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Münster (upm/ch)

Universität Münster begrüßt Michael Weiss

Renommierter Mathematiker tritt Humboldt-Professur an der WWU an
Prof. Dr. Michael Weiss<address>© WWU - Peter Grewer</address>
Prof. Dr. Michael Weiss
© WWU - Peter Grewer

Von einem "herausragenden Erfolg" sprach Prof. Dr. Stephan Ludwig, Prorektor für Forschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), im Oktober vergangenen Jahres. Damals hatte die Alexander-von-Humboldt-Stiftung der Bundesrepublik Deutschland eine Humboldt-Professur für den Mathematiker Prof. Dr. Michael Weiss bewilligt. Der international renommierte Mathematiker, der in den vergangenen 13 Jahren an der Universität in Aberdeen (Schottland) forschte, war von der Universität Münster vorgeschlagen worden. Michael Weiss hat nun seine Professur am Fachbereich Mathematik und Informatik angetreten.

Michael Weiss ist Experte für Topologie, einem der Geometrie verwandten Forschungsgebiet. Er ist berühmt dafür, dass er gemeinsam mit seinem dänischen Kollegen Ib Madsen die sogenannte Mumford-Vermutung bewiesen hat, ein mathematisches Problem, das zuvor mehr als 20 Jahre nicht gelöst worden war. Mit seiner Professur bewilligte die Stiftung erstmals eine Humboldt-Professur für einen Kandidaten, den die WWU nominiert hatte.

Üblicherweise tritt ein Wissenschaftler, der eine Zusage erhält, in Berufungsverhandlungen mit der Universität, die ihn nominiert hat. Entsprechend verhandelte auch Michael Weiss mit der WWU und entschied sich dafür, die Professur in Münster im April 2012 anzutreten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt dreieinhalb Millionen Euro für fünf Jahre für die Professur zur Verfügung.

Die Nominierung durch die WWU wurde federführend von Prof. Dr. Arthur Bartels vom Mathematischen Institut betrieben, selbst Experte auf dem Gebiet der Topologie. Prorektor Stephan Ludwig betont: "Mit Michael Weiss haben wir einen weiteren international führenden Mathematiker für unsere Universität gewinnen können. Wir freuen uns sehr, dass er die Humboldt-Professur hier angetreten hat." Die WWU gilt im Bereich Topologie als eine der forschungsstärksten Universitäten in Deutschland. Mit Michael Weiss soll sie in diesem Bereich nun noch weiter zur Weltspitze aufschließen.

Michael Weiss wurde am 14. Dezember 1955 in Berlin geboren. Nach seinem Studium in Tübingen und Warwick (England), wo er auch promovierte, forschte er an verschiedenen europäischen und US-amerikanischen Universitäten und Forschungsinstituten, darunter die Brown University in Providence (USA) und das Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn. Seit 1999 arbeitete er an der University of Aberdeen, seit 2003 als Professor. Er ist Träger des "Fröhlich Prize", den die Londoner Mathematische Gesellschaft für außerordentlich innovative Forschungsarbeiten vergibt.

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