Promotionsprojekt
Zwischen Integration und Isolation. Freiwillig und unfreiwillig Migrierte in urbanen Räumen des Moskauer Russlands (1613-1682)
Anliegen meines Dissertationsprojektes ist es, die gesellschaftliche Stellung von Zugewanderten und Zwangsmigrierten aus verschiedenen europäischen Herrschaftsgebieten im Moskauer Staat in der Mitte des 17. Jahrhunderts neu zu bewerten, indem ich Wechselwirkungen aber auch Divergenzen zwischen a) der staatlich definierten Norm, die um die Jahrhundertmitte zunehmend auf eine physische und soziale Isolation der nicht-orthodoxen Zugewanderten setzte, und b) denen sich im lokalen Umfeld der Migrierten herausbildenden Sozialkontakten und Interaktionen aufzeige. Mit einem auf die Zielorte der Migrationsbewegungen gerichteten Blick stehen dabei nicht nur diejenigen Migrierten im vormodernen Russland im Fokus, die sich als angeworbene Fachkräfte und Militärs oder Fernhändler aus ausländischen Herrschaftsgebieten in verschiedenen urbanen Räumen des Moskauer Staates niederließen und die bereits seit dem 18. Jahrhundert immer wieder in den Fokus historischer Forschungen gerückt waren, sondern auch jene, die gegen ihren Willen in das Moskauer Reich gebracht wurden und bislang kaum Beachtung von Historiker*innen gefunden haben. Ein erster Teil der Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen und Abläufen von Migration in den Moskauer Staat. Der zweite Teil ist der staatlichen Perspektive auf die „Fremden“ gewidmet und stellt Fragen nach terminologischen und rechtlichen Differenzierungen. Der dritte und letzte Teil behandelt verschiedene räumlich, zeitlich und durch Akteursgruppen definierte Fallbeispiele: 1) (inter)konfessionelle Kontakte und Konflikte in Moskau der 1640er-1670er-Jahre, 2) die Einbindung von Gefangenen und Verschleppten aus der Zeit des Moskowitisch-Polnischen Krieges von 1654 bis 1667 in die moskowitischen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen und , 3) Arbeits- und Wirtschaftskooperationen im Kontext des Übergangs von saisonaler zu permanenter Ansiedlung von Zugewanderten in Archangelsk und Vologda. Anhand dieser drei Fallbeispielserien werden vor allem Bittschriften, Verhörprotokolle sowie Hof- und Personenlisten ausgewertet.Anliegen meines Dissertationsprojektes ist es, die gesellschaftliche Stellung von Zugewanderten und Zwangsmigrierten aus verschiedenen europäischen Herrschaftsgebieten im Moskauer Staat in der Mitte des 17. Jahrhunderts neu zu bewerten, indem ich Wechselwirkungen aber auch Divergenzen zwischen a) der staatlich definierten Norm, die um die Jahrhundertmitte zunehmend auf eine physische und soziale Isolation der nicht-orthodoxen Zugewanderten setzte, und b) denen sich im lokalen Umfeld der Migrierten herausbildenden Sozialkontakten und Interaktionen aufzeige. Mit einem auf die Zielorte der Migrationsbewegungen gerichteten Blick stehen dabei nicht nur diejenigen Migrierten im vormodernen Russland im Fokus, die sich als angeworbene Fachkräfte und Militärs oder Fernhändler aus ausländischen Herrschaftsgebieten in verschiedenen urbanen Räumen des Moskauer Staates niederließen und die bereits seit dem 18. Jahrhundert immer wieder in den Fokus historischer Forschungen gerückt waren, sondern auch jene, die gegen ihren Willen in das Moskauer Reich gebracht wurden und bislang kaum Beachtung von Historiker*innen gefunden haben. Ein erster Teil der Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen und Abläufen von Migration in den Moskauer Staat. Der zweite Teil ist der staatlichen Perspektive auf die „Fremden“ gewidmet und stellt Fragen nach terminologischen und rechtlichen Differenzierungen. Der dritte und letzte Teil behandelt verschiedene räumlich, zeitlich und durch Akteursgruppen definierte Fallbeispiele: 1) (inter)konfessionelle Kontakte und Konflikte in Moskau der 1640er-1670er-Jahre, 2) die Einbindung von Gefangenen und Verschleppten aus der Zeit des Moskowitisch-Polnischen Krieges von 1654 bis 1667 in die moskowitischen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen und , 3) Arbeits- und Wirtschaftskooperationen im Kontext des Übergangs von saisonaler zu permanenter Ansiedlung von Zugewanderten in Archangelsk und Vologda. Anhand dieser drei Fallbeispielserien werden vor allem