Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion gemeinsam gestalten!

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Unter dem Motto „Vielfalt sichtbar machen, Perspektiven öffnen, Macht reflektieren“ lädt die Universität Münster alle Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden vom 18. bis 22. Mai zur Diversity-Woche 2026 ein. Die Diversity-Woche rückt in diesem Jahr die unterschiedlichen Perspektiven auf Vielfalt an der Universität sowie den Umgang mit Macht im Hochschulkontext in den Mittelpunkt. Sie nimmt in den Blick, wie Machtverhältnisse das universitäre Miteinander prägen, wo strukturelle Ungleichheiten und Machtmissbrauch wirksam werden können und welche Bedeutung dies für eine diskriminierungssensible und chancengerechte Hochschulkultur hat. Mit zielgruppenspezifischen Angeboten eröffnet sie Raum für Information, Reflexion und Austausch.

 

Veranstaltungen im Rahmen der Diversity-Woche:

Vorführung des Films "Fassaden" im Schlosstheater mit Regisseurin Alina Cyranek

Im Rahmen der Diversity-Woche lädt die Universität Münster in Kooperation mit der Sparkasse Münsterland Ost zur Vorführung des Dokumentarfilms „Fassaden“ am 18. Mai ab 15:00 Uhr im Schlosstheater Münster ein. Der Film setzt sich mit dem Thema häusliche Gewalt auseinander und richtet den Blick auf Lebensrealitäten, die hinter einer scheinbar unauffälligen Fassade oft unsichtbar bleiben. Der Eintritt ist frei.

Die Regisseurin Alina Cyranek wird bei der Vorführung anwesend sein, den Film vorab kurz einführen und im Anschluss mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung verbindet filmische Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Reflexion und lädt dazu ein, sich gemeinsam mit einem wichtigen und oft tabuisierten Thema auseinanderzusetzen.

Montag, 18.05, ab 15:00 Uhr, Schlosstheater Münster

Zielgruppe: alle Interessierten

Eine Anmeldung ist ab Ende April möglich.


Online Vortrag und Diskussionsrunde Macht und Machtmissbrauch im Wissenschaftssystem mit Lisa Niendorf

Lisa Niendarf, Dozentin und Bildungswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin, klärt als @FrauForschung auf Social Media über Machtmissbrauch, Leistungsdruck und Ausbeutung in der Wissenschaft auf. Mit ihrem Buch UNIversal gescheitert erreichte sie auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste.

Macht ist ein grundlegender Bestandteil universitärer und akademischer Strukturen. Sie ist im Hochschulkontext zunächst nicht per se illegitim, da Universitäten auf hierarchisch organisierte Entscheidungs- und Verantwortungsverhältnisse angewiesen sind. Machtmissbrauch in der Wissenschaft wird jedoch oft individualisiert, obwohl er strukturell verankert ist. Ausgehend von der Frage, wann Macht legitim ist, beleuchtet der Vortrag Machtmissbrauch als strukturelles Problem und fragt, wie Abhängigkeiten, institutionelle Regeln und eine Kultur des Schweigens Machtmissbrauch an Hochschulen begünstigen. Abschließend wird diskutiert, welche strukturellen Veränderungen Machtmissbrauch vorbeugen können und wie Betroffene ihre Handlungsfähigkeit bewahren können.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Centre for Emerging Researchers statt.

Zielgruppe: InteressierteWissenschaftler:innen, Mitarbeitende, Studierende, PhDs und PostDocs (Anmedlung auch für Mitglieder der FH Münster möglich)

Dienstag, 19. Mai, 18:00 bis 19:30, online via Zoom

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Aktiv-Input: Zwischen Zuständigkeiten, Interessen und Hierarchien – Macht und Mikropolitik in Technik und Verwaltung

Mitarbeitende in Technik und Verwaltung bewegen sich im Hochschulalltag in komplexen Organisationsstrukturen und tragen entscheidend dazu bei, dass Prozesse funktionieren, Entscheidungen umgesetzt und Veränderungen ermöglicht werden. Der Workshop richtet sich gezielt an diese Zielgruppe und nimmt ihre spezifische Rolle im Hochschulsystem in den Blick. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie organisationale Dynamiken, informelle Einflussstrukturen und Hierarchien die eigene Arbeit prägen – und wie ein souveräner, professioneller und handlungsfähiger Umgang damit gelingen kann. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Handlungsspielräume und entwickeln erste Ansätze, um ihre Perspektiven und Bedarfe im Berufsalltag wirksam einzubringen.

Zielgruppe: Mitarbeitende in Technik und Verwaltung

Donnerstag, 21. Mai, 10:00-12:00 Uhr, online 

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Diversity dezentral - Best Practices für Diversity-Arbeit auf Fachbereichsebene

Welche Diversity-Strukturen und Beratungsangebote gibt es an der Universität Münster bereits? Und wie lässt sich Diversity-Arbeit in den Fachbereichen konkret und nachhaltig gestalten? Diesen Fragen widmet sich das Austauschformat „Diversity dezentral – Best Practices für Diversity-Arbeit auf Fachbereichsebene“.

