© PerPlacsBio
Perspektiven für biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe in Land- & Forstwirtschaft: Wissensaufbau, Analyse & Lösungen zu Anwendersicht, Produkteigenschaften und Unternehmenskompetenzen

Ziel von PerPlacsBio ist, Potenziale zur Verringerung der Kunststoffverwendung und des langfristigen Kunststoffverbleibs zu erforschen und zugleich Bewusstsein und Wissen zu einem nachhaltigen Umgang mit (Bio-)Kunststoffen zu stärken.
Das Projekt wird als Verbundvorhaben durchgeführt. Das nova-Institut erarbeitet die Wissensgrundlagen zur Entscheidungsfindung, beispielsweise zum sinnvollen Einsatz von Biokunststoffen, während die Uni Münster und die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg insbesondere die Erhebungen in der Land- und Forstwirtschaft übernehmen. Gemeinsam mit Anwender*innen, der Wirtschaft und weiteren Stakeholdern wird schließlich in partizipativen Formaten die Umsetzbarkeit vorgeschlagener Maßnahmen und Alternativen analysiert und diskutiert. Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden in einer benutzerfreundlichen, übersichtlichen Datenbank öffentlich verfügbar sein.

Projektlaufzeit: Nov 2025 - Sept 2027

Projektleitung: Dr'in Cornelia Steinhäuser und  Dr'in Friederike Gabel

Kontakt: cornelia.steinhaeuser@uni-muenster.de

  • Aktuelles

    Workshop „Perspektiven für biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe in Land- und Forstwirtschaft“

    Am 18.06.26 fand der erste Workshop im Projekt PerPlacsBio statt. Rund 40 Teilnehmende aus Land- und Forstwirtschaft kamen auf Haus Düsse in Bad Sassendorf zusammen, um mehr über biologisch abbaubare und biobasierte Kunststoffprodukte und deren sinnvolle Einsatzbereiche zu erfahren und ihre Perspektiven auf das Themenfeld im Rahmen von Diskussionsrunden zu teilen.

    Die Veranstaltung begann mit Vorträgen der Projektpartner über biologisch abbaubare und biobasierte Kunststoffprodukte und ihre Einsatzbereiche. Dr‘in Cornelia Steinhäuser stellte die Ziele und Methoden des Projektes, sowie die vorläufigen Ergebnisse der Umfrage vor, an der sich vom 1. Februar bis zum 31. April fast 250 Personen online beteiligt hatten. Es folgten zwei Vorträge des nova-Instituts: M. Sc. Pauline Ruiz führte die Teilnehmenden in die Anwendungsbereiche für biologisch abbaubare Kunststoffe in der Land- und Forstwirtschaft ein und Dr. Asta Partanen stellte das Online-Verzeichnis der biologisch abbaubaren Kunststofflösungen und Lieferanten vor, das im Projekt BioSinn entwickelt wurde und im Rahmen des Projekts PerPlacsBio erweitert werden wird.

    Anschließend stellten Vertreter der Unternehmen BASF, FKuR und Rainbow Professional ihre Sortimente im Bereich der biologisch abbaubaren und/oder biobasierten Betriebsmittel für Land- und Forstwirtschaft vor.

    Am Nachmittag fanden sich die Teilnehmenden an Thementischen der Projektpartner und Unternehmen zusammen, um über die am Vormittag gehörten Inhalte und eigene Erfahrungen mit biologisch abbaubaren und biobasierten Betriebsmitteln sowie Strategien zur Reduktion von Mikroplastik in Böden zu diskutieren. Die vielfältigen Hintergründe und Perspektiven der Teilnehmenden führten zu interessanten Ergebnissen an den verschiedenen Thementischen, die im Anschluss für alle präsentiert wurden. Die Kernaussagen waren, dass mehr Aufklärungsarbeit, politische Unterstützung, bezahlbare Preise für eine Förderung des Einsatzes biologisch abbaubarer Kunststoffe nötig seien. Darüber hinaus ist die Funktionalität der Betriebsmittel sowie deren Abbau zum gewünschten Zeitraum ein zentrales Anliegen der Anwender aus Land- und Forstwirtschaft.

    Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Prof. Sebastian Hein von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg die DIN SPEC 35808 "Unter Waldbedingungen biologisch abbaubare Wuchshüllen aus nachwachsenden Rohstoffen – Anforderungen und Prüfverfahren".

    Der Workshop „Perspektiven für biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe in Land- und Forstwirtschaft“ bot Raum für Informationsaustausch, Diskussionen und Networking zwischen Anwendern aus Land- und Forstwirtschaft, Vertretern aus der Industrie und Forschenden.


    Online-Umfrage

    Von Anfang Februar bis Ende April war eine Online-Umfrage zu Einsatz und Reduktion von (Bio-)Kunststoffen im Umlauf. Eingeladen zur Teilnahme waren Anwender*innen aus den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gemüse- und Obstanbau sowie Gärtnereien. Ziel der Befragung ist es, Erfahrungen, Einschätzungen und Praxiswissen aus Anwendersicht zu erfassen und in die weiteren Projektarbeiten einfließen zu lassen.


    Besuch der Nordic Bioplastic Conference

    © Plastindustrien

    Am 16. April 2026 stellte Pauline Ruiz das Projekt PerPlacsBio auf der Nordic Bioplastic Conference in Kopenhagen vor. Sie erklärte, für welche Produkte eine biologische Abbaubarkeit sinnvoll ist und welche Einsatzbereiche es in der Land- und Forstwirtschaft für biologisch abbaubare Produkte gibt.

     

     


    Auf der FORST live Messe

    © Luca Kiener, HFR

    Der Messeauftritt der HFR auf der FORST live in Offenburg vom 27. bis 29. März 2026 bot die Chance für zahlreiche direkte Gespräche mit Praktikern. Getreu dem Motto »Wissenschaft trifft Praxis« wurde hierbei immer wieder auch das Projekt PerPlacsBio vorgestellt. Luca Kiener nutzte diese Gelegenheit um die im Zuge des Projekts stattfindende Umfrage zu bewerben.