Herzlich Willkommen, liebes Urbani- und Lundeen-Semester, liebe Studierende der Hebammenwissenschaft!

Wir sind die Medizin-Bibliothek der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB)!

Wir freuen uns, Sie beim Start Ihres Studiums unterstützen zu können. Die Medizin-Bibliothek bietet Ihnen eine umfangreiche Sammlung an Fachliteratur und zahlreiche digitale Ressourcen. Um Ihre Recherche zu erleichtern und Ihnen den bestmöglichen Zugang zu unseren Angeboten zu ermöglichen, beachten Sie bitte folgende Informationen:

Benutzernummer aktivieren

Auf der Rückseite Ihrer Studierendenkarte finden Sie Ihre persönliche ULB-Benutzernummer, sowohl im Klartext als auch als Barcode. Sie aktivieren die Bibliotheksfunktion der Karte ganz einfach über die Online-Aktivierung: Loggen Sie sich mit Ihrer Uni-Kennung ein und geben Sie Ihre ULB-Benutzernummer ein. Nach dem Absenden der Daten ist Ihre Karte automatisch für die ULB aktiviert und Sie können unsere Ressourcen nutzen.

Wichtige Informationen zur Uni-Kennung

Ihre Uni-Kennung ist Ihr Schlüssel zu Ihrem Bibliothekskonto. Sie benötigen diese Kennung für Bestellungen im KatalogPlus oder für Verlängerungen Ihrer Ausleihen.

Kontakt und Ansprechpersonen

Bei Fragen zur Nutzung der Medizin-Bibliothek steht Ihnen das Team der Medizin-Bibliothek gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns per E-Mail unter info.medibib@uni-muenster.de oder telefonisch unter +49 (0)251 83-58561 oder persönlich an der Leihstelle: Montag – Freitag von 8-16 Uhr (weitere Öffnungszeiten in dieser Übersicht).
Wichtige Informationen für Sie als Erstsemester finden Sie hier.

Wir wünschen Ihnen einen guten Studienbeginn!

Kohorten-Paten

Carlo Urbani (1956-2003)

Carlo Urbani war ein italienischer Arzt und hat die hoch ansteckende Krankheit SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) erkannt und klassifiziert.

Er forschte über Malaria und medizinische Parasitologie und galt als Experte für Parasitäre Krankheiten bei Schulkindern. Zudem war er engagiert bei der italienischen Abteilung der Ärzte ohne Grenzen, deren Präsident er einige Jahre später wurde. Er war eines der Mitglieder, die 1999 den Friedensnobelpreis im Namen der Organisation entgegennahmen.

Urbani behandelte 2003 einen amerikanischen Geschäftsmann, der an einer schweren vermeintlichen Grippe erkrankt war. Urbani erkannte eine neue und hoch ansteckende Krankheit, informierte umgehend die WHO, und gilt daher als der wahrscheinlich erste, der die Atemwegserkrankung schweres akutes Atemwegssyndrom (SARS) erkannte und klassifizierte. Im März erkrankte Urbani selbst an SARS und starb kurze Zeit später an den Folgen der Infektion.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Urbani 

Harry C. Lundeen (1924-2009)

Harry C. Lundeen war Professor für Zahnmedizin an mehreren amerikanischen Universitäten (University of Florida, University of Oregon, University of Kentucky). Lundeen ist international bekannt für seine Forschung über die Funktion der Zähne beim Kauen und Sprechen.

Er hielt Vorträge in den gesamten USA, in Europa, Südamerika und Japan und veröffentlichte über 50 Publikationen. Zu den neuesten gehörten „How People Use Their Teeth“ und ein Text-/DVD-Werk mit dem Titel „The Function of Teeth“ im Jahr 2005.

Ding des Monats: iPad – Medizinwissen, das in deine Tasche passt

Seit dem 17. August 2010 leiht die Medizin-Bibliothek (damals noch Zweigbibliothek Medizin iPads aus!

