Archiv des Autors: Unkenholz

Der Aufzug ist repariert: Zugang zum Kellergeschoss wieder möglich

Der Aufzug in der Medizin-Bibliothek ist repariert, der barrierefreie Zugang zum Ober- und Kellergeschoss ist wieder möglich.

Damit kann im Kellergeschoss wieder im Monographien-Bestand gestöbert werden. Die Bücher müssen nicht mehr bestellt werden.

Außerdem ist die aktive Erholungspause mit einer Runde Tischtennis oder Kickern zurück! Schläger und Bälle gibt es an der Leihstelle gegen Pfand.

Lernen, Reden, Pause: Wie und wo in der Medizin-Bibliothek

Überblick

Lernen und Reden

  • An den Einzelarbeitsplätzen wird konzentriert gelernt. Hier bitte kein Dauerflüstern.
  • Für Gespräche gehen Sie in das Bistro oder die Gruppenarbeitsräume.
  • Die Ruhezone beginnt bereits am Gebäudeeingang, nicht erst an der Glastür vor der Lehrbuchsammlung.

Essen

  • Essen bitte nicht an den Arbeitsplätzen. Dies gilt auch für Kleinigkeiten wie Müsliriegel, Süßes oder Obst.

Trinken

  • Getränke nur in verschließbaren Behältern; keine Dosen oder Einweg-Kaffeebecher.


Konzentriert lernen – auf den Wegen flüstern

Die Arbeitsplätze in der Medizin-Bibliothek sind generell Einzelarbeitsplätze, an denen konzentriert gelernt wird.

In den Gruppenarbeitsräumen und im Bistro kann sich ausgiebig über Lernstoff, die Vorlesung oder das Mensa-Essen ausgetauscht werden. Aber bitte erst dort.

Bereits auf dem Weg zu den Arbeitsplätzen sollte geflüstert werden. Meist befindet sich ein Arbeitsplatz nur wenige Meter entfernt von den Laufwegen. Der Ruhebereich beginnt bereits am Gebäudeeingang, nicht erst an der Glastür vor der Lehrbuchsammlung.

Essen nur im Bistro

Essen ist an den Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen nicht erlaubt. Dies gilt auch für Snacks wie Müsliriegel, Süßes oder Obst. Im Bistro darf neben den Lernmaterialien gerne genascht werden.

Trinken aus verschließbaren Behältern

Trinken ist an den Plätzen möglich, allerdings nur, wenn das Behältnis wieder fest geschlossen werden kann. Aus Dosen oder Einweg-Kaffeebechern darf nur im Bistro oder außerhalb der Bibliothek getrunken werden.

Das „Paper of the Month“ 05/2026 geht an: Carlos Silvestre Roig und Oliver Söhnlein aus der Experimentellen Pathologie

Für den Monat Mai 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

Carlos Silvestre Roig und Oliver Söhnlein und Oliver Söhnlein aus dem Institut für Experimentelle Pathologie, ZMBE

Divergent granulopoiesis at extramedullary sites safeguards antibacterial host defense.
Silvestre-Roig, C; Chevre R; (…) Soehnlein O.
Apr 2026 | Sci Immunol 11(118)1 [Volltext]

Bei anhaltender Entzündung kann die Milz die Granulopoese des Knochenmarks unterstützen. Bisher war ungeklärt, ob die extramedulläre Granulopoese in der Milz lediglich die Zahl der Neutrophilen erhöht oder ob das splenische Mikromilieu Neutrophile mit spezifischen funktionellen Eigenschaften hervorbringt.

Diese Studie zeigt, dass hämatopoetischer Stress in der Milz einen eigenständigen und beschleunigten Differenzierungsweg für Neutrophile aktiviert. Diese Zellen erscheinen unreif und gelangen vorzeitig in die Blutbahn, bleiben jedoch funktionell kompetent. Splenische Neutrophile tragen epigenetische und transkriptionelle Merkmale einer zellulären Prägung, zeigen verstärkte antimikrobielle Effektorfunktionen und sind erforderlich, um eine bakterielle Invasion in einem Blaseninfektionsmodell zu kontrollieren. Als zentraler Mechanismus wurde die Typ-I-Interferon-Signalgebung in der Milz identifiziert, die diese Neutrophilen für die antibakterielle Wirtsabwehr prägt.

Diese Befunde zeigen, dass die Milz bei extramedullärer Hämatopoese nicht nur Neutrophilenzahlen erhöht, sondern spezialisierte antimikrobielle Funktionen prägt. Dies eröffnet Ansätze, Neutrophilenfunktionen bei Infektion, chronischer Entzündung und Immundysfunktion zu modulieren.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Aufzug wird ab dem 10.06. repariert

Ab dem 10. Juni wird der Aufzug in der Medizin-Bibliothek repariert. Dies wird leider nicht geräuschlos passieren. Für ca. 2-3 Wochen wird es durch die Reparaturen immer mal wieder laut in der Bibliothek werden.

