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Münster (upm)

Infineon-Promotionspreis für Physiker Nils Hüsken

Fachbereich Physik zeichnet innovative Arbeit zur Teilchen-Entstehung aus
Dr. Nils Hüsken<address>© privat</address>
Dr. Nils Hüsken
© privat

Dr. Nils Hüsken vom Institut für Kernphysik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhält für seine Dissertation den mit 2500 Euro dotierten Infineon-Promotionspreis 2018. Der Physiker untersuchte in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Alfons Khoukaz die Produktion bestimmter kurzlebiger, subatomarer Teilchen, der Eta- und Pi-Mesonen. Diese wurden in Teilchenkollisionen am Teilchenbeschleuniger COSY des Forschungszentrums Jülich erzeugt. Der Infineon-Promotionspreis wird jährlich vom Fachbereich Physik der WWU und der Infineon AG (Warstein) vergeben.

Während seiner Promotion war Nils Hüsken in die Planung und Durchführung des Experiments am Teilchenbeschleuniger COSY involviert und anschließend für die Auswertung der gesammelten Daten verantwortlich. Er untersuchte die Wahrscheinlichkeit, mit der Eta-Mesonen bei unterschiedlichen Energien während der Fusion von Protonen und Deuteronen (Atomkerne des „schweren Wasserstoffs“) entstehen. Dabei führte er die präzisesten Messungen durch, die in diesem Energiebereich bisher gemacht wurden. Gleichzeitig liefert seine Arbeit vollständig neue Erkenntnisse zur Produktion von Pi-Mesonen in Fusionsreaktionen, und zum ersten Mal fand Nils Hüsken Hinweise auf eine starke Verbindung dieser beiden Reaktionen. Diese neu geschaffene Datenbasis liefert theoretischen Physikern auf der ganzen Welt wichtige neue Erkenntnisse in Bezug auf eine postulierte aber bisher unbeobachtete Form von Materie, die sogenannten mesischen Atomkerne.

Die Auszeichnung wird am Freitag, 13. Juli, während der Promotionsfeier des Fachbereichs Physik überreicht. Im Rahmen dieser Promotionsfeier erhält zudem Nobelpreisträger Johannes Georg Bednorz die Ehrendoktorwürde. Beginn ist um 15 Uhr im Hörsaal HS2 im Gebäude IG I, Wilhelm-Klemm-Straße 10.

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