Stiftung fördert Lehrkräftebildung mit rund drei Millionen Euro
Erfolg für die Lehrkräftebildung: Die Hamburger Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ stellt für ein Projekt der Universität Münster zur Demokratiebildung, Nachhaltigkeit und beruflichen Orientierung rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben mit dem Titel „Durch Mitgestaltung zur Verantwortungsübernahme: Partizipation als Schlüssel zur Förderung übergreifender Kompetenzen im Lehramtsstudium“ (MIT-PART) startet im Juli und läuft über vier Jahre. „Wer Schülerinnen und Schüler zu Teilhabe, kritischem Denken und der Übernahme von Verantwortung befähigen soll, muss im Studium bestmöglich auf diese Herausforderungen vorbereitet werden“, betont die Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Münster, Prof. Dr. Ulrike Weyland, Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Münster, die den Antrag mit dem Zukunftslabor der Universität und einer breit aufgestellten Arbeitsgruppe erarbeitet hat. „Mit MIT-PART schaffen wir Formate, in denen Studierende Verantwortung nicht nur theoretisch, sondern alltagsnah erfahren.“
Die Lehramtsstudierenden sollen lernen, in den Schulen Verantwortung zu übernehmen, und diese Kompetenz an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Deshalb entwickeln sie mit ihren Dozentinnen und Dozenten der Universität, Schulen sowie Partnern aus der Praxis konkrete Unterrichts- und Schulszenarien: beispielsweise Formate zum Thema Desinformation durch künstliche Intelligenz (KI), Konfliktmoderation und Quellenkritik, digitale und KI-gestützte Lernumgebungen sowie studentisch verantwortete Foren, bei denen die Studierenden mit eigenem Budget Veranstaltungen organisieren, externe Gäste einladen und die Ergebnisse beispielsweise in Podcasts, Berichten oder Videos dokumentieren. Auch Studierende im Zwei-Fach-Bachelor, die kein Lehramt anstreben, sollen von den Angeboten profitieren.
Dabei erwerben die Studierenden allgemein wichtige Kompetenzen wie Urteils-, Konflikt- und Kooperationsfähigkeit. Darüber hinaus werden sie darin geschult, Probleme zu lösen. Als zukünftige Lehrkräfte erfahren die Studierenden außerdem, wie Mitbestimmung organisiert, kontroverse Debatten moderiert, nachhaltige Entscheidungen abgewogen und gesellschaftliche Konflikte konstruktiv bearbeitet werden – und können diese Erfahrungen später in der Schule und im Unterricht übertragen. Dese Kompetenzen sollen nicht dem Zufall oder einem „heimlichen Curriculum“ überlassen bleiben. In MIT-PART werden sie systematisch beschrieben, in Modulen verankert, in konkreten Formaten erprobt und über Prüfungsleistungen sichtbar gemacht.
Die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ unterstützt mit der Förderlinie „Die Welt ist mein Campus“ 29 Projekte mit 84 Millionen Euro – insgesamt waren 219 Projektanträge eingegangen.