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Münster (upm).
Blick auf den Laacher See in der östlichen Vulkaneifel (Panorama). Der See ist umgeben von hügeliger Landschaft mit herbstlich verfärbten Bäumen, der Himmel ist blau mit Wolken.<address>© mojolo - stock.adobe.com</address>
Der Laacher See in der östlichen Vulkaneifel ist aus dem Laacher Vulkan entstanden.
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Wie gefährlich sind die Vulkane in der Eifel?

Öffentlicher Vortrag am 4. März / Tagung der Geophysikalischen Gesellschaft offen für Schüler und Lehrkräfte

Können die Vulkane der Eifel wieder erwachen? Zur aktuellen Forschung über diese Frage spricht Prof. Dr. Torsten Dahm vom Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ) am 4. März (Mittwoch) ab 20 Uhr im H1 im Hörsaalgebäude (Schlossplatz 46). In dem öffentlichen Abendvortrag stellt er erste wissenschaftliche Ergebnisse und neue Erkenntnisse über den Aufbau und Zustand der Vulkane der Eifel vor. Der Vortrag ist Teil der Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) und richtet sich an alle Interessierten. Speziell Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte sind darüber hinaus eingeladen, die Tagung zu besuchen. Sie erhalten am Registrierungsschalter kostenfreien Zugang zum gesamten Programm. Weitere Informationen gibt es unter https://dgg2026.dgg-tagung.de/.

Im Vortrag geht es um eine wenig erforschte Form des Vulkanismus innerhalb kontinentaler Platten: verteilte Vulkanfelder. Sie zeichnen sich durch eine große Anzahl von Vulkanen und Maaren (Mulden vulkanischen Ursprungs) aus, die sich über eine Fläche von 1.000 bis 10.000 Quadratkilometern verteilen. In den meisten Fällen ist jeder dieser Vulkane nur einmal aktiv; die folgenden Eruptionen finden an einem anderen Ort statt. Um die Gefahr durch diese Art des Vulkanismus besser einschätzen zu können, führte das GFZ gemeinsam mit Universitäten und Erdbebendiensten aus Deutschland und Luxemburg ein seismologisches Großexperiment in den Vulkanfeldern der Eifel durch. Dadurch war es erstmalig möglich, hochauflösende Untergrunduntersuchungen direkt unter den Vulkanen durchzuführen. Es kamen mehr als 500 seismische Stationen in Kombination mit akustischer Sensorik entlang eines 64 Kilometer langen, ungenutzten Lichtleiterkabels zum Einsatz.

Der Kongress ist die 86. Jahrestagung der DGG. Sie findet zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder in Münster statt und bietet ein Forum für Diskussionen zu allen Themen der Geophysik. Sie richtet sich an Wissenschaftler aus Forschung, Industrie und Behörden ebenso wie an Studierende und an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die DGG vertritt die Interessen der deutschen Geophysik in nationalen wie internationalen Gremien und zeichnet regelmäßig herausragende wissenschaftliche Leistungen in diesem Fachgebiet aus.

 

 

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