Autorenarchiv: Hatzfeld

Am Samstag, 03.10., dem Tag der Deutschen Einheit, ist die Medizin-Bibliothek geschlossen

Bitte denken Sie daran, dass die Medizin-Bibliothek, weitere Dezentrale Bibliotheken, als auch die Zentralbibliothek am Samstag, dem 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) geschlossen bleiben.

Ab Sonntag gelten wieder die aktuellen Öffnungszeiten.

Das „Paper of the Month“ 08/2026 geht an: Mathis Richter und Oliver Söhnlein aus dem Institut für Experimentelle Pathologie

Für den Monat August 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

 

Mathis Richter und Prof. Oliver Söhnlein aus dem Institut für Experimentelle Pathologie:

Depth of neutrophil mobilization stratifies survival in ST-elevation myocardial infarction.
Richter, M; von Göwels, J; (…); Soehnlein, O
AUG 2026 | NAT CARDIOVASC RES 5(8), 693-704. [Volltext]

Neutrophile galten lange als einheitliche Population endgültig ausdifferenzierter Zellen. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass sie funktionell heterogen und bei Entzündungsreaktionen schnell mobilisierbar sind. Ob bei akuten kardiovaskulären Ereignissen wie dem ST-Hebungsinfarkt unterschiedliche Reifungsstadien der Neutrophilen mobilisiert werden und ob dies mit dem Krankheitsverlauf zusammenhängt, war bislang kaum untersucht.
Wir zeigen, dass unreife Neutrophile, darunter CD16low/CD10neg-Präneutrophile (preNeus) – die letzte mitotische Vorläuferzelle der Neutrophilen – bei Patientinnen und Patienten mit ST-Hebungsinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall ins Blut mobilisiert werden, wobei die Reaktion beim Herzinfarkt am stärksten ausgeprägt war. Diese Mobilisierung geht mit einem koordinierten Zytokinmuster im Plasma einher. PreNeus lassen sich im Klinikalltag als unreife Granulozyten im Rahmen des Routine-Blutbilds nachweisen und sagten die 30-Tage-Mortalität in zwei unabhängigen Kohorten besser vorher als etablierte Biomarker. Auch nach Berücksichtigung bekannter Risikofaktoren blieb dieser Zusammenhang mit dem Überleben bestehen.
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein einfacher, routinemäßig verfügbarer Blutparameter helfen könnte, Hochrisikopatienten mit ST-Hebungsinfarkt bereits bei Krankenhausaufnahme zu identifizieren und so frühere, gezieltere klinische Entscheidungen zu unterstützen.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

echopilot – Guter Start, sichere Landung.

echopilot ist eine Lern- und Nachschlage-App für den Einstieg in die Echokardiographie.

Die App zeigt für jeden der Standardblicke, wo die Schnittebene im Brustkorb liegt, wie der Schallkopf dafür steht und was im Bild zu sehen sein wird. Dabei helfen Texte, 3D-Animationen und markierte Videoloops. Für die Auswertung stehen Normwerte und Definitionen, Flowcharts sowie eine Datenbank mit Herzklappenprothesen zur Verfügung.

 

Entstanden ist die App aus den Erfahrungen im Echokardiographielabor des UKM: Prof. Dr. Stefan Orwat und Dr. Robert Radke arbeiten hier regelmäßig ihre Weiterbildungsassistent*innen, aber auch externe Kolleg*innen in die Echokardiographie ein. Genauso finden hier die Echokurse für die Studierenden statt.

echopilot ist kostenlos, es ist keine Registrierung notwendig. Die App ist für iPhones und iPads und kann auch im App Store gefunden werden: https://echopilot.app

Text, Grafik © Dr. Robert Radke

Ding des Monats: ScanTent – Scannen mit dem Smartphone

Mitschriften, Artikel oder Abbildungen digitalisieren – dafür braucht es nicht immer einen großen Scanner. Mit dem ScanTent wird das eigene Smartphone zu einem mobilen Dokumentenscanner.

Das ScanTent ist ein leichtes Zelt, das speziell für das Fotografieren und Digitalisieren von Dokumenten entwickelt wurde. Das Smartphone wird dabei oben auf einer Halterung befestigt und nimmt das darunterliegende Dokument auf. Eine integrierte LED-Beleuchtung und der spezielle Fotostoff sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung und reduzieren störende Schatten.