Folgender Text wurde damals auf unserer Webseite veröffentlicht:

„Tablet-PCs eignen sich hervorragend für die Informationsversorgung in Forschung, Lehre und Krankenversorgung, konnten sich bisher aber nie richtig durchsetzen. Seitdem der iPad von Apple verfügbar ist, scheint sich dies geändert zu haben. Diese Hightech-Flunder schickt sich an, die „Wissensmaschine der Zukunft“ zu werden“…

Die Ausleihe hat sich seitdem sehr geändert: während in den Anfangszeiten die Anzahl der iPads nur ausreichte, um Studierenden der Humanmedizin die Vorklinik zu erleichtern (in einigen Semestern musste sogar gelost werden!), ist die Anzahl mittlerweile ausreichend, um die Ausleihe für Studierende der Humanmedizin über das Physikum hinaus in die Klinik zu verlängern. Studierende der Zahnmedizin bekommen dann ein Gerät über die Zahnklinik. Seit 2022 können auch die Studierenden der Hebammenwissenschaft ein Gerät ausleihen.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Für eine Ausleih-Anfrage schreiben Sie bitte eine E-Mail an tablet.medibib@uni-muenster.de und senden Sie Ihre aktuelle Immatrikulationsbescheinigung mit.

Teilen Sie auch Ihren Kohorten-Namen mit. Studierende der Hebammenwissenschaft nennen bitte das Jahr des Studienbeginns. Die Leih-iPads können semesterübergreifend ausgeliehen werden.

Die Ausleihe eines iPads kann für Studierende der Human- und Zahnmedizin und Hebammenwissenschaft angeboten werden, die kein eigenes Tablet besitzen.

Informationen zu den von uns zur Verfügung gestellten Lizenzen und Apps finden Sie in unserem Wiki unter „Tablet-Ausleihe und Lizenzen“.

Die passenden Apple Pencils zur jeweiligen iPad-Generation haben wir in der Kurzausleihe der Bibliothek der Dinge. Bitte beachten Sie hierbei, dass die Ausleihe eines Apple Pencils unabhängig von der Ausleihe eines iPads erfolgt und zum Austesten gedacht ist. Ein Pencil hat daher üblicherweise eine Ausleihfrist von 14 Tagen (+ Möglichkeit der Verlängerung).

Am Samstag, 03.10., dem Tag der Deutschen Einheit, ist die Medizin-Bibliothek geschlossen

Bitte denken Sie daran, dass die Medizin-Bibliothek, weitere Dezentrale Bibliotheken, als auch die Zentralbibliothek am Samstag, dem 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) geschlossen bleiben.

Ab Sonntag gelten wieder die aktuellen Öffnungszeiten.

Das „Paper of the Month“ 08/2026 geht an: Mathis Richter und Oliver Söhnlein aus dem Institut für Experimentelle Pathologie

Für den Monat August 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

 

Mathis Richter und Prof. Oliver Söhnlein aus dem Institut für Experimentelle Pathologie:

Depth of neutrophil mobilization stratifies survival in ST-elevation myocardial infarction.
Richter, M; von Göwels, J; (…); Soehnlein, O
AUG 2026 | NAT CARDIOVASC RES 5(8), 693-704. [Volltext]

Neutrophile galten lange als einheitliche Population endgültig ausdifferenzierter Zellen. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass sie funktionell heterogen und bei Entzündungsreaktionen schnell mobilisierbar sind. Ob bei akuten kardiovaskulären Ereignissen wie dem ST-Hebungsinfarkt unterschiedliche Reifungsstadien der Neutrophilen mobilisiert werden und ob dies mit dem Krankheitsverlauf zusammenhängt, war bislang kaum untersucht.
Wir zeigen, dass unreife Neutrophile, darunter CD16low/CD10neg-Präneutrophile (preNeus) – die letzte mitotische Vorläuferzelle der Neutrophilen – bei Patientinnen und Patienten mit ST-Hebungsinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall ins Blut mobilisiert werden, wobei die Reaktion beim Herzinfarkt am stärksten ausgeprägt war. Diese Mobilisierung geht mit einem koordinierten Zytokinmuster im Plasma einher. PreNeus lassen sich im Klinikalltag als unreife Granulozyten im Rahmen des Routine-Blutbilds nachweisen und sagten die 30-Tage-Mortalität in zwei unabhängigen Kohorten besser vorher als etablierte Biomarker. Auch nach Berücksichtigung bekannter Risikofaktoren blieb dieser Zusammenhang mit dem Überleben bestehen.
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein einfacher, routinemäßig verfügbarer Blutparameter helfen könnte, Hochrisikopatienten mit ST-Hebungsinfarkt bereits bei Krankenhausaufnahme zu identifizieren und so frühere, gezieltere klinische Entscheidungen zu unterstützen.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

echopilot – Guter Start, sichere Landung.

echopilot ist eine Lern- und Nachschlage-App für den Einstieg in die Echokardiographie.

