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Münster (upm/ja)

Transparente Wege zum Kita-Platz

Wirtschaftsinformatiker erforschen kommunale Vergabepraxis / Umfrage unter Eltern
Wirtschaftsinformatiker Tobias Reischmann<address>© WWU - privat</address>
Wirtschaftsinformatiker Tobias Reischmann
© WWU - privat

Neue Wege bei der Vergabe von Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten (Kita) sind Thema eines Forschungsprojektes von Wirtschaftsinformatikern der Universität Münster und Ökonomen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim. Ziel ist es, die Platzvergabe effizienter, schneller und transparenter zu gestalten. In einem ersten Schritt werden bis Ende September Eltern in einer Online-Umfrage zu ihren Erfahrungen und Bedürfnissen befragt. Zur Umfrage: go.wwu.de/kitaumfrage.

"Je mehr Rückmeldungen wir bekommen, desto besser wird unser Verständnis darüber, was die Eltern am meisten wollen", betont Projektleiter Tobias Reischmann, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für praktische Informatik in der Wirtschaft arbeitet.

Die anonymisierten Fragebögen, deren Beantwortung etwa zehn Minuten dauere, böten die Grundlage, um einen bereits bestehenden Lösungsansatz zu überprüfen und verfeinern. "Es gibt bereits Vergabeverfahren zum Beispiel in England, welche im Schulsystem erfolgreich eingesetzt werden", sagt Tobias Reischmann. "Was wir verbessern wollen und können, ist die Struktur des Bewerbungsvorgangs."

Bei dem Vorhaben steht die Forschergruppe auch in Verbindung mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster, um weitere praktische Daten in die Forschungsarbeit mit einzubeziehen.

Ein neues Verfahren könnte den Kitas besser als derzeit helfen, ihre unterschiedlichen Kriterien für die Platzvergabe auf einfache Weise und transparent für die Eltern zu spezifizieren. Des Weiteren könnte es für die Eltern einfacher werden, ihre Präferenzen in die Vergabe einfließen zu lassen, um letztendlich den bestmöglichen Platz zu bekommen.

"Um eine effizientere Verteilung erreichen zu können, muss eine Möglichkeit gefunden werden, wie sich die Kitas bei ihren Zusagen noch besser koordinieren und wie die Präferenzen der Eltern in die Vergabe noch mehr einbezogen werden können", umschreibt der Wirtschaftsinformatiker das Ziel seiner Forschungen.

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