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Münster (upm/ch)

Ausgezeichneter Biologe

Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Dr. Sven Bogdan
Dr. Sven Bogdan<address>© WWU - Kristin Woltering</address>
Dr. Sven Bogdan
© WWU - Kristin Woltering

Privatdozent Dr. Sven Bogdan vom Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie der Universität Münster hat ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Damit finanziert die DFG seine Forschung für zunächst drei Jahre.

Sven Bogdan ergründet das "Stützgerüst" der Körperzellen, das Aktin-Zytoskelett. Dabei handelt es sich um ein Geflecht aus Proteinen, das durch den Auf- und Abbau seiner Komponenten seine Form verändern kann. Auf diese Weise steuert es Veränderungen der Zellform sowie Bewegungen von Zellen während der Entwicklung von vielzelligen Organismen. Durch Untersuchungen an Fruchtfliegen identifizieren Sven Bogdan und sein Team die zugrunde liegenden Mechanismen und molekularen Netzwerke. Diese Analysen erlauben neue Einblicke in die Steuerung der Aktin-Dynamik im lebenden Organismus. Zudem ermöglichen sie den Wissenschaftlern ein besseres Verständnis, wie Zellen im Gewebeverband auf äußere Signale, die beispielsweise von anderen Zellen stammen, reagieren.

Sven Bogdan, Jahrgang 1969, promovierte im Jahr 2000 an der Universität Essen. Anschließend wechselte er in die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christian Klämbt nach Münster, wo er 2009 habilitierte. Er leitet eine unabhängige Nachwuchsgruppe und ist Teilprojektleiter im Sonderforschungsbereich 629 "Molekulare Zelldynamik" sowie im DFG-Schwerpunktprogramm 1464 "Principles and evolution of actin-nucleator complexes".

Mit dem Heisenberg-Programm unterstützt die DFG herausragende Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur. Voraussetzung ist eine Habilitation oder eine vergleichbare Qualifikation. Neben dem Heisenberg-Stipendium gibt es auch eine Heisenberg-Professur.

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