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Münster (upm)

Von der Pusteblume zum Autoreifen

Projekt von WWU-Pflanzenforschern ist ein Highlight der Initiative "Pflanzenbiotechnologie der Zukunft"
Löwenzahn (Taraxanum spec.)<address>© PLANT 2030</address>
Löwenzahn (Taraxanum spec.)
© PLANT 2030

Im jetzt veröffentlichten Abschlussbericht der bundesweiten Initiative „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft“ ist ein Projekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) als eines von sechs Forschungs-Highlights des Programms ausgewählt worden. Pflanzenforscher aus ganz Deutschland hatten von 2011 bis 2018 an 27 Projekten mit 125 Teilprojekten gearbeitet – gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die münstersche Forschergruppe um Prof. Dr. Dirk Prüfer untersuchte in ihrem Projekt, wie sich der Russische Löwenzahn nachhaltig nutzen lässt, um daraus Rohstoffe wie Latex oder Kautschuk zu gewinnen. Der Transfer der Forschungsergebnisse in die industrielle Anwendung hat bereits begonnen: Ende 2018 eröffnete der Reifenhersteller Continental im mecklenburg-vorpommerschen Anklam ein Forschungs- und Versuchslabor, in dem Wissenschaftler Versuche zur Weiterverarbeitung von Löwenzahn durchführen – die ersten Autoreifen aus Pusteblumen könnten in fünf Jahren im Handel sein.

Der Artikel über das Projekt ist im Projektabschlussbericht „Highlights der Angewandten Pflanzenforschung“ erschienen, herausgegeben von der "PLANT 2030"-Geschäftsstelle:

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