Besonders praktisch:

  • funktioniert mit jedem Smartphone,
  • verfügt über eine integrierte LED-Beleuchtung,
  • eignet sich für Dokumente bis A3 und etwas größer.

Über die kostenfreie Android-App DocScan können die Digitalisate auf Wunsch direkt mit Transkribus verbunden werden, einer Plattform zur automatisierten Handschriftenerkennung.

Das ScanTent steht im Foyer der Medizin-Bibliothek und kann kostenfrei und ohne Anmeldung während der gesamten Öffnungszeiten für die Digitalisierung von Dokumenten genutzt werden.

Weitere Informationen zum ScanTent: Website von Transkribus.

 

Alternative für Studierende und Uni-Angehörige: Scan2Mail und Scan2Stick

Wer lieber den Kopierer der Medizin-Bibliothek nutzen möchte, kann dort ebenfalls kostenlos scannen. Mit Scan2Mail lassen sich Dokumente direkt an die eigene Uni-Mailadresse senden. Mit Scan2Stick können die Scans auf USB-Sticks oder SD-Karten gespeichert werden.

Ab 8.9.: Neue Version der Platzreservierung

Im vergangenen Jahr haben Sie uns in einer Nutzer­befragung Anregungen zur Verbesserung der Platz­reservierung mitgeteilt. Eine Reihe dieser Anregungen haben wir nun umgesetzt. Insbesondere haben wir eine größere Flexibilität beim Buchen von Plätzen eingebaut: Die starren Zeit­slots werden von einer flexiblen Buchungs­möglichkeit im Stunden­takt abgelöst.

Am Dienstag, 8. September 2026 werden wir die Platz­reservierung auf diese neue Version umstellen. An diesem Tag wird deshalb die Platz­reservierung für einige Stunden nicht verfügbar sein. Bereits vor der Umstellung getätigte Reservierungen werden in das neue System übernommen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an platzreservierung.ulb@uni-muenster.de.

Das „Paper of the Month“ 7/2026 geht an: Christiane Engelbertz aus der Kardiologie I und Jeanette Köppe aus dem IBKF

Für den Monat Juli 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

Dr. Christiane Engelbertz aus der Klinik für Kardiologie I und Dr. Jeanette Köppe aus dem Institut für Biometrie und Klinische Forschung:

Direct Oral Anticoagulants Versus Phenprocoumon: Mortality, Thromboembolism and Major Hemorrhage. A Systematic Review and Meta-Analysis of Routine Data Studies
Engelbertz, C; Reinecke, H; Köppe, J
Jul 2026 | Dtsch Arztebl Int. 23(14): 377-384. [Volltext]

Patienten mit Vorhofflimmern erhalten zur Prophylaxe von thromboembolischen Ereignissen eine Antikoagulation. Hierfür werden vorwiegend die nicht-Vitamin K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAK) eingesetzt, die in den Zulassungsstudien im Vergleich zu dem Vitamin K-Antagonisten (VKA) Warfarin besser abschnitten. Die Wirksamkeit und Sicherheit der NOAK im Vergleich zu dem in Deutschland eingesetzten VKA Phenprocoumon wurde nicht untersucht.
Sieben Real-World-Studien (Daten von deutschen Krankenkassen) mit insgesamt über 1,8 Millionen Patientinnen und Patienten, die bei Einschluss antikoagulations-naive waren, wurden in der Meta-Analyse zusammengefasst. Die Patientinnen und Patienten erhielten entweder eines der vier NOAK oder Phenprocoumon. Die Endpunkte Gesamtmortalität, thromboembolische Ereignisse sowie schwere Blutungen wurden für alle NOAK zusammen sowie für die einzelnen NOAK (Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban) gegenüber Phenprocoumon analysiert. Es zeigte sich ein signifikant höheres Risiko für Gesamtmortalität sowie für thromboembolische Ereignisse für die gepoolte Analyse für alle NOAK im Vergleich zu Phenprocoumon sowie ein Trend für fast alle individuellen NOAK, jedoch ein geringeres Risiko für schwere Blutungen.
Die Studie unterstreicht, dass der bevorzugte Einsatz von NOAK gegenüber Phenprocoumon kritisch hinterfragt werden sollte. Während das reduzierte Risiko für schwere Blutungen einen klinisch-relevanten Vorteil darstellt, muss dieser Nutzen sorgfältig gegen das erhöhte Mortalitätsrisiko und das erhöhte thromboembolische Risiko abgewogen werden.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Ding des Monats: das Kehlkopf-Modell – das Multitalent in unserem Hals

