Archiv der Kategorie: Open Access

Verhandlungen von DEAL und Elsevier unterbrochen

„Die überhöhten Forderungen des Verlags Elsevier haben uns gezwungen, die Verhandlungen des Projekts DEAL der Allianz der Wissenschafts­organisationen mit dem Verlag zu unterbrechen.“ Das berichtete der Verhandlungsführer und Sprecher des DEAL-Lenkungsausschusses, Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, in einer Pressemitteilung der HRK vom 5. Juli 2018.

Das Projekt DEAL ist eine „Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen“, zu der auch die Universität Münster gehört, die sich seit 2016 für einen neuen Vertrag mit dem Elsevier-Verlag stark macht, um ein dauerhaftes Zugriffsrecht auf alle Elsevier-Zeitschriften inklusive einer automatischen Open-Access-Schaltung aller Publikationen und ein neues und transparentes Kostenmodell zu garantieren.

Die Universität- und Landesbibliothek Münster (ULB) meldet nun: „[D]ie DEAL-Gruppe hat die Gespräche unterbrochen. DEAL sah sich zu diesem Schritt gezwungen, da Elsevier nicht bereit sei, einen wissenschaftsadäquaten Leistungsumfang unter den Grundsätzen des Open Access anzubieten, der langfristig finanzierbar ist. Damit ist jetzt absehbar, dass Elsevier den offenen ScienceDirect-Zugang in Kürze sperren wird.“

Was sich ändert, was dies für Studierende und Wissenschaftler bedeutet, entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung der ULB.

 

Logo © Projekt DEAL c/o Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.

med – Das Magazin der Zweigbibliothek: Ausgabe 1-2018

Die erste Ausgabe des Bibliotheksmagazins 2018 ist heute mit folgenden Beiträgen erschienen:

Inhalt


Die gedruckte Ausgabe der Bibliothekszeitung med finden sie ab Ende nächster Woche in der Bibliothek. Wenn Sie ein oder mehrere Exemplare für sich oder zur Auslage haben möchten, schicken wir Ihnen diese gerne zu. Das PDF finden Sie auf unserem E-Pflichtserver.

Grafik: ZB Medizin

2018: Über 200.000 E-Book-Titel zusätzlich verfügbar

Die ULB meldete jüngst:
„In Absprache mit den Fachbereichen hat die ULB Münster für zunächst ein Jahr das vollständige E-Book-Angebot von vier namhaften Verlagen bzw. Anbietern lizenziert. Dadurch stehen mehr als 200.000 deutsche und internationale E-Book-Titel zusätzlich im Uni-Netz zur Verfügung. Nach Ablauf der Jahreslizenz [2018] werden einzelne E-Books aus diesen Sammlungen erworben und gehen dauerhaft in den Bestand der ULB Münster über. Die Einzeltitel sind in disco Katalogplus recherchierbar.“

Zur Verfügung stehen die E-Books von De Gruyter, also die vollständige E-Book-Kollektion von De Gruyter und Partnerverlagen mit mehr als 42.000 Titeln, die E-Books der Full Collection von  Cambridge University Press und Partnerverlagen mit mehr als 33.000 Titeln, sowie die vollständige E-Book-Kollektion von SAGE Knowledge mit ca. 5.000 Titeln. Außerdem das Angebot von ProQuest Academic, deren Titel einem digitalen Rechtemanagement unterliegen, so dass pro Nutzer nur eine begrenzte Zahl von Seiten kopiert oder ausgedruckt werden kann.

Auf einige der zahlreichen medizinischen Titel sei hier nur exemplarisch verwiesen:

De Gruyter Online / E-Books

Frodl, Andreas
Management in Gesundheitseinrichtungen
Praxisbeispiele und Konzepte
2017

Hrsg. v. Artner, Lucia / Atzl, Isabel / Depner, Anamaria / Heitmann-Möller, André / Kollewe, Carolin
Pflegedinge
Materialitäten in Pflege und Care (mit Fotografien von Thomas Bruns)
2017

Cambridge Core

Edited by Sheila Ryan Barnett, Sara E. Neves
Perioperative Care of the Elderly Patient
2018

Edited by Tong Joo Gan, Ashraf S. Habib
Postoperative Nausea and Vomiting
A Practical Guide
2016

SAGE Knowledge

Edited by: Clive N. Svendsen, Allison D. Ebert
Encyclopedia of Stem Cell Research
2008

Ann K. Allen
Research Skills for Medical Students
2012

Bei einem Teil der E-Books von DeGruyter und  Cambridge University Press handelt es sich um OPEN-ACCESS-Titel. Ansonsten ist die jeweilige Nutzung nur im Uni-Netz möglich.

