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Münster (upm/kk)

Funktioniert Vertrauen als Führungsprinzip?

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neues Forschungsprojekt von Organisationspsychologen der Universität Münster
Dr. Christoph Nohe und Professor Dr. Guido Hertel von der Organisations- und Wirtschaftspsychologie der WWU.<address>© OWMs</address>
Dr. Christoph Nohe und Professor Dr. Guido Hertel von der Organisations- und Wirtschaftspsychologie der WWU.
© OWMs

Ein neues Forschungsprojekt an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhält eine Förderung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen von Vertrauen als Führungsprinzip. Unter der Federführung von den beiden Organisationspsychologen Dr. Christoph Nohe und Professor Dr. Guido Hertel sollen über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren Studien sowohl im Labor als auch in realen Arbeitskontexten durchgeführt werden. Das Projekt wird mit rund 260.000 Euro gefördert und startet im Herbst dieses Jahres.

Im Zentrum des Vorhabens steht die Frage, wie sich das Vertrauen der Führungskraft auf die Motivation und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirkt. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob auch die Leistung und Gesundheit der vertrauensschenkenden Führungskraft beeinflusst werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Vertrauen als Führungsprinzip generell „lohnt“. Gleichzeitig sollen Bedingungen untersucht werden, unter denen Vertrauen gegebenenfalls nicht sinnvoll ist beziehungsweise sogar zu negativen Folgen führen kann. „Das Forschungsprojekt trägt zu einem besseren Verständnis von Führung und Vertrauen bei und liefert praktische Implikationen für Führungsstrategien auf der Basis fundierter empirischer Befunde“, erläutert Guido Hertel.

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