Willkommen
bei der AG Biodiversität und Ökosystemforschung

Die AG Biodiversität und Ökosystemforschung gehört zum Institut für Landschaftsökologie (ILÖK) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zur Analyse der Struktur, Funktion und Veränderung terrestrischer Ökosysteme nutzen wir Boden und Vegetation als integrative landschaftsökologische Merkmale. In der Lehre engagieren wir uns in den Bereichen Vegetations- und Standortkunde und der physischen Geographie im Bachelor- und Masterstudiengang Landschaftsökologie sowie in weiteren Studiengängen der Geowissenschaften.

The Tea Decomposition Project - It´s Tea Time!

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© Ika Djukic

Seit Anfang des Monats nimmt das ILÖK an dem weltweit agierenden "TeaComposition"- Projekt teil . "TeaComposition" steht unter der Schirmherrschaft der AG Ökosystemforschung & Umwelt-Informationsmanagement des Umweltbundesamtes in Wien und zielt darauf ab, langfristige Streuzersetzungs-dynamiken in unterschiedlichen Lebensräumen zu untersuchen.

Fokus des Projektes wird die Analyse von Kohlenstoffspeicherung und - verlusten in Streu sowie deren Schlüsselfaktoren unter aktuellen und zukünftigen Klimaszenarien weltweit sein. Die Ausbringung der Teebeutel sowie die folgenden Untersuchungen werden unter Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen Bodenökologie und Landnutzung sowie Biodiversität und Ökosystemforschung im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien stattfinden.

Unsere AG hat Zuwachs bekommen!

Herzlich Willkommen, Joke! Wir gratulieren Wiebke und Sebastian ganz herzlich zur Geburt
ihres Sohnes am 25.05.2016 und wünschen der kleinen Familie alles Gute!


Zwei erfolgreiche Promotionen auf einmal!

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Unsere AG gratuliert herzlich unseren beiden Doktoranden Kristin Gilhaus und Immo Kämpf zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Dissertationen! Am gleichen Tag wie Elisa Fleischer (AG Klimatologie) verteidigten sie ihre Doktorarbeiten mit den Titeln „Grassland management by year-round grazing – opportunities and constraints“ und „Effects of Land-use Change on Agroecosystems of Western Siberia”.

Forschung an städtischen Grünflächen in der Zeitung der Uni Münster

Forschung an städtischen Grünlandflächen

Die April-Ausgabe der Wissen|Leben (Ausgabe 2, April 2016; Artikel  hier ) befasst sich mit den städtökologischen Untersuchungen, die Valentin H. Klaus zusammen mit Studierenden seit 2012 in Münster durchführt. In unterschiedlichen Abschlussarbeiten wurden dabei die Pflanzendiversität und die sie beeinflussenden Umweltbedingungen in Park-und Grünflächen erfasst. Zudem sind am Aasee Versuchsflächen entstanden, um seltene Arten gezielt anzusäen. (Veröffentlichung im Projekt "Städtisches Grünland").

Teams stehen bereits in den Startlöchern für die Feldsaison 2016

Auf zur Feldsaison 2016

In zwei Wochen starten die Feldteams der Projekte STOCHIO und  ESCAPE der Biodiversitätsexploratorien in die letzte Freilandsaison der laufenden Projektphase.

Beide Teams werden auf Grünlandflächen unterschiedlicher Nutzung im Nationalpark Hainich-Dün und Umgebung (Thüringen) Vegetationsaufnahmen machen und Biomasse beproben. Mit dieser Feldarbeitsetappe werden wir Datensätze zu Nährstoffstoichiometrie, Biodiversität, Produktivität, Störung und Resilienz von Grünland entlang eines Landnutzungsgradienten vervollständigen.

Davert Depesche+ über Naturforscher

Titelblatt Davert Depesche+

Im Rahmen des Projektes „Fit für den Klimawandel “ ist nun die aktuelle Ausgabe der Davert Depesche+ erschienen. Anschaulich wird die Rolle der Uni als wissenschaftliche Begleitung des Projektes dargestellt, ein Frühjahrsblüher vorgestellt sowie zwei „Naturforscher“ porträtiert.