WWU unterstützt Initiative Open Access 2020

Kurz vor Weihnachten meldete die ULB:
„„Open Access 2020“ ist eine internationale Initiative von Förder- und Forschungseinrichtungen, Hochschulorganisationen und Universitäten, die sich dafür aussprechen, das bisherige Subskriptionsmodell wissenschaftlicher Zeitschriften durch ein Open-Access-Modell zu ersetzen. Zu den Unterzeichnenden einer entsprechenden Interessensbekundung zählen auf deutscher Seite bereits die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Wissenschaftsrat, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Hochschulrektorenkonferenz sowie eine Reihe von Universitäten.
Sie bekennen sich damit zur Transformation wissenschaftlicher Zeitschriften von Subskription zu Open Access: Zu diesem Zweck werden Ressourcen, die bislang der Finanzierung von Abonnements wissenschaftlicher Zeitschriften galten, vermehrt umgelenkt in die nachhaltige Förderung von Open-Access-Publikationsmodellen.

Das Rektorat der WWU hat im Dezember 2017 die „Expression of Interest in the Large-scale Implementation of Open Access to Scholarly Journals“ unterzeichnet. Diese Unterstützung für OA2020 ergänzt die von der WWU unterzeichnete „Berliner Erklärung“ sowie die „Open Access-Resolution der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster“, die 2012 verabschiedet wurde.

Der Transformationsprozess an der WWU wird getragen vom 2011 eingeführten Open-Access-Publikationsfonds für Artikel in Open-Access-Zeitschriften, der im November 2017 auf Monographien und Sammelbände erweitert wurde.“

med – Das Magazin der Zweigbibliothek: Ausgabe 2-2017

Die zweite Ausgabe des Bibliotheksmagazins 2017 ist heute mit folgenden Beiträgen erschienen:

Inhalt


Die gedruckte Ausgabe der Bibliothekszeitung med finden sie ab Ende nächster Woche in der Bibliothek. Wenn Sie ein oder mehrere Exemplare für sich oder zur Auslage haben möchten, schicken wir Ihnen diese gerne zu. Das PDF finden Sie auf unserem E-Pflichtserver unter der URL https://epflicht.ulb.uni-muenster.de/download/pdf/467591 (PDF, 3,08MB).

Grafik: ZB Medizin

Open Access-Woche 2017

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB) beteiligt sich seit 2009 in jedem Jahr mit einem Infostand (Poster) an der International Open Access Week im Foyer der ULB am Krummen Timpen. Während der Open-Access-Woche 2017 informieren wir zu folgenden Themen.

Die ULB hat in folgendem Bericht Daten zu Münsteraner Open Access-Publikationen zusammengestellt:

Seit 2011 steht für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster ein Fonds bereit, aus dem die Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften gefördert wird. Aus Mitteln der WWU, der DFG und der Universitäts- und Landesbibliothek wurden seitdem für die Publikation von rund 360 Artikeln aus der Münsteraner Forschung rund 430.000 € ausgezahlt.

Auch an anderen Universitäten gibt es solche Fonds, um die Idee, wissenschaftliche Forschungsergebnisse für alle interessierten Leser kostenfrei verfügbar zu machen, weiter zu verbreiten.

Zur Unterstützung dieses Wandels der Publikationskultur haben die Universität Bielefeld und die Max Planck Digital Library (MPDL) das Projekt INTACT und die Initiative OpenAPC ins Leben gerufen: Über eine Plattform werden die Kosten, die bei der Zahlung von Open-Access-Veröffentlichungsgebühren (APCs) anfallen, transparent gemacht – gewissermaßen Open Data für Open Access.

Die ULB Münster beteiligt sich mit den Zahlen des WWU-Publikationsfonds an OpenAPC: Die Zahlen von 2011 bis 2016 wurden bereits gemeldet, die Zahlen für 2017 werden Anfang 2018 folgen.

Weitere Informationen zu den Fonds-Daten der WWU

Science Magazine: DEAL ist ein mutiger Schritt aus der Zeitschriftenpreiskrise


Mit „Tear down this paywall“ könnte man in Anlehnung an eine historische Äusserung des damaligen amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan während einer Rede am 12. Juni 1987 in Berlin das Projekt DEAL beschreiben: eine „Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen“, zu der auch die Universität Münster gehört, die sich seit 2016 für einen neuen Vertrag mit dem Elsevier-Verlag stark macht, um ein dauerhaftes Zugriffsrecht auf alle Elsevier-Zeitschriften inklusive einer automatischen Open-Access-Schaltung aller Publikationen und ein neues und transparentes Kostenmodell zu garantieren.

Nun ist in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Science ein lesenswerter Artikel der Autoren Gretchen Vogel und Kai Kupferschmidt erschienen, der die Hintergründe des Projektes erläutert, nicht ohne darauf zu verweisen, dass auch die AAAS (American Association for the Advancement of Science), Herausgeber von Science, vom bisherigen Abonnement-Modell profitiert hat.

