Institut für Landschaftsökologie

Herzlich willkommen!

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Prof. Dr. Christian Blodau

Dem Kohlenstoff auf der Spur

Ein Filmportrait biogeochemischer Forschung am Institut für Landschaftsökologie

Ökosysteme werden zunehmend durch Klimaänderungen beeinflusst und zugleich können Ökosystemveränderungen auch das Klima verändern.  Wechselwirkungen dieser Art sind weltweit im Fokus biogeochemischer Untersuchungen. Das Filmportrait zeigt an einem Beispiel- dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Luther Bog Projekt in Kanada - wie Forschung in diesem Feld konkret abläuft. Es gibt Antworten auf Fragen, die zu stellen sind: Was motiviert uns an wissenschaftlichen Fragen zu arbeiten? Warum werden die Untersuchungen in Kanada durchgeführt? Welche Schritte gehören zu einem Forschungsprojekt?  Wie arbeiten Studierende und Wissenschaftler zusammen?  Wie sieht der Arbeitsalltag vor Ort aus?  Was lernen wir aus den Untersuchungen? Und nicht zuletzt: Macht Forschung Freude?

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Prof. Dr. Norbert Hölzel

Gras und Blüten von nebenan

Aus regionalem Saatgut gezogene Wiesenpflanzen sind ortsfremden Artgenossen überlegen
8222-kyhn9mk4 Hoelzel

Ab 2020 darf in Deutschland für die Rekultivierung von Wiesen in der freien Landschaft nur noch sogenanntes Regio-Saatgut verwendet werden. Dieses Konzept wird nun erstmals von zwei Studien gestützt, an denen auch Prof. Dr. Norbert Hölzel, AG Biodiversität und Ökosystemforschung, beteiligt war.
Bunte, nicht zu intensiv genutzte Wiesen sind ein wertvoller Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Doch vielerorts sind sie selten geworden. Um wieder mehr solcher Gras- und Kräuterwelten zu schaffen, muss man die entsprechenden Pflanzen normalerweise einsäen. Doch mit welchen Samen? Viele Wissenschaftler und Naturschützer plädieren für Saatgut aus der gleichen Region, in der die zukünftige Wiese liegt. Mehr...

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Prof. Dr. Christoph Scherber

"Lebende Zäune" für mehr Biodiversität

Verbindungen zwischen Regenwald-Resten fördern die Ausbreitung von Kolibris und die Bestäubung von Pflanzen
Scherber News Jan16
© Urs Kormann

Die Abholzung tropischer Regenwälder bedroht weltweit die Biodiversität. Eine aktuelle Studie der AG Tierökologie zeigt nun, dass man durch einfache Maßnahmen Regenwald-Fragmente miteinander verbinden kann. Dadurch können nicht nur seltene Vogelarten gefördert werden, sondern auch die Bestäubung von Pflanzen. Zur Pressemitteilung...

Aktuelle Publikationen am ILÖK

  • Große-Stoltenberg, A.; Hellmann, C.; Werner, C.; Oldeland, J.; Thiele, J. (2016): Evaluation of Continuous VNIR-SWIR Spectra versus Narrowband Hyperspectral Indices to Discriminate the Invasive Acacia longifolia within a Mediterranean Dune Ecosystem. Remote Sensing 8.  doi: 10.3390/rs8040334
  • Graham, E.B.; Knelman, J.E.; Schindlbacher, A.; Siciliano, S.; Breulmann, M.; Yannarell, A.; Beman, J.M.; Abell, G.; Philippot, L.; Prosser, J.; Foulquier, A.; Yuste, J.C.; Glanville, H.C.; Jones, D.; Angel, R.; Salminen, J.; Newton, R.J.; Bürgmann, H.; Ingram, L.J.; Hamer, U.; Siljanen, H.M.; Peltoniemi, K.; Potthast, K.; Bañeras, L.; Hartmann, M.; Banerjee, S.; Yu, R.-Q.; Nogaro, G.; Richter, A.; Koranda, M.; Castle, S.; Goberna, M.; Song, B.; Chatterjee, A.; Nunes, O.C.; Lopes, A.R.; Cao, Y.; Kaisermann, A.; Hallin, S.; Strickland, M.S.; Garcia-Pausas, J.; Barba, J.; Kang, H.; Isobe, K.; Papaspyrou, S.; Pastorelli, R.; Lagomarsino, A.; Lindström, E.; Basiliko, N.; Nemergut, D.R. (2016): Microbes as engines of ecosystem function: when does community structure enhance predictions of ecosystem processes? Frontiers in Microbiology 7. doi: 10.3389/fmicb.2016.00214
  • Blüthgen, N.; Simons, N.; Jung, K.; Prati, D.; Renner, S; Boch, S.; Fischer, M.; Hölzel, N.; Klaus, V.H.;, Kleinebecker, T.M; Tschapka, M.; Weisser, W.W.; Gossner, M.M. (2016) Land use imperils plant and animal community stability through changes in asynchrony rather than diversity. Nature Communications 7: 10697 doi:10.1038/ncomms10697
  • Fleischer, E.; Khashimov, I.; Hölzel, N.; Klemm, O.(2016): Carbon exchange fluxes over peatlands in Western Siberia: Possible feedback between land-use change and climate change. Science of the Total Environment 545–546: 424–433 doi: 10.1016/j.scitotenv.2015.12.073
  • Lehmann, J.R.K.*; Münchberger, W.*; Knoth, C.;  Blodau, C.; Nieberding, F.; Prinz, T.; Pancotto, V.A.; Kleinebecker, T.: High-Resolution Classification of South Patagonian Peat Bog Microforms Reveals Potential Gaps in Up-Scaled CH4 Fluxes by use of Unmanned Aerial System (UAS) and CIR Imagery. Remote Sens.2016, 8, 173. doi:  10.3390/rs8030173 * (equal authorship)