Das Veranstaltungsprogramm des zweiten Quartals und ein Suchspiel für Kinder runden die aktuelle Ausgabe ab. Die Davert Depesche+ wird vierteljährlich herausgegeben und liegt an zahlreichen Stellen im Süden Münsters sowie im Institut aus und ist kostenlos. Außerdem kann sie hier heruntergeladen werden.

Gras und Blüten von nebenan

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Ab 2020 darf in Deutschland für die Rekultivierung von Wiesen in der freien Landschaft nur noch sogenanntes Regio-Saatgut verwendet werden. Dieses Konzept wird nun erstmals von zwei Studien gestützt, an denen unsere Arbeitsgruppe zusammen mit Kollegen vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle, der Universität Tübingen und der Technischen Universität München beteiligt war. Mehr

Asynchronie ist für Stabilität entscheidender als Diversität

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© TUM/ Gossner

Die Stabilität einer Tier- oder Pflanzengemeinschaft unter Berücksichtigung äusserer Einflüsse hängt nicht allein von der biologischen Vielfalt ab. Ausschlaggebend ist die Asynchronie  von Populationen über Arten hinweg: je unterschiedlicher die Entwicklung einzelner Arten eines Ökosystems, desto ausgeprägter dessen Stabilität. Zu diesen Ergebnissen sind Wissenschaftler unserer AG unter Federführung von Kollegen der TU München und der TU Darmstadt gelangt und haben sie in "Nature Communications" veröffentlicht.  Ausführliche Pressemitteilungen der Kollegen aus München und Darmstadt.

Jahresrückblick

Combined

Große Forschungsprojekte werden heute in der Regel als Kooperationsvorhaben vieler Parnter realisiert – regelmäßige Treffen sind daher notwendig, um Fortschritte zu begutachten und laufende Aktivitäten zu koordinieren. Im November waren die Belegschaften unserer Projekte SASCHA und BALTRAK (Nachhaltige Landnutzung in Sibirien und Kasachstan) zu Gast am Institut für Landschaftsökologie, wenig später fand zudem ein Planungstreffen des ESCAPE-Projektes statt. Die inspirierende Atmosphäre unter den angereisten Teilnehmern war dafür verantwortlich, dass auch viele neue Forschungsideen entstanden.

Mitarbeiter der AG präsentieren Forschungsarbeiten auf Tagungen

Fotos

© Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University
  • © Department of Botany and Zoology, Masaryk University

Die Ergebnisse von zahlreichen Studien, bei denen sehr oft auch Studierende aktiv mitgewirkt haben, wurden dieses Jahr von Mitarbeiter der Arbeitsgruppe auf insgesamt sieben verschiedenen Tagungen und Kongressen präsentiert. Dabei wurden elf Vorträge gehalten und zwei Poster vorgestellt. Die Themen waren dabei weit gestreut, von Renaturierungsökologie über Ornithologie bis zu Vegetationskunde und Stoffkreisläufen. Ziel der Tagungsbesuche ist der wissenschaftliche Austausch mit Kollegen, die Kommunikation von Forschungsergebnissen, beispielsweise an Praktiker, sowie die Förderung der Zusammenarbeit mit anderen Universitäten.

Feuchtwälder südlich von Münster als Kohlenstoffsenke

Carabus Auronitens Klein

Mit den letzten, kürzlich angelegten Bodenprofilen in der Davert und den bereits im Frühjahr entnommenen Bodenproben haben wir nun genug Daten, um die Boden-Kohlenstoffvorräte im Projekt „Fit für den Klimawandel“ berechnen zu können. mehr

Fotos

© Valentin Klaus
  • © Valentin Klaus
  • © Valentin Klaus
  • © Valentin Klaus
  • © Valentin Klaus
  • © Valentin Klaus