Zitiert wird Andreas Degkwitz, leitender Direktor der Berliner Humboldt Universität, mit den Worten „In the end, this is about patience.“ Darum beenden die Autoren ihren Artikel treffend mit den Worten „Germany has shown before how patient it can be when dealing with a wall.“

  • Gretchen Vogel, Kai Kupferschmidt: A bold open-access push in Germany could change the future of academic publishing. Science. 23. August 2017 [online]

 

Logo © Projekt DEAL c/o Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.

5 Tipps, wie man sich Predatory Publishers schützen kann

In einem kürzlichen Artikel in „The Scientist“ Identifying Predatory Publishers: How to tell reputable journals from shady ones, geht Tracy Vence der Betrugsmasche von Fake-Verlagen auf den Grund. Diese erstellen Webseiten mit auf den ersten Blick „seriösen Zeitschriften“, die gegen Bezahlung Artikel jeder Coleur publizieren. Oft findensich dort Fake-Editorial Boards, oft wird kein Peer Review durchgeführt, oft wird versprochen, den Artikel in hochrangigen Datenbanken wie PubMed oder Web of Science zu plazieren, oft wird sogar abkassiert und noch nicht mal der Artikel publiziert.

Schlimm ist es, wenn man auf einen solchen Verlag hereingefallen ist und eine Publikationsgebühr bezahlt hat, ohne eine Leistung dafür zu erhalten. Dies ist Wissenschaftlern an der Medizinischen Fakultät bereits passiert. Unangenehm und nicht gerade karrierefördernd ist es auch, wenn man seinen Namen auf Fake-Editorial Boards findet, und ihn nicht löschen kann. Besonders nervig für Forscher an der WWU sind auch die vielen, vielen Spam Mails, die danach fragen, in den abseitigsten Journalen zu publizieren. Leider gibt es noch keine Spamabwehr des ZIV dagegen, so dass man sich mit selbstgebastelten Spamfiltern behelfen muss (wie es auch ein Wissenschaftler im Scientist-Artikel macht).

Tracy Vence beschreibt auch im Detail, wie man sich vor Predatory Publishers schützen kann:

  1. Get started early. Consider where to submit your manuscript early on.
  2. Scan the TOC. Are there any familiar names?
  3. Read the journal’s policies. All should be clearly outlined on the journal’s website.
  4. Beware of „Contact us.“ Journals that offering only a contact us form — is usually a red flag.
  5. Check DOAJ. Look to see if the publication is listed in the Directory of Open Access Journals.

Foto: Screenshot The Scientist

Berliner und baden- württembergische Universitäten kündigen Elsevier-Verträge

Im Rahmen des Projekts DEAL wird das Ziel verfolgt, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften großer Wissenschaftsverlage abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt. Durch die Effekte eines Konsortialvertrages auf Bundesebene sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft auf breiter und nachhaltiger Ebene verbessert werden. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden.

Die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité kündigten vor kurzem ihre Verträge mit Elsevier, ebenso wie alle baden-württembergischen Universitäten. Der Grund für diese drastischen Schritte war das unzureichende Angebot, das Elsevier den deutschen Wissenschaftsorganisationen vorgelegt hatte.

Zu diesem Vorgehen erklärte Prof. Dr. Ressel, Rektor der Universität Stuttgart:

„Anders als bei herkömmlichen Zeitschriften und Büchern erhalten wissenschaftliche Autoren ganz überwiegend kein Honorar von den Verlagen. Auswahl und Lektorat der Beiträge wird zumeist auch von Wissenschaftlern kostenfrei übernommen; die darin beschriebenen Forschungen sind fast ausschließlich aus Steuermitteln finanziert. Die Publikation erfolgt mittlerweile oft elektronisch und verursacht in diesem Fall keine Druckkosten. Die Gewinnmargen sind bei den Großverlagen mit bis zu 40 % außergewöhnlich hoch, die Verlagsleistung überschaubar und die Rechnung dafür übernimmt der Steuerzahler.“

Alle Pressmeldungen finden Sie im DEAL-Pressespiegel.

Grafik © Projekt DEAL

Profit vs. Wissenschaft

Unter dem Titel Is the staggeringly profitable business of scientific publishing bad for science? veröffentlichte Stephen Buranyi im Guardian vom 27.06.2017 einen recht ausführlichen Artikel über den wissenschaftlichen Publikationsboom, dessen historische Wurzeln als auch über die Entwicklung und Rückwirkungen auf das wissenschaftliche Publikationswesen. Eine Branche die wie keine andere exorbitanten Gewinnspannen aufweist.

