Forschung, Vermittlung, Praxis" geeignet. Masterstudierende sind natürlich trotzdem willkommen.