
EU fördert Seraphine Wegner mit „Consolidator Grant“
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat Prof. Dr. Seraphine Wegner vom Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie der Universität Münster einen mit 2,4 Millionen Euro dotierten „ERC Consolidator Grant“ zugesprochen. Mit dieser Zuwendung unterstützt die EU das auf fünf Jahre angelegte Projekt „Lighthouse“ (auf Deutsch: „Leuchtturm“), bei dem biologische Zellen dazu gebracht werden sollen, mithilfe von Lichtsignalen miteinander zu kommunizieren.
Seraphine Wegners Forschung liegt im Bereich der synthetischen Biologie. Bei diesem Konzept geht es darum, künstliche biologische Systeme mit neuen Eigenschaften zu entwickeln. Sie können beispielsweise dazu dienen, zelluläre Funktionen zu verstehen, medizinische Wirkstoffe oder andere gewünschte Substanzen herzustellen, oder als biologische Sensoren eingesetzt werden.
Die Biochemikerin ist seit 2019 Professorin am Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie an der Medizinischen Fakultät. Im Jahr 2018 hat sie bereits einen „ERC Starting Grant“ erhalten. Sie gehört den Sonderforschungsbereichen „Dynamic Cellular Interfaces“, „inSight“ und „Intelligent Matter“ an und ist Teil des „Marie Skłodowska-Curie Doctoral Network SigSynCell“.