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Prof. Dr. Christian Blodau

Kleine Seen mit großer Wirkung?

Proj Eifel
© Blodau

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft  unterstützt  für drei  Jahre ein Forschungsvorhaben der AG Ökohydrologie  und Stoffkreisläufe (Prof. Dr. Christian Blodau) zur Erforschung des Kohlenstoffkreislaufs von Flachseen am Beispiel des Kratersees Windsborn in der Eifel. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass kleine und häufig flache Gewässer (< 100 ha) global wesentlich größere Flächen einnehmen als früher angenommen. Aufgrund ihrer Häufigkeit und hohen metabolischen Aktivität wird vermutet, dass sie signifikante Kohlendioxid- und Methanquellen darstellen und Rückkoppelungseffekte mit dem Klimasystem zeigen. Jedoch sind die Kohlenstoffflüsse bislang kaum quantifiziert und klimatische, hydrologische und biologische Steuerungsfaktoren unzureichend erfasst. Das Vorhaben wird diese Forschungslücken an einem Modellsystem schließen und insbesondere die Hypothese überprüfen, dass Zeiten und Zonen existieren, die einen großen Einfluss auf den jährlichen Gasaustausch haben. Es kommen neueste Entwicklungen in der Messtechnik zur zeitlich hochauflösenden Bestimmung von Gasflüssen zur Anwendung, die umfassende Einblicke in die Funktion dieser Systeme ermöglichen. Ferner werden Methanbildung, -oxidation und -transport als Schlüsselprozesse für die Treibhauswirkung dieser Systeme mit Hilfe von Bilanzierungen, von Porenwasseranalysen und Bilanzen stabiler 13C Isotope aufgeklärt.

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Prof. Dr. Otto Klemm

Gelichteter Nebel

Klimawandel und geringere Luftverschmutzung erklären weltweiten Nebelschwund
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Nebelige Landschaft im Herbst
© Colourbox.de

Durch fein verteilte Wassertröpfchen in der Luft entsteht Nebel – ein alltägliches meteorologisches Phänomen. Doch es wird immer seltener: Experten beobachten weltweit an Hunderten von Wetterstationen die Abnahme der Nebelhäufigkeit oder der Nebelintensität. "Über die Gründe dafür wurde bislang bestenfalls spekuliert", meint Prof. Dr. Otto Klemm . Der Klimatologe hat nun gemeinsam mit seinem Fachkollegen Prof. Neng-Huei Lin von der Taiwan National Central University erstmals untersucht, ob der Klimawandel die Ursache für den Rückgang sein könnte oder eine geringere Luftverschmutzung. Tatsächlich könne beides den Nebelschwund erklären, so das Fazit.  Weiter...

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Prof. Dr. Tillmann Buttschardt

Das Institut für Landschaftsökologie im neuen Web-Design

Mit der Umstellung auf das neue Erscheinungsbild des Webauftrittes verbindet sich mehr als nur ein optisches Re-Make. Wir haben innerhalb des Institutes neben Altbewährtem auch einige Weiterentwicklungen und Neuerungen zu vermelden. Insbesondere betrifft dies unsere Arbeitsgruppen, welche ebenfalls neu geordnet wurden: Aus der Ökosystemforschung wurde die AG Biodiversität und Ökosystemforschung, aus der Hydrologie die AG Ökohydrologie und Stoffkreisläufe. Neu hinzu gekommen ist die AG Tierökologie und multitrophische Interaktionen mit dem neu berufenen Prof. Dr. Christoph Scherber sowie die AG Bodenökologie und Landnutzung mit PD Dr. Ute Hamer als Leiterin.
Das neue Weblayout dient vor allem dazu, die Seiten auf mobilen Endgeräten besser bedienen und nutzen zu können.