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Münster (upm/nor)

Doppelter Erfolg in der Exzellenzinitiative

Positives Votum für zwei Exzellenzcluster / Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles: "Ein sehr gutes Ergebnis"
Stoßen auf den doppelten Erfolg an: Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles und Prof. Dr. Lydia Sorokin (v. l.)<address>© WWU - Tronquet</address>
Stoßen auf den doppelten Erfolg an: Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles und Prof. Dr. Lydia Sorokin (v. l.)
© WWU - Tronquet

Doppelter Erfolg für die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster in der bundesweiten Exzellenzinitiative: Der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Wissenschaftsrates und der Wissenschaftsminister des Bundes und der Länder hat heute in Bonn entschieden, zwei der drei beantragten Projekte der WWU zu fördern. Der Neuantrag für den Exzellenzcluster "Cells in Motion" (CiM) wurde ebenso positiv bewertet wie der Verlängerungsantrag für den seit 2007 bestehenden Exzellenzcluster "Religion und Politik". Dem Antrag auf Förderung der Graduiertenschule "Evolution" gaben die Gutachter dagegen nicht statt.

"Das ist ein sehr gutes Ergebnis und in erster Linie ein großartiger Erfolg für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Ideen und Konzepte damit anerkannt werden", betonte Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles. "Dass wir nunmehr einen geistes- und einen medizinisch-naturwissenschaftlichen Exzellenzcluster haben, zeigt, dass die WWU über die gesamte Universität hinweg Spitzenforschung betreibt."

Im Exzellenzcluster "Cells in Motion" beschäftigen sich die Forscherinnen und Forscher mit der Visualisierung und Steuerung von Zellverhalten in lebenden Organismen. Die Analyse dynamischer zellulärer Prozesse ("Cells in Motion") ist von höchstem wissenschaftlichen und medizinischen Interesse. Verhalten sich Zellen abnorm, sind Krankheiten die Folge. Der neue Cluster CiM basiert auf dem "Cells in Motion Interfaculty Center" (CiMIC), einem Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus der Medizin, den Naturwissenschaften und der Mathematik der WWU sowie Forschern des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster. Sprecherin des Clusters ist die Pathobiochemikerin Prof. Dr. Lydia Sorokin. Die beantragte Fördersumme bis einschließlich 2017 beläuft sich auf knapp 48 Millionen Euro.

Im 2007 gegründeten Exzellenzcluster "Religion und Politik" beschäftigen sich rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 Fächern der Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften mit dem Spannungsfeld von Religion und Politik. In der zweiten Förderphase werden sie ihre innovativen Forschungsansätze um neue Themenschwerpunkte wie dem Verhältnis von Religion und Geschlecht, Religion und Wirtschaft sowie transkulturelle Verflechtungen ergänzen. Sprecherin des Clusters ist die Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger. Das beantragte Fördervolumen liegt bei 45 Millionen Euro.

Zum Hintergrund: Im Juni 2009 hatten Bund und Länder beschlossen, die Exzellenzinitiative über das Jahr 2012 hinaus für weitere fünf Jahre mit einem Gesamtfördervolumen von 2,7 Milliarden Euro fortzusetzen. Die deutschen Universitäten stellten entsprechend zum 1. September 2011 insgesamt 143 Förderanträge für die drei Förderlinien des Programms: Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung sowie allgemeine Zukunftskonzepte der Universitäten.

Den drei Anträgen der WWU ging ein sehr intensiver Auswahlprozess voran. Aus einem universitätsweiten Ideenwettbewerb gingen schließlich 100 Skizzen hervor. Der achtköpfige Forschungsbeirat der Universität Münster und das Rektorat wählten neun vielversprechende Anträge aus - drei davon kamen in die Endausscheidung. Das Rektorat ist entschlossen, trotz der heutigen Absage auch die Ideen der Graduiertenschule "Evolution" weiter zu verfolgen. "Wir sind von der Idee überzeugt, das moderne Evolutionsdenken als einigenden theoretischen Rahmen zu nutzen, um neuartige interdisziplinäre Forschung und Lehre im produktiven Austausch aller beteiligten Disziplinen zu ermöglichen", unterstrich der WWU-Prorektor für Forschung, Prof. Dr. Stephan Ludwig.

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