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Münster (upm).
Porträtfoto (Brustporträt); die Person steht im Freien, im Hintergrund sind unscharf ein Teich, Bäume und ein Teil eines roten Backsteingebäudes zu sehen<address>© Uni MS - Peter Leßmann</address>
Prof. Dr. Norbert Sachser ist Seniorprofessor an der Universität Münster. Er leitete 25 Jahre die Abteilung für Verhaltensbiologie.
© Uni MS - Peter Leßmann

Öffentlicher Vortrag über die Tierwelt am Limit

Verhaltensbiologe Norbert Sachser referiert am 9. September über die Anpassungsfähigkeit von Wild- und Haustieren

Wild- und Haustiere sehen sich im Zeitalter des Menschen, dem Anthropozän, großen Herausforderungen gegenüber. Dabei passen sie sich überraschend gut und schnell an Veränderungen ihrer Umwelt an. Doch die Anpassungsfähigkeit der Tiere hat ihre Grenzen – und diese werden immer häufiger erreicht. In einem öffentlichen Vortrag am 9. September (Mittwoch) veranschaulicht der Verhaltensbiologe und Buchautor Prof. Dr. Norbert Sachser von der Universität Münster, auf welche Herausforderungen die Tiere reagieren müssen: Der Lebensraum von Wildtieren verändert sich dramatisch, ihre Bestände schrumpfen, und Arten sterben aus. Tiere in der Landwirtschaft erfahren extreme Haltungsbedingungen und leiden. Auch Heimtiere sind häufig durch Vermenschlichung und fragwürdige Zuchtziele in ihrer Anpassungsfähigkeit überfordert. Der Vortrag beginnt um 17.30 Uhr im Fürstenberghaus, Hörsaal F1, Domplatz 20-22.

Norbert Sachser ist Seniorprofessor an der Universität Münster. Er leitete 25 Jahre die Abteilung für Verhaltensbiologie. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit dem Wohlergehen der Tiere, der Entwicklung und Evolution des Sozialverhaltens sowie der Biologie der Individualität. Er gilt als ein Wegbereiter der deutschen Verhaltensbiologie. Sein Buch „Der Mensch im Tier“ ist ein Bestseller und wurde unter anderem ins Englische und Chinesische übersetzt. In seinem Vortrag widmet er sich dem Thema seines aktuellen Buchs „Tierwelt am Limit“.

Der öffentliche Vortrag ist Teil des Programms der Deutschen Zoologischen Gesellschaft, die vom 7. bis 11. September zu ihrer Jahrestagung an der Universität Münster zusammenkommt. Dabei befassen sich Zoologinnen und Zoologen aus aller Welt mit verschiedenen Taxa, Methoden und Disziplinen und diskutieren ihre neuesten Erkenntnisse aus der zoologischen Forschung.

 

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