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Münster (upm/jh).
Monika Heitkötter steht vor dem Eingang zum Botanicum und schaut in die Kamera. In der Hand hat sie einen Teller mit einem Mohnkuchen.<address>© Uni MS - Julia Harth</address>
Monika Heitkötter arbeitet im Bereich „Zulassung Non-EU“ im Studierendensekretariat und begleitet Bewerberinnen und Bewerber aus dem nichteuropäischen Ausland von der Bewerbung bis zur Einschreibung.
© Uni MS - Julia Harth

Auf ein Stück Mohnkuchen

… mit Monika Heitkötter, Mitarbeiterin im Studierendensekretariat für den Bereich „Zulassung Non-EU“

Ob Japan, Syrien oder Brasilien: Aus der ganzen Welt kommen junge Menschen für das Studium nach Münster. Oder anders gesagt: Sie versuchen es. Rund 1.500 Bewerbungsanträge aus dem nichteuropäischen Ausland gingen im vergangenen Wintersemester für zulassungsbeschränkte Studiengänge an der Universität ein. Monika Heitkötter hat sie alle gesichtet, gemeinsam mit ihrer Kollegin und ihrem Kollegen im „Non-EU-Bereich“ des Studierendensekretariats. „Die heiße Bewerbungsphase für den Studienbeginn im Oktober ist bei uns im Mai und im Juni“, berichtet die 49-Jährige. In dieser Zeit sei Routine und ein kühler Kopf gefragt.

Wer sich mit Monika Heitkötter über ihre Arbeit unterhält, merkt schnell, dass es ihr an Routine nicht mangelt. Liegen alle Unterlagen und Zeugnisse vor? Sind die Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland erfüllt? Können die Bewerberinnen und Bewerber die erforderlichen Deutschkenntnisse nachweisen? Auf diese Fragen kennt sie die Antwort – oder weiß, in welchen Tabellen sie danach suchen muss. „Die Vergabe der Studienplätze richtet sich nach dem deutschen Notensystem. Sehr viele Studiengänge in Münster sind deutschsprachig. Wir müssen also prüfen, ob die ausländischen Zeugnisse vergleichbar sind, ob Studienzeiten an ausländischen Hochschulen notwendig sind und ob jemand vorab noch ein Studienkolleg oder Sprachkurse besuchen muss. Die Noten der Vorbildungsnachweise müssen in das deutsche System umgerechnet werden“, erklärt sie. Zeugnisse in einer anderen Schriftsprache wie Arabisch oder Chinesisch bedürfen einer offiziellen Übersetzung.

Dabei wird nichts dem Zufall überlassen, in den Gesetzen und Vorgaben des Landes ist alles reglementiert. „Wir orientieren uns an den Vorgaben der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen, die die Bildungssysteme weltweit kennt und beispielsweise Auskünfte zu ausländischen Qualifikationen erteilt oder Zeugnisbewertungen vornimmt“, erklärt Monika Heitkötter. Nur ein kleiner Teil der Bewerberinnen und Bewerber erhalte später tatsächlich eine Zulassung. Das liege daran, dass nur wenige Plätze im Vergabeprozess für ausländische Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen. Es gibt also viel Konkurrenz um die Studienplätze – ausschlaggebend sind vor allem gute Noten.

Ihre Expertise hat sich die Diplom-Verwaltungswirtin über viele Jahre in verschiedenen Positionen angeeignet. Parallel zum Studium in Münster arbeitete sie bei einer Kommunalverwaltung und anschließend im Studierendensekretariat der Technischen Universität Dortmund. Vor 13 Jahren kehrte sie in ihre westfälische Heimat zurück – mit Stationen im Bachelor- und Masterbüro des Studierendensekretariats und der Raumplanung der Universität Münster, 2019 wechselte sie in ihren heutigen Tätigkeitsbereich. Vor drei Jahren bezog die Abteilung das neu renovierte „Botanicum – Haus des Studiums“ im Schlossgarten. Seitdem blickt Monika Heitkötter, die mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Greven wohnt, von ihrem kleinen Erdgeschoss-Büro direkt in den Botanischen Garten. An der Wand neben ihrem Schreibtisch hängen Kinderzeichnungen und Postkarten, die sie von einem Urlaub in Neuseeland mitgebracht hat.

Vielleicht auch weil ihr heute zwischen Job und Familie kaum noch Zeit für Fernreisen bleibt, schätzt sie vor allem den Kontakt zu jungen Menschen weltweit – ob per Telefon oder E-Mail. „Leider kommen zur Beratung nur noch wenige persönlich vorbei, die Bewerbung läuft komplett digital“, sagt sie. Mit den Fachbereichen, dem International Office und den Prüfungsämtern stehe sie regelmäßig im Austausch – jeder Arbeitstag sei abwechslungsreich. In ihrem kleinen Team im Studierendensekretariat ist Monika Heitkötter in erster Linie für die Lehramtsfächer und für Pharmazie zuständig, „im Grunde kann aber jeder überall einspringen“. Von der Sichtung der Unterlagen bis zur Absage oder Zulassung und schließlich der Einschreibung begleitet sie den Bewerbungsprozess der Studierenden. „Das Schönste ist, wenn man den Bewerberinnen und Bewerbern mitteilen kann, dass sie ihren Wunschstudienplatz bekommen.“

Autorin: Julia Harth

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 3, 7. Mai 2025.

Mit einem Stück Mohnkuchen im Gepäck besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für jede Ausgabe Universitätsbeschäftigte, um mit ihnen über Besonderheiten ihres Arbeitsplatzes zu sprechen.

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