Zum Auftakt stellen sich die Beratungs- und Beschwerdestellen sowie die verschiedenen Diversity Akteure:innen der Uni Münster vor. Im Anschluss eröffnet der Impulsvortrag „Zentral denken, dezentral wirken – Ansätze und Beispiele für Diversity-Arbeit auf Fachbereichsebene“ den Austausch darüber, wie diversitätssensible Maßnahmen vor Ort entwickelt und umgesetzt werden können.

Die Veranstaltung bietet Raum für Information, Vernetzung und kollegialen Austausch. Sie lädt dazu ein, Erfahrungen zu teilen, Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen und Perspektiven für eine wirksame Diversity-Arbeit in den Fachbereichen zu entwickeln.

Donnerstag, 21. Mai, 9:00-12:00 Uhr, Senatssaal

Zielgruppe: Vetreter:innen aus den Fachbereichen, Dekanate, dezentrale Gleichstellungsbeauftragte und Diversity-Akteur:innen der FB

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Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Bystander Intervention

Sexismus und sexuelle Belästigung sind auch im Hochschulkontext relevante Themen, die alle Mitarbeitenden betreffen. Der interaktive Vortrag vermittelt zunächst grundlegende Definitionen und Erscheinungsformen von Sexismus und ordnet sexuelle Belästigung als eine spezifische Ausprägung von Sexismus am Arbeitsplatz Hochschule ein. Darauf aufbauend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen vorgestellt, insbesondere die Regelungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie strafrechtliche Grundlagen. Ziel des Vortrags ist es, Mitarbeitende für grenzverletzendes Verhalten zu sensibilisieren und ihnen eine Einführung in das Konzept der Bystander-Interventionen zu geben. Die Teilnehmenden lernen, wie sie sexuelle Belästigung wahrnehmen, einordnen und als Zeug*innen situationsangemessen und verantwortungsvoll intervenieren können, um zu einem respektvollen und sicheren Arbeitsumfeld beizutragen.

Zielgruppe: alle interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, PhDs, PostDocs, wissenschaftliche Mitarbeitende und Lehrende

Donnerstag, 21. Mai, 10:00 - 12:00 Uhr, online 

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Fortbildungen und Veranstaltungen

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Diversität, Gleichstellung und Anti-Diskriminierung sind Querschnittsthemen, die für die Personalentwicklung aller Mitgliedergruppen höchst relevant sind. Im Fortbildungsportal der Uni Münster finden Sie ein breit gefächertes Angebot an Workshops, die das Thema Diversität aus unterschieldichen Perspektiven beleuchten. Die Seminare und Workshops bieten die Möglichkeit, sich zu den diversen Themengebieten auszutauschen und sensibilisieren die Teilnehmenden für Diversitäts-, Gleichstellungs- und Diskriminierungsfragen.

Diversity und Gleichstellung im Fortbildungsportal der Uni Münster

  • Diversity Tage "Wissen.Leben.Vielfalt" 2025

    Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion gemeinsam gestalten!

    Unter dem Motto „Sprache.Macht.Diskriminierung“ lädt die Universität Münster in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und der Schwerbehindertenvertretung alle Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden zu den  Diversity-Tagen vom 27. Mai bis zum 06. Juni ein.

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    Keynote 27. Mai 18:30 s.t. in der Studiobühne und per Livestream/Zoom

    Radikale Inklusivität als Strategie der Selbstimmunisierung für Hochschulen in Zeiten des Autoritarismus. Eine rechtswissenschaftliche Perspektive auf diskriminierungsfreie Sprache im universitären Raum.

    Isabel Lischewski (Lehrstuhl für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz der Uni Münster)

    (Nicht nur) in den USA wachsen die Attacken auf die Universitäten als autonome Räume der Wissensproduktion und -weitergabe, und zwar unter einem widersprüchlichen rhetorischen Deckmantel, der „Anti-Wokeness“ mit der Bekämpfung insbesondere antisemitischer Diskriminierung verbindet. Dies steht im krassen Widerspruch zum verfassungsrechtlichen Status der Universitäten. In dieser Situation wird es wichtiger denn je, dass die Hochschulen ihren eigenen, der Wissenschaftsfreiheit angemessenen Umgang mit dem Thema etwa der diskriminierungsfreien Sprache auf dem Campus finden und verteidigen. Der Vortrag untersucht aus rechtswissenschaftlicher Perspektive, welche Rolle die Sprache im Rahmen des Selbstverwaltungsrechts der Universitäten spielt und wie diese ein Teil auch rechtlicher  Strategien zu seinem Schutz werden kann. Denn die Antwort auf Angriffe gegen die Wissenschaftsfreiheit heißt nicht Abschottung, sondern radikale Inklusivität.“

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

    In der Woche vom 02.-06. Juni erwarten Sie in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung, der Schwerbehindertenvertretung  sowie dem Prorektorat Studium und Lehre weitere Veranstaltungen und Workshops. Seien Sie dabei und tragen Sie zu einer inklusiven Universitätskultur bei!

