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Münster (upm)

Historisches zur Kaffeezeit: Der Nationalsozialismus in Westfalen nach 1945

Kontaktstelle Studium im Alter der Universität Münster lädt zu neuer Vortrags- und Diskussionsreihe ein / Erster Termin am 16. Januar
Westfälische Wilhelms-Universität Münster<address>© WWU - Lehmann</address>
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
© WWU - Lehmann

Bei Kaffee und Kuchen über Geschichte ins Gespräch kommen – darum geht es bei der Veranstaltungsreihe „Historisches zur Kaffeezeit“, zu der die Kontaktstelle Studium im Alter der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und die Stadt Münster vom 16. Januar bis zum 6. Februar jeden Mittwoch einladen. Zentrales Thema ist die „zweite Geschichte des Nationalsozialismus“ in Westfalen nach 1945. Die öffentlichen Vorträge finden von 16 bis 18 Uhr im Freiraum des Restaurants Aposto, Alter Steinweg 21, statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erteilt die Kontaktstelle Studium im Alter unter https://www.uni-muenster.de/Studium-im-Alter/ oder telefonisch unter 0251-83 21309.

In der Vortragsreihe geht es darum, wie die deutsche Gesellschaft nach dem Ende des zweiten Weltkriegs Demokratie erst lernen musste und welche Rolle die Suche nach einem angemessenen Umgang mit dem Nationalsozialismus hierbei spielte. Mehrere ältere Studierende der WWU haben diese Fragen an ausgewählten Beispielen aus ihren Heimatorten im Münsterland untersucht und stellen nun zentrale Ergebnisse ihrer Forschung vor, über die sie im Anschluss mit den Anwesenden ins Gespräch kommen möchten.

Den Auftakt am 16. Januar macht der Vortrag „Der Arztschreiber von Buchenwald und der zurückgekehrte Jude: Wie kämpften zwei Überlebende in der Bundesrepublik um Gerechtigkeit?“. Hartmut Bringmann und Peter Schäfer berichten über den jüdischen Fabrikanten Erich Haas aus Borken und den sozialdemokratischen Journalisten Walter Poller aus Hamm. Beide überlebten ihre KZ-Inhaftierung, kehrten in ihre Heimat zurück und kämpften gegen viele Widerstände für Gerechtigkeit, die Aufarbeitung des NS-Unrechts und den Aufbruch in eine demokratische Gesellschaft.

Themen der weiteren Vorträge sind die Rolle der Lokalpolitiker beim demokratischen Neuanfang (23. Januar), der Umgang verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie Veteranenverbände, Schützenvereine und Eisenbahnern mit ihrer NS-Vergangenheit (30. Januar) und die Entstehung einer Erinnerungskultur in Münster (6. Februar).

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