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Münster (upm/pw)

Europäisches Uni-Netzwerk zu Gast in Münster

Austauschprogramme und Forschungskooperationen im Mittelpunkt
Die Partner-Universitäten von IRUN wollen die Zusammenarbeit weiter stärken.<address>© WWU - Peter Lessmann</address>
Die Partner-Universitäten von IRUN wollen die Zusammenarbeit weiter stärken.
© WWU - Peter Lessmann

Auf eine erfolgreiche Bilanz für 2013 kann das „International Research Universities Network" (IRUN) zurück blicken, dessen Partneruniversitäten sich am Wochenende auf Einladung der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster trafen. Knapp 300 Studenten und 35 Mitarbeiter der beteiligten zehn europäischen Hochschulen nutzten seit 2013 die Möglichkeit, eine der anderen IRUN-Universitäten im Rahmen eines Austauschprogramms zu besuchen. Vor wenigen Tagen erhielt ein von der Universität Duisburg-Essen eingebrachter Antrag mit dem Namen „Mye-EUNITER" eine Förderzusage. Zwei juristische Programme, an denen neben anderen IRUN-Partnern auch die WWU beteiligt ist, konnten erfolgreich Fördergelder der Europäischen Union einwerben.

„Da die IRUN-Partner sehr vertraut miteinander sind, ist es einfacher, in Bildung und Forschung zusammen zu arbeiten", beschreibt Prof. Sebastian Kortmann, Rector Magnificus der Radboud Universität Nimwegen und IRUN-Präsident einen Vorteil des Netzwerks. „Selbstverständlich sind bei der Auswahl möglicher Projektpartner für Wissenschaftler immer die Inhalte der Forschungs-und Bildungsprojekte entscheidend, aber es ist ein echter Vorteil, wenn man auf ein Netz von Partnern zurück greifen kann, von denen man weiß, dass man sich auf sie verlassen kann".

Das Wissenschaftsnetzwerk Mye-EUNITER, an dem Wissenschaftler mehrerer IRUN-Universitäten aus den Bereichen Biomedizin und Molekular-Biologie beteiligt sind, belegt dies eindrücklich. Koordiniert von Prof. Dr. Sven Brandau von der Universität Duisburg-Essen beschäftigt sich Mye-EUNITER mit der Frage, wie ein gestörtes Immunsystem künftig einheitlich untersucht werden kann. Dieser Antrag wird im Rahmen der COST-Initiative (European Cooperation in Science and Research) gefördert. Das Konzept von Mye-EUNITER geht auf eine gemeinsame biomedizinische Initiative der IRUN-Universitäten Duisburg-Essen, Münster und Nimwegen zurück.

Ebenfalls bewährt hat sich die Zusammenarbeit des Netzes in der Vorbereitung und Durchführung von Tagungen und Kongressen. So wird die ECHA-Konferenz zur Begabungsforschung, deren Gastgeber in 2013 das Internationale Centrum für Begabungsforschung der WWU war, in diesem Jahr von der slowenischen Universität Ljubljana ausgetragen. Ende April trafen sich etwa 500 Neuro-Wissenschaftler in Krakau zum „IBRO and IRUN Neuroscience Forum", Doktoranden der Human- und Sozialwissenschaften trafen sich auf der „IRUN Cup Conference" im vergangenen August zum Austausch in Budapest.

IRUN wurde 2007 auf Initiative der Radboud Universität Nimwegen gegründet. Neben den Universitäten Nimwegen, Münster und Duisburg-Essen gehören dem Netzwerk Universitäten aus Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Slowenien, Ungarn und Polen an.

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