Die App zeigt für jeden der Standardblicke, wo die Schnittebene im Brustkorb liegt, wie der Schallkopf dafür steht und was im Bild zu sehen sein wird. Dabei helfen Texte, 3D-Animationen und markierte Videoloops. Für die Auswertung stehen Normwerte und Definitionen, Flowcharts sowie eine Datenbank mit Herzklappenprothesen zur Verfügung.

 

Entstanden ist die App aus den Erfahrungen im Echokardiographielabor des UKM: Prof. Dr. Stefan Orwat und Dr. Robert Radke arbeiten hier regelmäßig ihre Weiterbildungsassistent*innen, aber auch externe Kolleg*innen in die Echokardiographie ein. Genauso finden hier die Echokurse für die Studierenden statt.

echopilot ist kostenlos, es ist keine Registrierung notwendig. Die App ist für iPhones und iPads und kann auch im App Store gefunden werden: https://echopilot.app

Text, Grafik © Dr. Robert Radke

Ding des Monats: ScanTent – Scannen mit dem Smartphone

Mitschriften, Artikel oder Abbildungen digitalisieren – dafür braucht es nicht immer einen großen Scanner. Mit dem ScanTent wird das eigene Smartphone zu einem mobilen Dokumentenscanner.

Das ScanTent ist ein leichtes Zelt, das speziell für das Fotografieren und Digitalisieren von Dokumenten entwickelt wurde. Das Smartphone wird dabei oben auf einer Halterung befestigt und nimmt das darunterliegende Dokument auf. Eine integrierte LED-Beleuchtung und der spezielle Fotostoff sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung und reduzieren störende Schatten.

Besonders praktisch:

  • funktioniert mit jedem Smartphone,
  • verfügt über eine integrierte LED-Beleuchtung,
  • eignet sich für Dokumente bis A3 und etwas größer.

Über die kostenfreie Android-App DocScan können die Digitalisate auf Wunsch direkt mit Transkribus verbunden werden, einer Plattform zur automatisierten Handschriftenerkennung.

Das ScanTent steht im Foyer der Medizin-Bibliothek und kann kostenfrei und ohne Anmeldung während der gesamten Öffnungszeiten für die Digitalisierung von Dokumenten genutzt werden.

Weitere Informationen zum ScanTent: Website von Transkribus.

 

Alternative für Studierende und Uni-Angehörige: Scan2Mail und Scan2Stick

Wer lieber den Kopierer der Medizin-Bibliothek nutzen möchte, kann dort ebenfalls kostenlos scannen. Mit Scan2Mail lassen sich Dokumente direkt an die eigene Uni-Mailadresse senden. Mit Scan2Stick können die Scans auf USB-Sticks oder SD-Karten gespeichert werden.

Ab 8.9.: Neue Version der Platzreservierung

Im vergangenen Jahr haben Sie uns in einer Nutzer­befragung Anregungen zur Verbesserung der Platz­reservierung mitgeteilt. Eine Reihe dieser Anregungen haben wir nun umgesetzt. Insbesondere haben wir eine größere Flexibilität beim Buchen von Plätzen eingebaut: Die starren Zeit­slots werden von einer flexiblen Buchungs­möglichkeit im Stunden­takt abgelöst.

Am Dienstag, 8. September 2026 werden wir die Platz­reservierung auf diese neue Version umstellen. An diesem Tag wird deshalb die Platz­reservierung für einige Stunden nicht verfügbar sein. Bereits vor der Umstellung getätigte Reservierungen werden in das neue System übernommen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an platzreservierung.ulb@uni-muenster.de.