Aber: Nach Abschluss der Arbeiten kann der Aufzug wieder genutzt werden, um in den Keller (Tischtennis!) oder barrierefrei in das 1. OG zu fahren.

Für die kommende Lärmbelästigung bitten wir um Ihr Verständnis.

Grafik: OpenMoji, CC BY-SA 4.0

Das „Paper of the Month“ 04/2026 geht an: Sara Reinartz Groba aus der Med B sowie Mathis Richter, Dennis Schwarz und Oliver Söhnlein aus der Experimentellen Pathologie

Für den Monat April 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an:

Sara Reinartz Groba aus der Medizinischen Klinik B sowie Mathis Richter, Dennis Schwarz und Oliver Söhnlein aus dem Institut für Experimentelle Pathologie, ZMBE

Tryptophan depletion generates hyper-reactive portal neutrophils in alcoholic liver disease.
Reinartz Groba S, Richter M; Schwarz, D (…) Soehnlein O.
Apr 2026 | Gut 11 [Volltext]

Die Darm-Leber-Achse ist ein zentraler Modulator der alkoholassoziierten Lebererkrankung (ALD), wobei metabolischer Crosstalk und mikrobielle Metabolite lebereigene Immunzellen beeinflussen. In der ALD sind Neutrophile zentrale Mediatoren von Entzündung und Gewebeschädigung im Leberparenchym. Bislang ist jedoch wenig darüber bekannt, wie das portale Mikromilieu die Aktivierung von Neutrophilen vor ihrem Eintritt in die Lebersinusoide beeinflusst.

Mithilfe gepaarter portalvenöser und systemischer Blutproben von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener chronischer Lebererkrankung identifizierte die Studie eine distinkte Population hyperaktivierter Neutrophiler, die vorwiegend in der portalvenösen Zirkulation von Betroffenen mit ALD vorkam. Metabolomische Analysen zeigten eine Depletion von Tryptophan im Pfortaderblut als zentralen Treiber dieses Phänotyps. In-vitro führte eine Supplementierung mit Tryptophan zu einer Reduktion der Neutrophilenaktivierung, metabolischer Stressantworten sowie der ROS-Produktion über einen IDO/AhR-abhängigen Signalweg. Die Studie beschreibt damit einen immunmetabolischen Mechanismus, der darmabgeleitete Metabolite mit neutrophilenvermittelter Leberschädigung verbindet.

Die Arbeit etabliert den portalvenösen Tryptophanstoffwechsel als neuartiges therapeutisches Ziel in der ALD und unterstreicht die immunmetabolische Regulation von Neutrophilen entlang der Darm-Leber-Achse. Diese Erkenntnisse könnten zukünftige Studien zu mikrobiom- oder metabolitbasierten Interventionen zur Begrenzung von Leberschäden lenken.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Das „Paper of the Month“ (03/2026) geht an: Dominik Koesling und Claudia Bozzaro aus dem Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

Für den Monat März 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Dominik Koesling und Prof. Claudia Bozzaro aus dem Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin: Chronic pain and unrecognized grief: epistemic barriers to personal and social recognition . Med Health Care and Philos 29, 371–382 (2026): [Volltext]

Betroffene von chronischen Schmerzen erleben im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung vielfältige Verlusterfahrungen – vom Arbeitsplatz über soziale Beziehungen bis hin zu Lebensplänen. Die mit derartigen Verlusterfahrungen einhergehende Trauer wird in der Behandlung chronischer Schmerzpatientinnen und -patienten bislang nur unzureichend berücksichtigt.

Gegenstand der Untersuchung ist die komplexe Verbindung von Trauerprozessen und chronischen Schmerzen. In der Analyse wurden vier epistemische Barrieren identifiziert, welche das Erkennen von Trauer bei chronischen Schmerzen behindern. Einige dieser Barrieren betreffen gängige Annahmen darüber, was typische Fälle von Trauer und Schmerz sind. Die getroffenen Annahmen erweisen sich als einseitig und unterschätzen die Komplexität dieser Erfahrungen. Darüber hinaus bestehen weitere Barrieren aufgrund falscher Vorstellungen über die zeitlichen Verläufe von Trauer und chronischen Schmerzen. Zudem ist die fehlerhafte Einordnung von Trauer bei chronischen Schmerzen als Depression zu nennen.

Um die Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen zu verbessern, kann es hilfreich sein, ihre Trauer anzuerkennen und als solche zu adressieren. Aus diesem Grund wird empfohlen, chronisch Schmerzkranken angemessene psychologische Unterstützung anzubieten, die auch auf ihre Trauerbedürfnisse ausgerichtet ist.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Herzlich willkommen, liebes Taussig- und Kells-Semester!

