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Münster (upm/nor)

Neues Aufgabengebiet für Sven Kalisch

WWU-Professor lehrt künftig "Geistesgeschichte im Vorderen Orient in nachantiker Zeit"
Prof. Kalisch wird künftig &quot;Geistesgeschichte im Vorderen Orient in nachantiker Zeit&quot; lehren.<address>© WWU-Grewer</address>
Prof. Kalisch wird künftig "Geistesgeschichte im Vorderen Orient in nachantiker Zeit" lehren.
© WWU-Grewer

Das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster hat beschlossen, Sven Kalisch, Professor für "Religion des Islam" am "Centrum für Religiöse Studien" (CRS) der WWU ein neues Aufgabengebiet zuzuweisen. Mit seinem Einverständnis und mit Zustimmung des Fachbereichs Philologie, dem Sven Kalisch zugeordnet ist, wird seine Professur in "Geistesgeschichte im Vorderen Orient in nachantiker Zeit" umbenannt.

Zum Hintergrund: Prof. Sven Kalisch, der seit Juli 2004 an der Universität Münster lehrt, hat im März 2010 das Rektorat der WWU darüber informiert, dass er sich vom islamischen Glauben abgewandt hat. Gleichzeitig bat er um eine Umwidmung seiner Professur. Das Rektorat hält Herrn Kalisch aus diesem Grund für das Fach "Religion des Islam" für nicht mehr tragbar. Diese Entscheidung traf das Rektorat in Analogie zu den Konkordatsregeln für die christlichen Kirchen. In den christlichen Theologien hatte es in der Vergangenheit ähnliche Fälle gegeben, beispielsweise nach Kirchenaustritten. Das Rektorat ist davon überzeugt, dass die künftigen Veranstaltungen von Prof. Kalisch eine sinnvolle Ergänzung zum aktuellen Lehrangebot der Fachbereiche Philologie sowie Geschichte und Philosophie mit ihren zahlreichen kleineren Fächern und interdisziplinären Studienprogrammen darstellen werden.

Sven Kalisch wird somit dem Centrum für Religiöse Studien nicht mehr angehören - seine Stelle wird das CRS allerdings behalten. Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium hat dem Antrag des Rektorats zugestimmt, die Finanzierung dieser Stelle auch in Zukunft sicherzustellen. "Jetzt besteht die Gelegenheit, das CRS so umzustrukturieren, dass unsere Chancen für die Einrichtung eines ,Instituts für islamische Studien' mit Unterstützung durch das Bundesforschungsministerium deutlich steigen. Ich bin sehr optimistisch", betont WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles.