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Münster (upm/bn/ch)

Klingende Preziosen

Zweites Konzert der Reihe "Papier.Klänge" in der ULB
Das Ensemble con moto: Burkard Rosenberger, Linda Leighton, Harald Schäfer, Claudia Senft (v.l.)<address>© ULB</address>
Das Ensemble con moto: Burkard Rosenberger, Linda Leighton, Harald Schäfer, Claudia Senft (v.l.)
© ULB

Nur fünfmal ist die vom Komponisten selbst gestochene Erstausgabe von 1733 der "Tafelmusik" von Georg Philipp Telemann weltweit erhalten. Die umfangreiche Sammlung von Kompositionen verschiedenster Gattungen ist für die Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts von herausragender Bedeutung. Ein Exemplar davon wird in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB) aufbewahrt. Im zweiten Konzert der Reihe "Papier.Klänge – Musikalische Kostbarkeiten aus westfälischen Sammlungen" am Donnerstag, 8. November, um 18.15 Uhr in der Galerie der ULB wird daraus die Triosonate e-Moll zu hören sein. Auf dem Programm steht außerdem eine weitere Triosonate für Oboe, Violine und Basso continuo des Komponisten Anton Wilhelm Solnitz (circa 1708 bis circa 1752/53) sowie eine Violinsonate von Johann Christoph Pepusch (1667 bis 1752). Alle drei Stücke stammen aus der Fürstlich-zu-Bentheim-Tecklenburgischen Musikbibliothek Rheda, die als Dauerleihgabe in der ULB Münster aufbewahrt wird.

Die zunächst gespielte Triosonate in G-Dur des aus Böhmen stammenden Komponisten A. W. Solnitz ist höchst selten und neben dem Exemplar aus Rheda nur noch in der Musik- und Theaterbibliothek in Stockholm nachweisbar. Aus der Sammlung von 16 Violinsonaten Opus 2 des in London zu Weltruhm gelangten Berliners Pepusch erklingt anschließend die siebte Sonate in h-Moll. Den Abschluss des Programms bildet die Triosonate e-Moll aus der "Tafelmusik" Telemanns - eine besondere Preziose in der Musiksammlung Rheda. Es spielt das Barock-Ensemble "con moto" mit Linda Leighton (Oboe), Burkard Rosenberger (Violine), Claudia Senft (Gambe) und Harald Schäfer (Cembalo). Die Musiker spielen auf Nachbauten historischer Instrumente, um dem Klangeindruck des Barock möglichst nahe zu kommen. Der Eintritt ist frei.

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