Geschätzter Mathematiker
Dr. Helmut A. Hamm, Professor für Mathematik am Mathematischen Institut der Universität Münster, vollendet am 28. März 2009 sein 65. Lebensjahr. Am Ende des Monats tritt der seit 1976 in Münster tätige Mathematiker, der sich bei Kollegen und Studierenden besonderer Wertschätzung erfreut, in den Ruhestand.
Der gebürtige Schleswig-Holsteiner absolvierte sein Studium der Mathematik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, wo er 1969 über die Topologie isolierter Singularitäten promovierte. Zuvor war er seinem Doktorvater Prof. Brieskorn als Assistent an die Georg-August-Universität in Göttingen gefolgt. Dort habilitierte er sich 1975 mit einer Arbeit über die analytische Beschreibung der Picard- Lefschetz-Monodromie. Nach verschiedenen Gastaufenthalten in Paris (1971/72) und Moskau (1975/76) wurde er zum Wissenschaftlichen Rat und Professor an der Universität Münster ernannt. Später erfolgte ein weiterer Gastaufenthalt in Cambridge (Massachusetts; 1979/80).
In seinen zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt er sich bis zum heutigen Zeitpunkt insbesondere mit dem Wechselspiel von topologischen und geometrischen Eigenschaften analytischer Räume. Viele dieser Resultate wurden gemeinsam mit seinem langjährigen Kollegen und Freund Prof. Dr. Lê Dung Tráng erzielt.
Kollegen und Studierende schätzen Prof. Hamm nicht nur aufgrund seiner Forschung besonders, sondern auch wegen seines hohen Engagements in der akademischen Lehre. Hierzu zählt nicht zuletzt die intensive Betreuung seiner vielen Doktoranden. Auch in der akademischen Selbstverwaltung hat er vielfältige Aufgaben wahrgenommen.