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Münster (upm/kk)

Universität Münster diskutiert drängende Fragen der Evolutionsbiologie

Öffentlicher Vortrag am 4. Oktober: Entwicklung der Evolutionstheorie von Darwin bis heute
Fragen und Herausforderungen der Evolutionsbiologie stehen im Mittelpunkt des &quot;1. Münster Evolution Meeting&quot;<address>© WWU - Institut für Evolution und Biodiversität</address>
Veranstaltung "Münster Evolution Meeting"
© WWU - Institut für Evolution und Biodiversität

 

Das Institut für Evolution und Biodiversität und die „Münster Graduate School of Evolution“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) laden zum „1. Münster Evolution Meeting“ ein. Mehr als 150 Experten diskutieren interdisziplinäre Fragen und Herausforderungen der Evolutionsbiologie. Einen Höhepunkt bildet der englischsprachige Vortrag von Prof. Dr. Peter Hammerstein von der Humboldt-Universität zu Berlin unter dem Titel „The evolution of theory in evolutionary biology“. Der Experte für Theoretische Biologie referiert über die Entwicklung der Evolutionstheorie seit Charles Darwin, stellt aktuelle Modelle vor und beleuchtet ihre Konsequenzen. Er gibt einen Überblick über die gegenwärtigen Versuche, die Evolutionstheorie an neue experimentelle und theoretische Befunde anzupassen und weiterzuentwickeln. Der Vortrag beginnt am Donnerstag, 4. Oktober, um 17.30 Uhr in der Aula des münsterschen Schlosses, Schlossplatz 2. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Wie kaum ein anderes Wissensgebiet fördert die Evolutionsbiologie die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fächer, um drängende gesellschaftliche Fragen zu beantworten. Dazu gehören unter anderem der Verlust der Biodiversität, Nahrungssicherheit, chronische Krankheiten und Alterungsprozesse. So beschäftigt sich beispielsweise die Evolutionäre Medizin mit der Entstehung von Antibiotika-Resistenzen in pathogenen Bakterien, und evolutionsbiologische Prinzipien dienen als Grundlage für politische Entscheidungen im Umweltmanagement. Die Tagung bringt daher ein breites Feld von Experten zusammen, die alle Ebenen der biologischen Organisation und gleichzeitig alle Lebensbereiche von den Pflanzen, Tieren bis zu den Mikroben untersuchen.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um die erste ihrer Art. Sie bringt eine große Vielfalt an Evolutionsbiologen aus Museen, Universitäten und Max-Planck Instituten, die im deutschsprachigen Raum arbeiten, zusammen. Dadurch soll ein gemeinsamer Diskurs gestärkt werden und neue Forschungskooperationen und -ideen entstehen. Darüber hinaus möchten die WWU-Wissenschaftler mit der Veranstaltung erreichen, dass die Evolutionsbiologie in Deutschland allgemein und am Standort Münster insbesondere gestärkt wird. Es ist geplant das "Münster Evolution Meeting" im Zweijahresturnus weiterzuführen.

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