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie wir sprechen und singen können oder warum wir uns verschlucken? Die Antwort liegt im Kehlkopf (Larynx). Dieses komplexe Organ aus Knorpeln, Muskeln und Bändern ist die biologische Schnittstelle zwischen Atmung und Sprache.

Der Kehlkopf erfüllt lebenswichtige Funktionen: Er dient als Deckel (Kehldeckel = Epiglottis), der die Luftröhre beim Schlucken verschließt, damit Nahrung nicht in die Luftröhre gelangt. Außerdem ist er das Zentrum der Stimmbildung: durch die Schwingung der dort liegenden Stimmlippen entstehen Töne, die wir zusätzlich mit Mund und Zunge modulieren können. Weiterhin ist er Teil der oberen Atemwege und verbindet Rachenraum mit Luftröhre.*

Da der Kehlkopf verborgen im Hals liegt, ist er von außen kaum im Detail zu erfassen. Genau hier setzt unser Modell an! Es zeigt die anatomischen Strukturen in natürlicher Größe und lässt sich 2-teilig öffnen, um den inneren Aufbau sichtbar zu machen:

  • Zungenbein,
  • Knorpel,
  • Bänder,
  • Muskeln,
  • Gefäße,
  • Nerven und
  • Schilddrüse

Die Beschreibung der Strukturen liegt auf Deutsch und Englisch vor. Das mehrfarbige Modell ist aus Kunststoff und vom Sockel trennbar.

 

Interesse geweckt?

Das Kehlkopf-Modell kann gegen Pfand an der Leihstelle ausgeliehen und in den Räumen der Medizin-Bibliothek genutzt werden.

Weitere Gegenstände finden sich auf unserer Webseite unter „Ausleihe“ und dann „Bibliothek der Dinge“.

 

*Quelle: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-der-kehlkopf.html

Ding des Monats: Gehirnmodell zur Ausleihe im Haus

Das menschliche Gehirn ist das komplexeste Organ im menschlichen Körper und das Zentrum unseres Nervensystems. Es ist verantwortlich für unsere Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und all unsere Handlungen.

Die Länge aller Nervenbahnen des Gehirns eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 5,8 Millionen Kilometer, das entspricht dem 145-fachen Erdumfang. Das menschliche Gehirn wiegt durchschnittlich etwa 1,3 bis 1,4 Kilogramm. Es enthält etwa 86 Milliarden Neuronen und eine ähnliche Anzahl von Gliazellen (Stützzellen).
Obwohl das Gehirn nur etwa 2 % des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es etwa 20 % der Körperenergie!

In der Medizin-Bibliothek ist ein Gehirnmodell zur Ausleihe (im Haus) verfügbar. Eine tolle Möglichkeit, dieses faszinierende Organ näher zu betrachten!
Es handelt sich hierbei um einen anatomischen Abguss mit realistischen Proportionen und einem Medianschnitt. Die linke Gehirnhälfte kann in 4 Teile auseinandergenommen werden:

  • Frontal- und Parietallappen
  • Temporal- und Okzipitallappen
  • Hirnstamm
  • Kleinhirn

Es kann gegen Pfand an der Leihstelle der Bibliothek ausgeliehen werden.

Eine Übersicht der Dinge, die Gegenstände im Haus/ innerhalb/ in Präsenz finden Sie an der Leihstelle, weitere Dinge zum Ausleihen außer Haus finden Sie auf unserer „Bibliothek der Dinge“-Seite.

