„TeamSpirit“ bringt die Uni Münster auf den Fußballplatz
Was passiert, wenn Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Fakultäten nicht über ihre Differenzen diskutieren, sondern gemeinsam Fußball spielen? Diese Frage steht im Zentrum von „TeamSpirit – Sportlich. Demokratisch. Interreligiös.“, einem neuen Event-Format, das am 10. Juli (Freitag) im Preußenstadion Münster stattfindet. Das Fußballturnier geht von 9 bis etwa 16 Uhr. Eine Anmeldung ist bis zum 28. Juni (Sonntag) möglich. Interessierte können sich als ganzes Team (sieben Personen), als Einzelperson zur Vermittlung oder als Gast für das Begleitprogramm anmelden.
Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Islamische Theologie) und Ole Kittner (Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation des SC Preußen Münster), an dem auch Theologe Ludger Hiepel als Beauftragter gegen Antisemitismus beteiligt ist. Ziel der im Februar unterzeichneten Partnerschaft ist es, den Dialog zwischen Sport, Religion und Gesellschaft zu fördern.
„TeamSpirit ist mehr als ein Fußballturnier“, betonen die Organisatoren. „Es ist eine Einladung, die Anonymität des Universitätsalltags zu durchbrechen. Es geht nicht um sportliche Höchstleistungen oder Tore, sondern um Fairness, Begegnung und den Abbau von Vorurteilen.“ Besonders erwünscht seien Teams, die Brücken bauen: interreligiöse Zusammensetzungen, gemischte Teams aus Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Verwaltungspersonal sowie Teams über Fakultätsgrenzen hinweg.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung ist die Integration einer Spielpause für das muslimische Freitagsgebet, da die Veranstaltung an einem Freitag stattfindet. Neben dem Turnier bietet ein Begleitprogramm Raum für Begegnung, Austausch und Gespräche – auch für Personen, die nicht aktiv am Spiel teilnehmen möchten. Die Veranstaltung „TeamSpirit“ wird jährlich stattfinden.