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Münster (upm/ch)

"Royal Society of Chemistry" ehrt Prof. Dr. Frank Glorius

Chemiker der WWU erhält Auszeichnung für Leistungen auf dem Gebiet der Organischen Chemie
Prof. Dr. Frank Glorius<address>© DFG/David Ausserhofer</address>
Prof. Dr. Frank Glorius
© DFG/David Ausserhofer

Dr. Frank Glorius, Professor für Organische Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), hat eine Auszeichnung der britischen Royal Society of Chemistry erhalten. Die Gesellschaft würdigt mit dem „Merck, Sharp & Dohme Award“ seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Hydrierung aromatischer Moleküle. Bei diesem Arbeitsgebiet geht es darum, günstig und leicht verfügbare, flache Moleküle (Aromaten) in wertvolle, gesättigte und vielfältig strukturierte Moleküle umzuwandeln, die beispielsweise pharmazeutisch oder in der Agrarchemie nutzbar sind. Diese Umwandlung gilt unter Chemikern als Herausforderung. Die Arbeitsgruppe von Frank Glorius entwickelte bereits neue, bedeutsame Methoden der Hydrierung von Aromaten.

Der “Merck, Sharp & Dohme Award” wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Organischen Chemie an Forscher unter 45 Jahren vergeben und ist mit 2000 britischen Pfund dotiert (etwa 2270 Euro). Ausschlaggebend für die Auswahl der Preisträger sind unter anderem die Originalität und Bedeutsamkeit der Forschungsarbeiten, auch im Hinblick auf mögliche Anwendungen, sowie die Fähigkeit der Wissenschaftler zur Etablierung erfolgreicher Forschungskooperationen. Die Auszeichnung ist mit einer Vorlesungsreihe verbunden, die der Preisträger in Großbritannien hält.

Für den münsterschen Professor ist es eine wiederholte Auszeichnung innerhalb weniger Monate. Im Jahr 2017 erhielt er den Mukaiyama-Preis der japanischen Society of Synthetic Organic Chemistry sowie den „Arthur C. Cope Scholar Award“ der American Chemical Society. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass Frank Glorius einen „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats erhält. Neben diversen weiteren Auszeichnungen ist er Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den er 2013 erhalten hatte.

Die Royal Society of Chemistry

Die Royal Society of Chemistry ist eine wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der chemischen Forschung. Mit mehr als 54.000 Mitgliedern ist sie eine weltweit führende Chemie-Organisation, die sich die Vernetzung von Forschern auf der ganzen Welt auf die Fahnen geschrieben hat. Neben Großbritannien betreibt sie Niederlassungen in den USA, Brasilien, China, Deutschland, Indien und Japan.

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