Das „Paper of the Month“ 7/2026 geht an: Christiane Engelbertz aus der Kardiologie I und Jeanette Köppe aus dem IBKF

Für den Monat Juli 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

Dr. Christiane Engelbertz aus der Klinik für Kardiologie I und Dr. Jeanette Köppe aus dem Institut für Biometrie und Klinische Forschung:

Direct Oral Anticoagulants Versus Phenprocoumon: Mortality, Thromboembolism and Major Hemorrhage. A Systematic Review and Meta-Analysis of Routine Data Studies
Engelbertz, C; Reinecke, H; Köppe, J
Jul 2026 | Dtsch Arztebl Int. 23(14): 377-384. [Volltext]

Patienten mit Vorhofflimmern erhalten zur Prophylaxe von thromboembolischen Ereignissen eine Antikoagulation. Hierfür werden vorwiegend die nicht-Vitamin K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAK) eingesetzt, die in den Zulassungsstudien im Vergleich zu dem Vitamin K-Antagonisten (VKA) Warfarin besser abschnitten. Die Wirksamkeit und Sicherheit der NOAK im Vergleich zu dem in Deutschland eingesetzten VKA Phenprocoumon wurde nicht untersucht.
Sieben Real-World-Studien (Daten von deutschen Krankenkassen) mit insgesamt über 1,8 Millionen Patientinnen und Patienten, die bei Einschluss antikoagulations-naive waren, wurden in der Meta-Analyse zusammengefasst. Die Patientinnen und Patienten erhielten entweder eines der vier NOAK oder Phenprocoumon. Die Endpunkte Gesamtmortalität, thromboembolische Ereignisse sowie schwere Blutungen wurden für alle NOAK zusammen sowie für die einzelnen NOAK (Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban) gegenüber Phenprocoumon analysiert. Es zeigte sich ein signifikant höheres Risiko für Gesamtmortalität sowie für thromboembolische Ereignisse für die gepoolte Analyse für alle NOAK im Vergleich zu Phenprocoumon sowie ein Trend für fast alle individuellen NOAK, jedoch ein geringeres Risiko für schwere Blutungen.
Die Studie unterstreicht, dass der bevorzugte Einsatz von NOAK gegenüber Phenprocoumon kritisch hinterfragt werden sollte. Während das reduzierte Risiko für schwere Blutungen einen klinisch-relevanten Vorteil darstellt, muss dieser Nutzen sorgfältig gegen das erhöhte Mortalitätsrisiko und das erhöhte thromboembolische Risiko abgewogen werden.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Ding des Monats: das Kehlkopf-Modell – das Multitalent in unserem Hals

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie wir sprechen und singen können oder warum wir uns verschlucken? Die Antwort liegt im Kehlkopf (Larynx). Dieses komplexe Organ aus Knorpeln, Muskeln und Bändern ist die biologische Schnittstelle zwischen Atmung und Sprache.

Der Kehlkopf erfüllt lebenswichtige Funktionen: Er dient als Deckel (Kehldeckel = Epiglottis), der die Luftröhre beim Schlucken verschließt, damit Nahrung nicht in die Luftröhre gelangt. Außerdem ist er das Zentrum der Stimmbildung: durch die Schwingung der dort liegenden Stimmlippen entstehen Töne, die wir zusätzlich mit Mund und Zunge modulieren können. Weiterhin ist er Teil der oberen Atemwege und verbindet Rachenraum mit Luftröhre.*

Da der Kehlkopf verborgen im Hals liegt, ist er von außen kaum im Detail zu erfassen. Genau hier setzt unser Modell an! Es zeigt die anatomischen Strukturen in natürlicher Größe und lässt sich 2-teilig öffnen, um den inneren Aufbau sichtbar zu machen:

  • Zungenbein,
  • Knorpel,
  • Bänder,
  • Muskeln,
  • Gefäße,
  • Nerven und
  • Schilddrüse

Die Beschreibung der Strukturen liegt auf Deutsch und Englisch vor. Das mehrfarbige Modell ist aus Kunststoff und vom Sockel trennbar.

 

Interesse geweckt?

Das Kehlkopf-Modell kann gegen Pfand an der Leihstelle ausgeliehen und in den Räumen der Medizin-Bibliothek genutzt werden.

Weitere Gegenstände finden sich auf unserer Webseite unter „Ausleihe“ und dann „Bibliothek der Dinge“.

 

*Quelle: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-der-kehlkopf.html

Ding des Monats: Gehirnmodell zur Ausleihe im Haus

Das menschliche Gehirn ist das komplexeste Organ im menschlichen Körper und das Zentrum unseres Nervensystems. Es ist verantwortlich für unsere Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und all unsere Handlungen.

