Podcast: Online-Experte fordert schärfere Regulierung der Anbieter
Mit Blick auf die zum Teil fragwürdigen und problematischen Inhalte im Internet und den Social-Media-Kanälen fordert der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Quandt von der Universität Münster, die entsprechenden Anbieter deutlich stärker als bisher in die Pflicht zu nehmen. "Natürlich kann und sollte man auch über politische Regulierungen nachdenken. Aber zuallererst sind es die Konzerne wie Meta, Alphabet und Microsoft, die ihrer Verantwortung nachkommen müssen", betont Thorsten Quandt in der aktuellen Folge des "Umdenken"-Podcasts der Universität Münster. Das Grundproblem bestehe darin, dass nur wenige Unternehmen die Kontrolle über die wichtigsten Kanäle übernommen hätten: "Der US-Unternehmer Elon Musk hat mit seiner Strategie, seine Kanäle zu werbebasierten Plattformen umzubauen und sie zudem für politische Propaganda zu nutzen, die grundsätzliche Idee von Social Media als Austausch- und Vernetzungsplattform verändert."
Thorsten Quandt gilt als einer der profiliertesten Experten auf dem Gebiet der Online-Kommunikation und den damit verbundenen Themen wie beispielsweise Desinformation, Propaganda, Populismus und Toxizität. Im Juni 2025 zeichnet der Europäische Forschungsrats (ERC) ihn mit einem mit 2,5 Millionen Euro dotierten „ERC Advanced Grant“ aus. Mit dieser Förderung wird er in den kommenden Jahren erforschen, wie bestimmte Online-Communities, die vornehmlich aus jungen Männern bestehen, zu gefährlichen Milieus werden. Im Podcast schildert er die genaue Vorgehensweise und die Zile seiner Arbeit.
Umdenken – der Podcast der Universität Münster
Im Podcast der Universität Münster kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören: https://www.uni-muenster.de/kommunikation/podcast/index.html