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Münster (upm/al)

Große Oper im kleinen Rahmen

Sechstes Konzert der Reihe "Papier.Klänge" der ULB am 3. Mai mit Musik aus 18. Jahrhundert
Musikhandschrift (Beginn der Arie &quot;Betrübtes Herz, zerbrich&quot;)<address>© WWU - ULB</address>
Musikhandschrift (Beginn der Arie "Betrübtes Herz, zerbrich")
© WWU - ULB

Opern waren im 18. Jahrhundert vielerorts beliebt, allerdings konnte man den Klängen meist nur in den großen Opernhäusern der Metropolen und der bedeutenden Residenzstädte lauschen. In Ermangelung großer Sänger- und Instrumentalensembles wurde deshalb die Musik vieler Opern, die man oft nur vom Hörensagen kannte, für Aufführungen in ländlichen Gegenden auszugsweise abgeschrieben und für kleine Ensembles bearbeitet. So konnte man große Opern im kleinen Rahmen erleben. Am Dienstag, 3. Mai, präsentiert das sechste Konzert der Reihe "Papier.Klänge - Musikalische Kostbarkeiten aus westfälischen Sammlungen" der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) drei derartige musikalische Perlen.

Das Programm ab 18.15 Uhr in der Galerie der ULB, Krummer Timpen 3, wird von der Sopranistin Sonja Grevenbrock und dem Ensemble "con moto" gestaltet. Den Auftakt bildet – nach einer kurzen Ouvertüre des Mailänder Komponisten Antonio Brioschi – die dramatische Kantate "A quel leggiadro volto" des aus Lissabon stammenden Organisten Francisco António de Almeida, der zu den bedeutendsten portugiesischen Komponisten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zählt. Aus der 1732 entstandenen Oper Scipio africanus steht im Konzert die Arie "Betrübtes Herz, zerbrich" auf dem Programm. Den Abschluss bildet die Arie "Confusa, smarrita spiegarti vorrei" des in Neapel geborenen Komponisten Davide Perez.

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