Landschaftsökologie

Naturnahe Landschaft im Unteren Odertal.
Foto: V. Möllenbeck
Die Landschaftsökologie als interdisziplinäre naturwissenschaftliche Disziplin befasst sich mit der physischen und biologischen Dynamik der Umwelt in der Landschaftsskala. Im Zentrum des Interesses stehen ökologische Zusammenhänge innerhalb des Systems, aber auch Beziehungen zu den untergeordneten und übergeordneten Skalen sind von Bedeutung. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Prozesse, die mit der Nutzung der Umwelt durch menschliche Aktivität direkt oder indirekt zusammenhängen.
Die moderne Landschaft ist dramatischen Veränderungen ausgesetzt. "Global Change" wirkt sich durch signifikante Zunahme der Temperatur in der Atmosphäre nicht nur auf das Klima aus, sondern direkt und indirekt auch auf den Wasserhaushalt, die Biozönosen, auf Land- und Forstwirtschaft, die Gesundheit und viele andere Wirkungsmechanismen und Prozesse. Die derzeitigen und anstehenden Veränderungen, die Einflussmöglichkeiten, sowie die Erfordernisse an Anpassung der Lebensweisen sind kaum erfasst und verstanden.
Weitere Veränderungen der Landschaft entstehen durch Nutzungsänderung durch den Menschen. Dabei steht in Mitteleuropa nicht mehr Intensivierung der Nutzung im Vordergrund, sondern die Extensivierung sowie kurzfristig notwendige oder geforderte Nutzungsänderungen z.B. durch die Entwicklung der Energieversorgung oder veränderte Ansprüche aus dem europäischen Rechtsrahmen. Die nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft, der Kulturfolgelandschaft und der Naturlandschaft ist ein bedeutendes umweltpolitisches Themenfeld im nationalen, europäischen und globalen Rahmen. Der zeitliche Horizont der Entwicklung umfasst Dekaden von Jahren.


