Herzlich willkommen beim Philosophischen Seminar der Universität Münster!

Mit neun Professuren, neun Stellen im akademischen Mittelbau sowie etlichen Projektstellen und Lehrbeauftragungen gehört das Philosophische Seminar der Universität Münster zu den großen philosophischen Instituten in Deutschland. Das Seminar ist an zahlreichen Forschungsverbünden und Forschergruppen beteiligt und kooperiert eng mit Institutionen innerhalb und außerhalb der WWU. Entsprechend breit ist auch die Lehre angelegt. Studierende wählen aus einem Veranstaltungsangebot, das von der Antike bis zur Moderne und von der formalen Logik und Argumentationstheorie bis hin zur angewandten Ethik reicht. Weitere Informationen zum Institut und den dort vertretenen Forschungsschwerpunkten sowie zu Studium und Lehre finden Sie über die obere Hauptnavigation.
Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Nachruf

Prof. Dr. Heinrich Schepers
Schepers
© R. Schmücker

Das Philosophische Seminar und die Leibniz-Forschungsstelle der WWU Münster trauern um den langjährigen Philosophie-Professor und ehemaligen Leiter der Leibniz-Forschungsstelle,

Prof. Dr. Heinrich Schepers (24.12.1925-1.1.2020)

Heinrich Schepers nahm 1946 sein Mathematik- und Philosophie-Studium in Münster auf und gehörte zum Kreis um den Philosophen Joachim Ritter; er war zudem ein Schüler von Heinrich Scholz, dem Inhaber des ersten Lehrstuhls für mathematische Logik in Deutschland. In seinem wissenschaftlichen Leben blieb Heinrich Schepers stets der Westfälischen Wilhelms-Universität treu verbunden. Durch seinen Doktorvater Erich Hochstetter wurde er 1957 über „Andreas Rüdigers Methodologie und ihre Voraussetzungen“ promoviert und kam mit der mittelalterlichen Scholastik und dem Werk von Gottfried Wilhelm Leibniz in Verbindung. Ersteres führte zu der 1971 erfolgten Habilitation über die Bakkalaureatsschriften zweier Oxforder Dominikaner des 14. Jahrhunderts mit einer Arbeit („Holkot contra dicta Crathorn“), die auch heute noch als grundlegend für die Erforschung der spätmittelalterlichen Logik gilt. Letzteres wiederum begründete seine Mitarbeit in der 1956 begründeten Leibniz-Forschungsstelle, an deren Aufbau und Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Ab 1971 war er Mitherausgeber des Historischen Wörterbuchs der Philosophie, ab 1972 Mitherausgeber der Studia Leibnitiana. 1973 wurde Heinrich Schepers außerplanmäßiger Professor, 1980 ordentlicher Universitätsprofessor. Noch in seinen letzten Lebensjahren war er philosophisch aktiv im Rahmen von Vorträgen, Seminaren und Workshops am Philosophischen Seminar und der Leibniz-Forschungsstelle der WWU Münster.

Von 1968 bis 1997 hatte Heinrich Schepers die Leitung der Leibniz-Forschungsstelle inne. Die Edition der „Philosophischen Schriften und Briefe“ von Leibniz in der kritischen Akademieausgabe wurde zu seinem Lebenswerk. Unter seiner Leitung wurden bis 1997 mehr als 6500 Seiten ediert, unter seiner bis zuletzt fortgeführten ehrenamtlichen Mitarbeit über 10000 Seiten. Wie Leibniz war er in vielen Dingen seiner Zeit voraus: Als Pionier auf dem Gebiet der „Digital Humanities“ wagte er bereits 1980 den damals revolutionären Schritt, die Manuskripte und Schriften von Leibniz mit Hilfe einer speziell entwickelten Software computergestützt zu edieren. Die Mitglieder und Angehörigen des Philosophischen Seminars und der Leibniz-Forschungsstelle der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster werden ihn als Menschen und Philosophen sehr vermissen und in dankbarer Erinnerung behalten.

Den Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl.

Der Geschäftsführende Direktor des Philosophischen Seminars
Prof. Dr. Christian Thein

Der Direktor der Leibniz-Forschungsstelle
Prof. Dr. Thomas Leinkauf

Der Leiter der Leibniz-Forschungsstelle
Prof. Dr. Stephan Meier-Oeser

08.01.2020

Institutskolloquium

Kolloquium
© Thomas Kundy

Raum 201
Tobias Martin (Münster)
Ein neuer Ansatz zur Explikation von „petitiöses Argument“

Prüfungstermine

Pruefung
© Thomas Kundy

Sie können ab sofort die Termine der mündlichen Modulabschlussprüfungen in der Prüfungswoche im WS 2019/20 im Fach Philosophie hier einsehen.

Besondere Angebote

Das Philosophische Seminar unterhält ein Service-Büro, das in- und ausländische Studierende bei allen Fragen der Studienorganisation unterstützt und für die Organisation der Modulabschlussprüfungen verantwortlich ist. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Philosophische Seminar hat eine Schreibwerkstatt eingerichtet, die Studierende und Forschende bei ihren Schreibvorhaben in der Philosophie unterstützt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Einmal monatlich bietet das Philosophische Seminar in Kooperation mit der Agentur für Arbeit eine Berufsberatungssprechstunde an. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt sich eine formlose Anmeldung per E-Mail. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Arbeitsgruppen und Lesekreise stellt das Seminar einen Gruppenarbeitsraum zur Verfügung, den Studierende der Philosophie reservieren können. Anfragen stellen Sie bitte persönlich im Raum 011 der Bibliothek oder per E-Mail an die Bibliotheksverwaltung.

Immer aktuell informiert – unsere Newsletter

Insbesondere für Studierende und Lehrende am Philosophischen Seminar haben wir zwei Newsletter eingerichtet, die Sie über Termine, Prüfungszeiträume, Anmeldefristen und neue Angebote auf dem Laufenden halten. Auch wenn sich eine Sprechstunde verschiebt oder eine Veranstaltung krankheitsbedingt ausfällt, werden Sie rasch durch die Newsletter informiert. Alle nötigen Informationen finden Sie hier. Sie können unsere aktuellen Meldungen auch als RSS-Feed abonnieren.