Studierende untersuchen Effekte des Klimawandels auf Wiesen und Weiden

Ein zurzeit laufendes Mesokosmen-Experiment soll dazu dienen, die Effekte landwirtschaftlicher Düngung unter Trockenstress zu erforschen. Sogenannte Mesokosmen sind ins Labor bzw. Gewächshaus verbrachte Teile natürlicher Ökosysteme, in diesem Fall Soden der Vegetation verschiedener Wiesen und Weiden von der Schwäbischen Alb. Diese Ökosystemausschnitte wurden bis in eine Tiefe von 20cm ausgestochen, nach Münster transportiert und dort im Gewächshaus in Behälter eingebaut. Die beprobten Flächen gehören zum Forschungsprojekt „Biodiversitäts Exploratorien“ und begleiten die Feldforschung in Projekt „ESCAPE“.
Da Perioden anhaltender Trockenheit in der Zukunft deutlich häufiger werden sollen, werden die Soden mit Gülle-Düngung und Trockenstress konfrontiert und dabei die Veränderungen der Nährstoffkreisläufe genau erfasst. Die Ergebnisse sollen helfen, Vorschläge zu einem angepassten Management der Wiesen und Weiden zu machen. Beteiligt am Experiment sind auch fünf Studierende, die im Rahmen von Forschungsprojekten und Abschlussarbeiten Untersuchungen durchführen, beispielsweise die Isotropie der Vegetation untersuchen oder Gasflüsse messen. Mit ersten Ergebnissen wird Ende 2015 gerechnet.

Tobolsk

Zurück aus Sibirien!

Im Rahmen einer gemeinsamen Exkursion mit unserem Partner im SASCHA-Projekt, der Tyumen State University, konnten wir 26 Studierenden aus Münster und Tjumen die Ökologie und Kulturgeschichte Westsibiriens nahebringen. Innerhalb von 14 Tagen führte die Fahrt durch verschiedene Ökozonen, von der Wiesensteppe nahe der kasachischen Grenze bis hin zu den borealen Nadelwäldern und unberührten Hochmooren der Taiga. Mehr Eindrücke im SASCHA Blog und in diesem Video der russischen Studenten

Wasservogelmonitoring am Tengiz-See

Fotos

© Christian Härting / Benjamin Ullrich
  • © Christian Härting / Benjamin Ullrich
  • © Christian Härting / Benjamin Ullrich
  • © Christian Härting / Benjamin Ullrich
  • © Christian Härting / Benjamin Ullrich

In Zusammenarbeit mit Holger Schielzeth (Universität Bielefeld) und unserem kasachischen Partner ACBK sind in diesem Jahr zwei Studenten der AG Ökosystemforschung für Wasser- und Watvogelzählungen in Zentralkasachstan im Gebiet der Tengiz-Korgalzhyner Seen. Das Tengizgebiet ist eines der bedeutendsten Feucht- und Vogelrastgebiete in Zentralasien, vergleichbar mit dem Wattenmeer.
Ziel des Projektes ist die Wiederholung umfangreicher Erfassungen, die dort zwischen 1998 und 2004 durchgeführt wurden. Mit der erneuten Datenerhebung wollen wir Änderungen in den Beständen der Rastvögel belegen, und ggf. negative Populationstrends identifizieren, um Prioritäten auf dieser Zugroute zu setzen. Die Ergebnisse der früheren Erfassungen finden sich hier und hier.

Tagfalter in Sibirien

Butterflies
© Johanna Trappe/Fritzi Kunz

Im vierten Jahr des SASCHA-Projektes sind wir überwiegend mit Datenauswertung und -veröffentlichung und mit der Implememtierung der Projektergebnisse beschäftigt. Dennoch gibt es immer wieder noch Datenlücken zu füllen. Zwei motivierte BSc-Studentinnen sind im Juni und Juli im Gebiet Tjumen unterwegs und erfassen Tagfalter entlang von standardisierten Transekten. Entgegen landläufiger Meinung ist es in Sibirien nicht immer kalt - Temperaturen um 30°C sorgen zwar für hohe Schmetterlingsaktivität, in diesem Jahr aber auch für extreme Mückendichten. Artenreichtum und Dichten der Tagfalterfauna sind außergewöhnlich im Untersuchungsgebiet - viele Arten, die in Mitteleuropa fast verschwunden sind, kommen in Tjumen noch häufig vor. Da das Gebiet am Knotenpunkt mehrerer Faunenzonen liegt, treffen sich dort die Falter trockener Steppen mit Endemiten der Taigazone. Mehr im  SASCHA-Blog