    Diversity-Tage weitere Veranstaltungen

    Workshop: Sprache.Macht.Bildung

    Zielruppe: Studierende, Lehrende

    Sprache ist in pädagogischen Kontexten weit mehr als nur ein Kommunikationsmittel. Aus einer macht- und diskriminierungskritischen Perspektive erscheint sie zugleich als symbolisch aufgeladenes Differenzmerkmal, über das Zugehörigkeit, Zuschreibungen sowie Ein- und Ausschlüsse verhandelt werden. Diese Dynamiken stehen auch im Zusammenhang mit der (Re-)Produktion von Rassismus. Im Workshop setzen wir uns mit den ideologischen Dimensionen von Sprachverhältnissen in der Migrationsgesellschaft auseinander. Im Fokus steht dabei die Perspektive des Linguizismus, die sprachbezogene Ausschlussmechanismen analysiert und deren Verknüpfung mit Rassismus in den Blick nimmt.

    Referent: Dr. des. David Füllekruss,  Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 10 Migrationspädagogik und Rassismuskritik, Universität Bielefeld

    Der Workshop findet in Kooperation mit dem Prorektorat für Studium und Lehre statt.

     

    Implusvortrag: Sprache.Macht.Gender

    Mittwoch, 04.06 um 19:00 Uhr in der Studiobühne (ohne Anmeldung)

    Die Debatten um das Verhältnis von Sprache und Geschlecht und insbesondere um die Sinnhaftigkeit geschlechtergerechten Sprachgebrauchs nehmen weiterhin großen Raum ein. Dabei sind die öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen denjenigen, die dem Bemühen um geschlechtergerechte Sprache positiv gegenüberstehen und denjenigen, die dieses Bestreben generell ablehnen, inzwischen stark ritualisiert und – bezogen auf mögliche Konsensfindung – weitgehend disfunktional.

    Der Impulsvortrag wirft einen Blick auf zentrale Positionen beider Seiten und versucht, aufzuzeigen, wo relevante Argumente vorliegen, die bedacht und gegeneinander abgewogen werden müssen, und wo es sich um strategische Positionierungen handelt, die keine sachliche Basis haben. Dabei stehen linguistische Aspekte der Strukturen des Deutschen im Vordergrund.

    Referentin: Gabriele Diewald, Professorin für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover

    Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung statt.

     

    Online-Workshop: Sprache.Macht.Inklusion

    Donnerstag, 05.06 von 10:00 bis 13:00 Uhr via Zoom

    Sprache prägt unsere Sicht auf die Welt und gestaltet Realität. Leistungs- und Normvorstellungen sind tief in unserer Gesellschaft verankert und äußern im Arbeitsalltag häufig durch (Sprach-)Handlungen die Menschen mit Behinderung, chronischen Erkrankungen oder Neurodivergenzen ausschließen. Aber wie spricht man in Bild, Ton und Text inklusiv und ohne Klischees? In diesem Workshop werden wir uns damit beschäftigen, wie inklusive Kommunikation dazu beitragen kann Barrieren abzubauen. Wir beleuchten das soziale Modell von Behinderung und zeigen praxisnah, wie Kommunikation Teilhabe schafft – statt auszuschließen.

    Der Workshop findet in Kooperation mit der Schwerbehindertenvertretung statt.

    Referent*in: Beccs Riley, Sozialhelden e.V.

  • Diversity Tag "Wissen.Leben.Vielfalt." 2024

    Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt beteiligt sich die Uni Münster auch in diesem Jahr aktiv am Deutschen Diversity Tag. Unter dem Motto „Wissen.Leben.Vielfalt“ möchten wir das Thema Chancengerechtigkeit und Vielfalt in diesem Jahr insbesondere unter dem Aspekt „Neurodiversität“ beleuchten und in den Mittelpunkt rücken. Der Diversity Tag bildet in diesem Jahr ebenfalls den Rahmen für die erstmalige Verleihung des Diversity-Preises der Uni Münster durch das Rektorat.

    Der Diversity-Tag wird vom Prorektorat für Akademische Karriereentwicklung und Diversity und der Koordination Diversity gemeinsam veranstaltet.

    Diversity-Tag 28. Mai

    • 16:30 – 18:30 s.t. Studiobühne
    • Professor Fabian Karsch: Neurodiversität – Vielfalt im Kopf
    • im Anschluss Verleihung des ersten Diversity-Preises der Uni Münster

    Workshop 29. Mai

    • Neurodiversität im Fokus der Lehre - Universal Design for Learning in der Hochschule
    • Dr. Björn Fisseler 
    • 10:00 bis 13:30 im Alexander von Humboldt Haus
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