 

 

Das „Paper of the Month“ 06/2026 geht an: Michael Oertel und Hans Theodor Eich aus der Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie

Für den Monat Juni 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

Priv.-Doz. Dr. Michael Oertel und Prof. Hans Theodor Eich aus der Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie

Radiotherapy for indolent primary cutaneous B-cell lymphoma: an international multicenter ILROG analysis
Oertel, M; Dabaja, B; (…); Eich, HT
JUN 2026 | BLOOD 147(25): 3051-3060. [Volltext]

Die Strahlentherapie ist eine etablierte Behandlungsform für niedrigmaligne primär kutane B-Zell-Lymphome. Die Empfehlungen zu ihrer Anwendung variieren international, was die vorgestellte Analyse initiierte. Das Hauptziel bestand darin, den Stellenwert der Strahlentherapie bei Patienten mit diesen Lymphomen in einer großen multizentrischen Analyse zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf Niedrigdosiskonzepte.
Es wurden 535 Patienten in die Studie eingeschlossen, die an 22 internationalen Zentren innerhalb der International Lymphoma Radiation Oncology Group (ILROG) behandelt wurden. Hierbei zeigte sich die eingesetzte Strahlendosis als signifikanter Prädiktor der lokalen Kontrolle ohne Einfluss auf das Gesamtüberleben. Auch hatte die verwendete Strahlendosis keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamt- und Komplettansprechraten. Schon eine Niedrigdosisbestrahlung von nur zwei Sitzungen (4 Gray) war mit einer Ansprechrate von 90 Prozent verbunden, mit einem kompletten Ansprechen bei 84 Prozent der Patienten. Die beobachteten Nebenwirkungen der Therapie waren meist geringgradig und auf die Haut limitiert (v.a. vorübergehende Hautrötung).
Diese Analyse umfasst die größte Patientenserie mit primärem kutanem B-Zell-Lymphom im Frühstadium, die mittels Strahlentherapie behandelt wurden. Sie unterstreicht das Potenzial der Radiotherapie hinsichtlich einer langfristigen Tumorkontrolle. Auch Niedrigdosiskonzepte bieten eine hohe Ansprechrate.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Ding des Monats: die Stimmgabel – die optimale Ergänzung zum Reflexhammer

Für die präzise Diagnostik gibt es bereits den Reflexhammer in unserer Bibliothek der Dinge. Neu im Angebot: Die Stimmgabel nach Rydel-Seiffer zur Ergänzung der Untersuchungen um die Sensorik- und Audiometrie-Prüfung.

Die Stimmgabel besitzt verstellbare und abnehmbare Dämpfer (C128 Hz / C64 Hz), die eine Skaleneinteilung zwischen 0-8 anzeigen. Ebenso wie die Dämpfer kann der Fuß der Stimmgabel abgenommen werden.

Einsatzgebiete:

  • in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde: Typischerweise wird die Stimmgabel zur Ergänzung eines Hörtests angewendet. Mit ihr lassen sich mühelos einseitige Hörschäden nachweisen bspw. anhand des Weber-Tests oder Rinne-Tests.
  • in der Neurologie: Die Stimmgabel dient bei der Untersuchung der zu behandelnden Person zur Feststellung des Vibrationsempfindens (Pallästhesie). Hierzu wird die Stimmgabel in Schwingung versetzt und an Knochenvorsprünge wie bspw. Großzeh-Grundgelenk oder Knöchel angelegt.

 

So funktioniert die Ausleihe:

Einfach innerhalb der Servicezeiten (Mo – Fr: 08:00 – 16:00 Uhr) an der Leihstelle melden. Die Ausleihe ist für zwei Wochen möglich, kann jedoch meist noch verlängert werden.

Weitere Gegenstände finden sich auf unserer Webseite unter „Ausleihe“ und dann „Bibliothek der Dinge“.

„Ding des Monats“: der Reflexhammer – klopfen, testen, punktieren

Die nächste Prüfung steht vor der Tür und ihre praktische Erfahrung in neurologischen Untersuchungen ist schon länger her?  Über unsere Bibliothek der Dinge leihen Sie sich das Diagnose-Equipment einfach kostenlos aus.

Der Reflexhammer nach Trömner von KaWe gilt als Standard im Klinikalltag. Mit seinem Gewicht von ca. 200 Gramm liegt er gut in der Hand. Da erledigt die Schwerkraft das präzise Auslösen der Reflexe fast von allein.

