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Münster (upm/ja)

Weltlehrer-Preis: Dozentin der WWU schafft Sprung unter Top Ten

WWU-Lehrbeauftragte und Pädagogin Marie-Christine Ghanbari-Jahromi ist als einzige Deutsche im Finale in Dubai
Marie-Christine Ghanbari Jahromi als wissenschaftliche Begleiterin in der Titus-Dittmann-Stiftung "Skate Aid"<address>© Skate Aid</address>
Marie-Christine Ghanbari Jahromi als wissenschaftliche Begleiterin in der Titus-Dittmann-Stiftung "Skate Aid"
© Skate Aid

Die Spannung steigt: Dr. Marie-Christine Ghanbari Jahromi ist Finalistin bei der Wahl zum Weltlehrer. Die britische Stiftung "Varkey Foundation" wählte die 34-jährige Lehrbeauftragte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) als einzige Deutsche unter die Top Ten des "Global Teacher Prize". Hauptberuflich arbeitet die Pädagogin an einer Gesamtschule im münsterländischen Gescher (Kreis Borken), wo sie Mathe, Deutsch und Sport unterrichtet. Der Gewinner, der am 19. März in Dubai bekannt gegeben wird, erhält eine Million Dollar. Insgesamt hatten sich circa 20.000 Lehrer aus rund 180 Ländern beworben.

Marie-Christine Ghanbari Jahromi ist Dozentin am Institut für Sportpsychologie der WWU. "Ich fühle mich unglaublich geehrt, dass ich es unter die besten zehn geschafft habe", sagt sie und ergänzt: "Ohne meine Mentoren Maike Tietjens und Bernd Strauß wäre ich nicht dorthin gekommen." Prof. Dr. Maike Tietjens und Prof. Dr. Bernd Strauß betreuten gemeinsam die Doktorarbeit von Marie-Christine Ghanbari Jahromi an der WWU. Maike Tietjens lobt Marie-Christine Ghanbari Jahromi: "Sie verknüpft auf besondere Art und Weise universitäre und schulische Herausforderungen und verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz."

Für Marie-Christine Ghanbari Jahromi ist der Einfluss, den Schule und Unterricht auf die Gesellschaft haben, von besonderer Bedeutung. Sie möchte durch ihren Unterricht helfen, dass sich ihre Schüler zu selbstbewussten, verantwortungsvollen Menschen entwickeln. Bereits während ihres Studiums an der WWU rief die Wissenschaftlerin das viel beachtete "Sportpaten"-Projekt ins Leben: Dabei begleiten Sportstudenten jüngere Schüler, die einen besonderen Förderbedarf im Bereich Sport haben, und stärken mit positiven Erfahrungen deren Selbstwertgefühl. Für das Projekt hatte die Weltlehrer-Aspirantin den mit 5000 Euro dotierten Cusanus-Preis 2013 bekommen.

<address>© Varkey Foundation</address>
© Varkey Foundation
Auch ihre 2015 zu Ende gebrachte Dissertation mit dem Thema "Die Bedeutung der körperlich-sportlichen Aktivität für das Selbstkonzept und die körperliche Fitness Jugendlicher – Eine kulturvergleichende längsschnittliche Studie am Beispiel Nigerias und Deutschlands" brachte Marie-Christine Ghanbari Jahromi Anerkennung ein. So erhielt sie bei der internationalen "Self Conference" einen "Commended PhD Award".

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