Dombret-Preis 2016 geht an Tom Philipp Dybowski
Bundesbankvorstand, WWU-Absolvent und Preisstifter Dr. Andreas Dombret kam nach Münster zur Feierstunde: An der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) ist gestern (16. November) zum zehnten Mal der Andreas-Dombret-Promotionspreis verliehen worden. Mit der Auszeichnung wurde Dr. Tom Philipp Dybowski geehrt, der seine Dissertation aktuellen Fragen der Geld- und Fiskalpolitik in Kanada und den USA gewidmet hatte.
Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wird einmal jährlich für jene Dissertation vergeben, in der die Verbindung von theoretischem Wissen und konkretem Nutzen für die wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Praxis in herausragender Weise gelingt.
Mittels neuer Daten und Methoden zeigt Tom Dybowski in seiner mit "Summa cum laude" abgeschlossenen Arbeit, dass die Wirkung von erwarteten Steuerveränderungen in den USA über die Jahrzehnte zunahm. Zugleich haben die dortigen Haushalte heute einen höheren Grad an Voraussicht hinsichtlich zukünftiger Steuerreformen – mit weitreichenden Folgen: In Erwartung einer Umsatzsteuersenkung zur Konjunkturförderung beispielsweise schieben Bürger gewisse Anschaffungen (etwa Waschmaschinen, Fernseher, Autos) auf, um von der zukünftig geringeren Umsatzsteuer zu profitieren. Dies kann aber eine konjunkturelle Erholung hinauszögern.