Die Länge aller Nervenbahnen des Gehirns eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 5,8 Millionen Kilometer, das entspricht dem 145-fachen Erdumfang. Das menschliche Gehirn wiegt durchschnittlich etwa 1,3 bis 1,4 Kilogramm. Es enthält etwa 86 Milliarden Neuronen und eine ähnliche Anzahl von Gliazellen (Stützzellen).
Obwohl das Gehirn nur etwa 2 % des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es etwa 20 % der Körperenergie!

In der Medizin-Bibliothek ist ein Gehirnmodell zur Ausleihe (im Haus) verfügbar. Eine tolle Möglichkeit, dieses faszinierende Organ näher zu betrachten!
Es handelt sich hierbei um einen anatomischen Abguss mit realistischen Proportionen und einem Medianschnitt. Die linke Gehirnhälfte kann in 4 Teile auseinandergenommen werden:

  • Frontal- und Parietallappen
  • Temporal- und Okzipitallappen
  • Hirnstamm
  • Kleinhirn

Es kann gegen Pfand an der Leihstelle der Bibliothek ausgeliehen werden.

Eine Übersicht der Dinge, die Gegenstände im Haus/ innerhalb/ in Präsenz finden Sie an der Leihstelle, weitere Dinge zum Ausleihen außer Haus finden Sie auf unserer „Bibliothek der Dinge“-Seite.

 

 

Das „Paper of the Month“ 06/2026 geht an: Michael Oertel und Hans Theodor Eich aus der Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie

Für den Monat Juni 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

Priv.-Doz. Dr. Michael Oertel und Prof. Hans Theodor Eich aus der Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie

Radiotherapy for indolent primary cutaneous B-cell lymphoma: an international multicenter ILROG analysis
Oertel, M; Dabaja, B; (…); Eich, HT
JUN 2026 | BLOOD 147(25): 3051-3060. [Volltext]

Die Strahlentherapie ist eine etablierte Behandlungsform für niedrigmaligne primär kutane B-Zell-Lymphome. Die Empfehlungen zu ihrer Anwendung variieren international, was die vorgestellte Analyse initiierte. Das Hauptziel bestand darin, den Stellenwert der Strahlentherapie bei Patienten mit diesen Lymphomen in einer großen multizentrischen Analyse zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf Niedrigdosiskonzepte.
Es wurden 535 Patienten in die Studie eingeschlossen, die an 22 internationalen Zentren innerhalb der International Lymphoma Radiation Oncology Group (ILROG) behandelt wurden. Hierbei zeigte sich die eingesetzte Strahlendosis als signifikanter Prädiktor der lokalen Kontrolle ohne Einfluss auf das Gesamtüberleben. Auch hatte die verwendete Strahlendosis keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamt- und Komplettansprechraten. Schon eine Niedrigdosisbestrahlung von nur zwei Sitzungen (4 Gray) war mit einer Ansprechrate von 90 Prozent verbunden, mit einem kompletten Ansprechen bei 84 Prozent der Patienten. Die beobachteten Nebenwirkungen der Therapie waren meist geringgradig und auf die Haut limitiert (v.a. vorübergehende Hautrötung).
Diese Analyse umfasst die größte Patientenserie mit primärem kutanem B-Zell-Lymphom im Frühstadium, die mittels Strahlentherapie behandelt wurden. Sie unterstreicht das Potenzial der Radiotherapie hinsichtlich einer langfristigen Tumorkontrolle. Auch Niedrigdosiskonzepte bieten eine hohe Ansprechrate.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Impact-Faktoren für 2025 verfügbar

Die Impact Faktoren für 2025 sind ab sofort auch über die Suchmaske auf der Website der Medizin-Bibliothek erreichbar. Wie gewohnt, ist auch eine Suche nach Fachgebieten möglich. Im Normalfall werden die Impact Faktoren jedes Jahr im Juli für das Vorjahr aktualisiert. Sie sind nur im Hochschulnetz zugänglich.

Die aktuellsten Daten sind beim Anbieter Clarivate direkt unter https://jcr.clarivate.com/jcr/browse-journals verfügbar.

Foto: © JJ’Studio / fotolia.com