Bittschriften, Verhörprotokolle sowie Hof- und Personenlisten ausgewertet.Anliegen meines Dissertationsprojektes ist es, die gesellschaftliche Stellung von Zugewanderten und Zwangsmigrierten aus verschiedenen europäischen Herrschaftsgebieten im Moskauer Staat in der Mitte des 17. Jahrhunderts neu zu bewerten, indem ich Wechselwirkungen aber auch Divergenzen zwischen a) der staatlich definierten Norm, die um die Jahrhundertmitte zunehmend auf eine physische und soziale Isolation der nicht-orthodoxen Zugewanderten setzte, und b) denen sich im lokalen Umfeld der Migrierten herausbildenden Sozialkontakten und Interaktionen aufzeige. Mit einem auf die Zielorte der Migrationsbewegungen gerichteten Blick stehen dabei nicht nur diejenigen Migrierten im vormodernen Russland im Fokus, die sich als angeworbene Fachkräfte und Militärs oder Fernhändler aus ausländischen Herrschaftsgebieten in verschiedenen urbanen Räumen des Moskauer Staates niederließen und die bereits seit dem 18. Jahrhundert immer wieder in den Fokus historischer Forschungen gerückt waren, sondern auch jene, die gegen ihren Willen in das Moskauer Reich gebracht wurden und bislang kaum Beachtung von Historiker*innen gefunden haben. Ein erster Teil der Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen und Abläufen von Migration in den Moskauer Staat. Der zweite Teil ist der staatlichen Perspektive auf die „Fremden“ gewidmet und stellt Fragen nach terminologischen und rechtlichen Differenzierungen. Der dritte und letzte Teil behandelt verschiedene räumlich, zeitlich und durch Akteursgruppen definierte Fallbeispiele: 1) (inter)konfessionelle Kontakte und Konflikte in Moskau der 1640er-1670er-Jahre, 2) die Einbindung von Gefangenen und Verschleppten aus der Zeit des Moskowitisch-Polnischen Krieges von 1654 bis 1667 in die moskowitischen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen und , 3) Arbeits- und Wirtschaftskooperationen im Kontext des Übergangs von saisonaler zu permanenter Ansiedlung von Zugewanderten in Archangelsk und Vologda. Anhand dieser drei Fallbeispielserien werden vor allem Bittschriften, Verhörprotokolle sowie Hof- und Personenlisten ausgewertet.Anliegen meines Dissertationsprojektes ist es, die gesellschaftliche Stellung von Zugewanderten und Zwangsmigrierten aus verschiedenen europäischen Herrschaftsgebieten im Moskauer Staat in der Mitte des 17. Jahrhunderts neu zu bewerten, indem ich Wechselwirkungen aber auch Divergenzen zwischen a) der staatlich definierten Norm, die um die Jahrhundertmitte zunehmend auf eine physische und soziale Isolation der nicht-orthodoxen Zugewanderten setzte, und b) denen sich im lokalen Umfeld der Migrierten herausbildenden Sozialkontakten und Interaktionen aufzeige. Mit einem auf die Zielorte der Migrationsbewegungen gerichteten Blick stehen dabei nicht nur diejenigen Migrierten im vormodernen Russland im Fokus, die sich als angeworbene Fachkräfte und Militärs oder Fernhändler aus ausländischen Herrschaftsgebieten in verschiedenen urbanen Räumen des Moskauer Staates niederließen und die bereits seit dem 18. Jahrhundert immer wieder in den Fokus historischer Forschungen gerückt waren, sondern auch jene, die gegen ihren Willen in das Moskauer Reich gebracht wurden und bislang kaum Beachtung von Historiker*innen gefunden haben. Ein erster Teil der Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen und Abläufen von Migration in den Moskauer Staat. Der zweite Teil ist der staatlichen Perspektive auf die „Fremden“ gewidmet und stellt Fragen nach terminologischen und rechtlichen Differenzierungen. Der dritte und letzte Teil behandelt verschiedene räumlich, zeitlich und durch Akteursgruppen definierte Fallbeispiele: 1) (inter)konfessionelle Kontakte und Konflikte in Moskau der 1640er-1670er-Jahre, 2) die Einbindung von Gefangenen und Verschleppten aus der Zeit des Moskowitisch-Polnischen Krieges von 1654 bis 1667 in die moskowitischen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen und , 3) Arbeits- und Wirtschaftskooperationen im Kontext des Übergangs von saisonaler zu permanenter Ansiedlung von Zugewanderten in Archangelsk und Vologda. Anhand dieser drei Fallbeispielserien werden vor allem Bittschriften, Verhörprotokolle sowie Hof- und Personenlisten ausgewertet.