Herzlich willkommen in der Medizin-Bibliothek der Universitäts- und Landesbibliothek Münster!

Wir freuen uns, Sie beim Start Ihres Studiums unterstützen zu können. Die Medizin-Bibliothek bietet Ihnen eine umfangreiche Sammlung an Fachliteratur und zahlreiche digitale Ressourcen. Um Ihre Recherche zu erleichtern und Ihnen den bestmöglichen Zugang zu unseren Angeboten zu ermöglichen, beachten Sie bitte folgende Informationen:

Benutzernummer aktivieren

Auf der Rückseite Ihrer Studierendenkarte finden Sie Ihre persönliche ULB-Benutzernummer, sowohl im Klartext als auch als Barcode. Sie aktivieren Ihre die Bibliotheksfunktion der Karte ganz einfach über die Online-Aktivierung: Loggen Sie sich mit Ihrer Uni-Kennung ein und geben Sie Ihre ULB-Benutzernummer ein. Nach dem Absenden der Daten ist Ihre Karte automatisch für die ULB aktiviert und Sie können unsere Ressourcen nutzen.

Wichtige Informationen zur Uni-Kennung

Ihre Uni-Kennung ist Ihr Schlüssel zu Ihrem Bibliothekskonto. Sie benötigen diese Kennung für Bestellungen in KatalogPlus oder Verlängerungen Ihrer Ausleihen.

Kontakt und Ansprechpartner

Bei Fragen zur Nutzung der Medizin-Bibliothek stehen Ihnen das Team der Medizin-Bibliothek gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter info.medibib@uni-muenster.de oder 0251 83-58561, oder persönlich an der Leihstelle Montag – Freitag von 8-16 Uhr (weitere Öffungszeiten in dieser Übersicht).

Wir wünschen Ihnen einen guten Studienbeginn!

Kohorten-Paten

Helen Brooke Taussig (1898–1986)

Helen Brooke Taussig war eine US-amerikanische Kardiologin, die als Begründerin der pädiatrischen Kardiologie (Kinderherzheilkunde) gilt. Trotz erheblicher persönlicher Hürden, denn sie war legasthenisch und wurde im Laufe ihres Lebens nahezu taub, machte sie eine herausragende medizinische Karriere. Ihre bedeutendste Leistung war die Entwicklung des Konzepts für die sogenannte Blalock-Taussig-Operation zusammen mit dem Chirurgen Alfred Blalock, ein lebensrettender Eingriff für Säuglinge mit angeborenen Herzfehlern, die unter Sauerstoffmangel litten und als „Blue Babies“ bezeichnet wurden. In den 1960er Jahren spielte sie zudem eine wichtige Rolle bei der Warnung vor den Gefahren des Medikaments Thalidomid (Contergan) und trug dazu bei, dessen Zulassung in den USA zu verhindern. Für ihre Verdienste erhielt sie 1964 die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

Charles Edmund Kells Jr. (1856–1928)

Charles Edmund Kells Jr. war ein US-amerikanischer Zahnarzt aus New Orleans, der als einer der bedeutendsten Pioniere der modernen Zahnmedizin gilt. Er war 1896 einer der ersten, der Röntgenstrahlen in der Zahnheilkunde einsetzte, und fertigte eine der ersten dentalen Röntgenaufnahmen an. Darüber hinaus führte er zahlreiche weitere Innovationen ein, darunter den Einsatz von Zahnarzthelferinnen, elektrische Absauggeräte und andere technische Neuerungen in der Zahnarztpraxis. Durch seine jahrelange, ungeschützte Arbeit mit Röntgenstrahlen erlitt er schwere Strahlenschäden, die zum Verlust mehrerer Finger und schließlich beider Hände führten. Aufgrund seiner zunehmenden Leiden nahm er sich 1928 das Leben.

Das „Paper of the Month“ 02/2026 geht an: Frank Erhard Uschner und Jonel Trebicka von der Medizinischen Klinik B

Für den Monat Febraur 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Frank Erhard Uschner und Jonel Trebicka von der Medizinischen Klinik B: Safety, pharmacokinetics, and preliminary efficacy of VS-01, an intraperitoneal liposomal infusion, in patients with decompensated liver cirrhosis, ascites, and covert hepatic encephalopathy: a phase 1b, first-in-human, open-label, non-randomised, single ascending and multiple dose study . Apr 2026 | Lancet Gastroenterology & Hepatology 11(4):299-313: [Volltext]

Komplikationen der Leberzirrhose können zu einem akut-auf-chronischen Leberversagen (ACLF) führen, das mit einer hohen Mortalität einhergeht. Bislang existieren keine zugelassenen Therapien, die das ACLF ursächlich behandeln. Die einzige kurative Option für betroffene Patienten ist – insbesondere vor dem Hintergrund des bestehenden Organmangels – die Lebertransplantation.

