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Münster (upm)

Videoportal "ProVision" für die Lehrerbildung eröffnet

Fachleute treffen sich zum Auftakt an der Universität Münster / Materialien bundesweit zugänglich
Bei der Eröffnung von &quot;ProVision&quot; (v. l.): Prof. Dr. Felicitas Thiel, Prof. Dr. Gilbert Greefrath, WWU-Prorektorin Prof. Dr. Regina Jucks, Prof. Dr. Manfred Holodynski, Prof. Dr. Kornelia Möller, Prof. Dr. Elmar Souvignier und Albina Lobell (Bezirksregierung Münster)<address>© Heiner Witte/MünsterView</address>
Bei der Eröffnung von "ProVision" (v. l.): Prof. Dr. Felicitas Thiel, Prof. Dr. Gilbert Greefrath, WWU-Prorektorin Prof. Dr. Regina Jucks, Prof. Dr. Manfred Holodynski, Prof. Dr. Kornelia Möller, Prof. Dr. Elmar Souvignier und Albina Lobell (Bezirksregierung Münster)
© Heiner Witte/MünsterView

Rund 200 Expertinnen und Experten aus dem Bereich Lehrerbildung haben sich am 27. Juni bei der Tagung „Mit Videos Lehren und Lernen“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) getroffen. Anlass war die Eröffnung des neuen Videoportals „ProVision“. Dieses an der WWU entwickelte Portal ist zugänglich für Akteure aller Phasen der Lehrerbildung in der Universität, im Vorbereitungsdienst, in der Lehrerfortbildung sowie für Personen, die im pädagogischen Bereich tätig sind. Es enthält professionell aufbereitete Unterrichtsvideos aus allen Schulstufen für die Fächer Deutsch, Geographie, Mathematik, Sachunterricht und Sport sowie für die Pflegeausbildung. Dazu bietet es Begleitmaterialien an, darunter Lehr- und Schülermaterialien sowie Unterrichtsverlaufspläne. Es ist unter www.uni-muenster.de/ProVision nach Anmeldung abrufbar. Die Nutzung ist kostenfrei.

„Videobasierte Lehre ist ein wesentlicher Fortschritt in der Integration von Theorie und Unterrichtspraxis“, unterstreicht Prof. Dr. Manfred Holodynski vom WWU-Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung. Das Videoportal ist Teil des Projekts "Videobasierte Lehrmodule als Mittel der Theorie-Praxis-Integration" an der WWU, das von ihm und Prof. Dr. Kornelia Möller vom Institut für Didaktik des Sachunterrichts geleitet wird. „Die Studierenden trainieren dabei anhand der Videos, Unterricht „lesen“ und verstehen zu lernen: Was genau bringt Schülerinnen und Schülern in ihrem Lernen voran, was behindert sie, wie unterstützt die Lehrkraft die Kinder und Jugendlichen in ihrem Lernen und welche alternativen Maßnahmen gibt es? Dabei liegt der Schwerpunkt der Unterrichtsanalysen darauf, wie Lehrkräfte mit der zunehmenden Heterogenität ihrer Schülerschaft umgehen“, erklärt Kornelia Möller. Durch das Videoportal erhalten Akteure aus ganz Deutschland Zugriff auf die Videos und Begleitmaterialien, um diese in der Lehreraus- und -weiterbildung oder für ihre eigene Aus- und Weiterbildung einzusetzen.

„ProVision“ entstand im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der WWU und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Informationsverarbeitung und dem „Servicepunkt Film“ der WWU realisiert. In den kommenden Jahren wird das Portal kontinuierlich weiter ausgebaut.

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