Isabella Buck (M.A.)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Kontakt:

Westfälische Wilhelms-Universität
Germanistisches Institut
Abteilung Sprachwissenschaft
Schlossplatz 34
48143 Münster

Raum: SH 10
Telefon: 0251-83 24 186
E-Mail:  isabella.buck@uni-muenster.de

Sprechstunde

Im Wintersemester 2018/19 findet die Sprechstunde donnerstags von 15.00 - 16.00 Uhr in meinem Büro, Raum SH 10, statt.

Bitte melden Sie sich rechtzeitig, d.h. bis jeweils mittwochs um 20 Uhr, über diesen Link an. Dort finden Sie auch eine Übersicht über alle Termine.

Sollten Sie eine Hausarbeit oder eine Bachelorarbeit bei mir schreiben wollen, lassen Sie mir als Vorbereitung für die Sprechstunde bitte die ausgefüllte "Vorlage für Sprechstundentermin" per Mail zukommen. Sie finden die Vorlage im Learnweb-Kurs des jeweiligen Seminars.

  • Forschungsinteressen

    • Gesprächsanalyse
    • Interaktionale Linguistik
    • Medizinische Kommunikation
    • Gender und Queer Linguistik
  • Promotionsprojekt

    Arbeitstitel: Kontrastive Analyse der pflegerischen und ärztlichen Interaktionen mit PatientInnen auf der Palliativstation

    Kommunikation ist das sine qua non der Palliative Care, wie sämtliche Hand- und Lehrbuchartikel zur Palliativmedizin gebetsmühlenartig wiederholen (vgl. Ragan 2016: 1). In kaum einer anderen medizinischen Subdisziplin hat die Interaktion mit PatientInnen einen so hohen Stellenwert, da sie als zentrale Prämisse für eine adäquate Reaktion auf die medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse der unheilbar kranken PatientInnen angesehen wird. Dabei ist es nicht nur die Interaktion zwischen den PalliativmedizinerInnen und ihren PatientInnen, die von therapeutischer Relevanz ist, sondern vor allem auch die Interaktion zwischen dem Pflegepersonal und den PatientInnen: Während die ÄrztInnen die PatientInnen nur zur täglichen Visite oder bei Angehörigengesprächen sehen, sind die PflegerInnen 24 Stunden am Tag als AnsprechpartnerInnen für die PatientInnen verfügbar.

    Trotz der zentralen Bedeutung von Kommunikation auf Palliativstationen existieren bis dato nur vereinzelt empirische Studien, die auf der Basis von real stattgefundenen, nicht simulierten Gesprächen deren interaktionale Spezifika untersuchen. Die Dissertation setzt es sich deshalb zum Ziel, eine kontrastive Analyse des ärztlichen und pflegerischen Sprechens auf der Palliativstation durchzuführen. Anhand des Datenkorpus, das im Rahmen des Projektes „Professionalisierung der Kommunikation: Konvergenzen und Divergenzen im pflegerischen und ärztlichen Sprechen mit Palliativpatienten“ erstellt werden soll , sowie vor dem theoretischen und methodischen Hintergrund der ethnografischen Gesprächsanalyse (vgl. Deppermann 2000), geht die Arbeit folgenden Forschungsfragen nach: Wie unterscheidet sich die Problempräsentation der PatientInnen gegenüber den ÄrztInnen von der gegenüber dem Pflegepersonal? Welche kommunikativen Verfahren setzen ÄrztInnen und PflegerInnen jeweils ein, um Informationen über den körperlichen und psychischen Zustand der PatientInnen zu elizitieren? Und wie vollzieht sich das Sprechen über den Tod mit den verschiedenen Berufsgruppen, d. h. wie werden der Sterbeprozess und der bevorstehende Tod jeweils interaktiv konstituiert?

    Schließlich sollen die empirisch gewonnenen Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Angewandten Gesprächsforschung (vgl. Brünner/Fiehler/Kindt 2002) zur Entwicklung eines Leitfadens für die Weiterbildung von PalliativärztInnen und -pflegerInnen verwendet werden.

    Schlüsselbegriffe: Gesprächsanalyse, Angewandte Gesprächsforschung, Medizinische Kommunikation, Pflegerisches Sprechen, Palliative Care

    Literatur

    Brünner, Gisela/Fiehler, Reinhard/Kindt, Walther (Hrsg.) (2002): Angewandte Diskursforschung. Band 1: Grundlagen und Beispielanalysen. URL: Radolfzell: Verlag für Gesprächsforschung.

    Deppermann, Arnulf (2000): Ethnographische Gesprächsanalyse: Zu Nutzen und Notwendigkeit von Ethnographie für die Konversationsanalyse. In: Gesprächsforschung – Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion 1, 96–124.

    Ragan, Sandra L. (2016): Overview of Communication. In: Wittenberg, Elaine et al. (Hrsg.): Textbook of Palliative Care Communication. Oxford/New York: Oxford University Press, 1–9.

  • Publikationen

    Buck, Isabella (2016): Zur Verständlichkeit fachlicher Lexikonartikel. Eine Modifikation des Hamburger Verständlichkeitsmodells unter Anwendung von 'Thinking-Aloud Protocols'. In: Sprachwissenschaft 41 (3-4), 451-487.

    Buck, Isabella (2017): „WWU proudly presents: die BildungsALite“. Zur identitätskonstitutiven Funktion des Gruppennamens ALi (Angewandte LinguistInnen) in der Whats-App-Gruppenkommunikation. In: Liffers, Katrin/Schürmann, Timo (Hrsg.): Sprechen über Sprache. Zum Sprachgebrauch von Linguistikstudierenden. Berlin: Retorika, 125-160.

    Buck, Isabella (2017): „sonst- (-) bin ich kein richtiger CHRIST,“: Positionierungen durch Membership Categories in narrativen Interviews mit evangelikal-konservativen, homosexuellen ChristInnen. In: StudSpIn - Studentische Arbeitspapierreihe Sprache und Interaktion 12.

    Buck, Isabella (2018): Bericht über die Tagung "Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis – Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 20. bis zum 22. Juni 201. In: Gesprächsforschung – Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion 19, 199-206.

  • Vita

    2012-2015

    Studium der Germanistik und Medienwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

    Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)

    2015-2017

    Studium der Angewandten Sprachwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

    Abschluss: Master of Arts (M.A.)

    2017-2018 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Susanne Günthner
    2017-2018 Lehrbeauftragte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    seit 04/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Susanne Günthner