Das Geschäftsmodell – der Kunde liefert unentgeltlich einen Artikel, der auf seine Kosten ein Peer-Review-Verfahren durchläuft  … und schlussendlich wird das Produkt dem Kunden verkauft – führte dazu, dass Bibliotheken sich als Gefangene eines Marktes wiederfinden, dessen alljährliche Preissteigerung ihrer Produkte für die Verlage ein mehr als nur lukratives Geschäft darstellen, hingegen jegliches Bibliotheksbudget auf Dauer sprengen.

Der Artikel arbeitet sich entlang der Entwicklung des Verlages Elsevier, der mit mehr als 1.000 wissenschaftliche Zeitschriften der mit Abstand größte Wissenschaftsverlag der Welt ist.

Ein Bericht des Informationswissenschaftlers Vincent Larivière (Universität von Montreal) aus dem Jahre 2015 führt aus, dass Elsevier 24% des wissenschaftlichen Zeitschriftenmarktes beherrscht. Mit Springer und John Wiley & Sons verfügen diese drei Unternehmen über die Hälfte des Marktes.

Seit Anfang des Jahrtausends haben Wissenschaftler als Alternative zum Subskriptionsmodell „open access“ favorisiert. Und trotz der Unterstützung z.B. durch die Gates Foundation erscheinen nur ein Viertel wissenschaftlicher Publikationen als frei verfügbar – Elsevier hingegen allein im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Artikel-Einreichungen erhielt, 420.000 Artikel publizierte und (nach eigenen Angaben) 14 Millionen Wissenschaftler betreute, und 800.000 Wissenschaftler ihre Zeit für Bearbeitung als auch für Peer-Reviews zur Verfügung stellten.

Die Idee, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung für jedermann frei zugänglich sein sollte, kann als Gefahr für das aktuelle System gesehen werden, welches schlicht auf der Möglichkeit der Herausgeber basiert den Zugriff auf wissenschaftliche Literatur zu beschränken.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass gegen die von der Kasachin Alexandra Elbakyan aufgesetzte Webseite, von der wissenschaftliche Arbeiten kostenlos heruntergeladen werden können, von Elsevier wg. Hacking und Urheberrechtsverletzungen in den USA eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung bei Androhung einer Strafe von 15 Millionen Dollar erwirkt wurde.

  • Stephen Buranyi: Is the staggeringly profitable business of scientific publishing bad for science? The Guardian, 27.07.2017, online

screenshot © The Guardian

German U15-Universitäten unterstützen Forderungen der Wissenschaftsorganisationen in den DEAL-Verhandlungen mit Elsevier


Der Verein German U15, die Interessenvertretung von 15 forschungsstarken und international sichtbaren, medizinführenden deutschen Universitäten, hat in einer Pressemitteilung seine Unterstützung der Forderungen der Wissenschaftsorganisationen in den DEAL-Verhandlungen mit Elsevier kundgetan.

„Der breite und nachhaltige Zugang von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu wissenschaftlicher Literatur ist eine Selbstverständlichkeit. Er darf durch die Marktmacht weniger Großverlage nicht übermäßig eingeschränkt werden“, so Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg und Vorsitzender von German U15.

Weiter wird ausgeführt: „In den letzten dreißig Jahren sind die Preise für wissenschaftliche Zeitschriften signifikant schneller gestiegen als der allgemeine Konsumentenpreisindex westlicher Industrienationen. Gleichzeitig gehen deutlich über die Hälfte der Ausgaben deutscher Universitätsbibliotheken für Zeitschriften (print und online) an drei Großverlage. Vor diesem Hintergrund verfolgen die Wissenschaftsorganisationen in den Verhandlungen mit Elsevier die folgenden Ziele:

  • Teilnehmereinrichtungen: alle zur Teilnahme an Allianz- und Nationallizenzen berechtigten Einrichtungen in Deutschland.
  • Die DEAL-Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) von Elsevier.
  • Alle Publikationen von Autoren aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.“

 

Grafik © German U15

 

Initiative OpenAPC mit Münsteraner Beteiligung

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster steht seit 2011 ein Fonds bereit, aus dem die Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften gefördert wird. Aus Mitteln der WWU, der DFG und der Universitätsbibliothek wurden seitdem für die Publikation von 325 Artikeln aus der Münsteraner Forschung rund 380.000 € ausgezahlt.

Die Universität Bielefeld und die Max Planck Digital Library (MPDL) haben das Projekt INTACT und die Initiative OpenAPC ins Leben gerufen: Über eine Plattform werden die Kosten, die bei der Zahlung von Open-Access-Veröffentlichungsgebühren (APCs) der Universitäten, die solche Fonds anbieten, transparent und vergleichbar gemacht – Open Data für Open Access.

Die ULB Münster beteiligt sich mit den Zahlen des WWU-Publikationsfonds an OpenAPC.

Zur Originalmeldung der ULB.