Das versteckte Highlight: Der Hammer ist dreiteilig!

Dieser Hammer kann viel mehr als nur Reflexe der Sehnen zu testen! Er verbirgt ein cleveres 3-in-1-System für eine umfassende neurologische Statuserhebung:

  • Der Hammerkopf: Löst präzise Reflexe der Sehnen der Streck- oder Beugemuskulatur aus.
  • Der integrierte Pinsel: Perfekt für die feine Prüfung der Oberflächensensibilität/ Hautreflexe (Berührungsempfinden).
  • Die versteckte Nadel: Unverzichtbar für den Test des Schmerzempfindens, je nachdem ob die spitze oder weniger spitze Seite der Nadel aufgesetzt wird.

 

Also warum kaufen, wenn Sie leihen können?

Melden Sie sich einfach an der Leihstelle, leihen Sie den Gegenstand aus, testen Sie ihn an ihren Kommiliton*innen.

Die Ausleihe ist für zwei Wochen möglich, kann jedoch meist noch verlängert werden. Der Gegenstand steht exklusiv Ihnen als Angehörige der Medizinischen Fakultät zur Verfügung.

Weitere Gegenstände finden Sie auf der Webseite unter „Ausleihe“ und dann „Bibliothek der Dinge“.

Ergänzen Sie Ihre Untersuchung mit der Ausleihe einer Stimmgabel.

„Ding des Monats“: unsere Skelette zur Ausleihe im Haus!

Wusstet ihr, dass wir mehr als nur Bücher beherbergen? Im Herzen unserer Bibliothek, der Leihstelle, warten auf euch stille Lehrmeister – unsere Skelette! Und nicht nur irgendwelche Skelette, sondern eine kleine Familie mit spannenden Namen und Hintergründen.

Die Skelette sind ideal, um den Aufbau des menschlichen Körpers zu studieren und die
Anatomie zu verinnerlichen.

Neben den beiden kleinen Skeletten Josepha und Rahel, die perfekt für den ersten Blick aufs menschliche Skelett sind, haben wir nämlich ganze sechs lebensgroße Modelle zur Ausleihe! Alle Modelle sind anatomisch korrekt.

Die Skelette sind sowohl in farbig als auch in weiß ausleihbar und jedes von ihnen trägt eine kleine Beschreibung, die die Knochen und Muskelansätze auflisten (lateinisch).

 

Wie leiht ihr euch ein Skelett aus?

Sprecht einfach unsere freundlichen Mitarbeitenden an der Leihstelle an! Das Skelett kann gegen Pfand ausgeliehen und in den Räumen der Medizin-Bibliothek genutzt werden.

Jedes Skelett trägt den Namen einer inspirierenden Person, die die Medizin nachhaltig geprägt hat:

  • Albert Schweitzer: Arzt und Friedensnobelpreisträger, dessen Engagement für die Menschen in Afrika uns bis heute inspiriert.
  • Dorothea Erxleben: Eine Pionierin! Sie war die erste promovierte Medizinerin in Deutschland und kämpfte für die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium.
  • Gerhard Domagk: Der Nobelpreisträger, der mit der Entwicklung von Sulfonamiden einen Durchbruch bei der Behandlung bakterieller Infektionen erzielte.
  • Hermine Heusler-Edenhuizen: Sie war die erste offiziell ernannte Frauenärztin Deutschlands – eine Wegbereiterin für viele nachfolgende Generationen.
  • Josepha von Siebold: Eine bedeutende deutsche Geburtshelferin, die als erste Frau eine Ehrendoktorwürde erhielt und sich für die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Frauen einsetzte.
  • Lucy: Die älteste bekannte Vertreterin der Gattung „Australopithecus afarensis“, deren Entdeckung 1974 unser Verständnis der menschlichen Evolution revolutionierte.
  • Rahel Hirsch: Eine bahnbrechende Forscherin und die erste Medizinerin mit dem Titel „Professor“ in Deutschland.
  • Rosalind Franklin: Eine britische Biochemikerin, deren Beiträge zur Entdeckung der Struktur der DNA entscheidend waren.