Diese Phase 1b-First-in-Human-Studie zeigt, dass die intraperitoneale Anwendung von VS-01 bei Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose, Aszites und coverter hepatischer Enzephalopathie sicher und gut verträglich ist. Zudem ist dies die erste Studie, in der eine intraperitoneale Arzneimittelapplikation bei Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose untersucht wurde. Unsere Daten bestätigen, dass intraperitoneal verabreichte Liposomen die Ammoniak-Clearance (zur Therapie der hepatischen Enzephalopathie) verbessern und Blutmetabolite, die mit dem ACLF assoziiert sind, reduzieren können.

Diese Studie liefert eine Grundlage für die weitere Untersuchung Liposomen-basierter Therapien zur intraperitonealen Anwendung in kritisch kranken Patienten mit Leberzirrhose und akut-auf-chronischem Leberversagen.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Das „Paper of the Month“ (01/2026) geht an: André Schreiber und Stephan Ludwig aus dem Institut für Virologie

Für den Monat Januar 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Dr. André Schreiber und Prof. Stephan Ludwig aus dem Institut für Virologie: Inhibitors of cellular RSK isoforms exhibit anti-SARS-CoV-2 activity, enhance efficacy of direct-acting antivirals, and suppress emergence of resistance . Jan 2026 | DRUG RESISTANCE UPDATE Epub 85:101357: [Volltext]

Die Kinase RSK wird durch die zelluläre Raf/MEK/ERK Kinase-Kaskade aktiviert, welche eine entscheidende Rolle bei der Internalisierung von SARS-CoV-2-Erregern in Wirtszellen spielt. Die Hemmung der zentralen Kinase MEK1/2 führte zu einer Verringerung der Infektionsrate und zeigte synergistische Effekte in Kombination mit direkt wirkenden antiviralen Medikamenten. Zudem war die Ausprägung von viralen Resistenzen stark verringert.

Die Studie zeigt, dass die RSK Isoformen RSK1 und RSK3 die SARS-CoV-2 Replikation fördern, während Isoform RSK2 antiviral wirkt. RSK-Inhibitoren wie BI-D1870 und BRD 7389 reduzieren die Virusreplikation in Zellen bereits als Monotherapie und entfalten starke Synergien in Kombination mit den direkt wirkenden antiviralen Wirkstoffen Remdesivir (RDV) und Nirmatrelvir (NTV). Langzeitbehandlungen mit RSK-Inhibitoren führten im Gegensatz zu RDV und NTV zu keiner Resistenzselektion. Die Kombination BRD 7389/NTV senkte ebenfalls das Resistenzrisiko. Zudem konnten RDV- oder NTV-resistente Varianten durch synergistische Kombinationen aus RSK-Inhibitoren und DAAs erneut wirksam gehemmt und bestehende Resistenzen überwunden werden.

Die Studie zeigt erstmals, dass synergistische Kombinationen aus virusgerichteten und zellulären Inhibitoren sowohl das Risiko der Resistenzselektion senken als auch die Wirksamkeit antiviraler Therapien gegen resistente Varianten verbessern – ein wichtiger Schritt hin zu neuen Behandlungsansätzen.

Förderung:
Die vorliegende Publikation wurde unter anderem durch das Förderinstrument IMF der Medizinischen Fakultät Münster (Projekte: I-SC122105, I- SC212302, Projektleiter: André Schreiber) finanziell gefördert. Details zu weiteren, externen Förderern sind in der Publikation aufgeführt.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Campuslizenz für Citavi läuft am 31.12.26 aus

Aufgrund deutlich gestiegener Kosten für die Campuslizenz und der angespannten finanziellen Lage der Universität Münster wird die Citavi-Campuslizenz nicht verlängert.
Ab dem 1.1.2027 können Sie das Literaturverwaltungsprogramm Citavi nicht mehr kostenfrei über die Campuslizenz der Universität Münster nutzen. Bitte sichern Sie Ihre Citavi-Projekte rechtzeitig vor dem Jahresende, da diese nach Auslaufen der Lizenz nicht mehr zugänglich sein werden.
Bestehende Citavi-Projekte können in ein anderes Literaturverwaltungsprogramm übertragen werden. Mit Zotero steht Ihnen ein kostenloses OpenSource-Literaturverwaltungsprogramm mit ähnlichem Funktionsumfang zur Verfügung. Wir empfehlen, noch vor Ablauf der Citavi-Lizenz zu prüfen, ob die Daten korrekt übertragen wurden oder Nacharbeiten notwendig sind. Wir beraten Sie gerne beim Umstieg von Citavi auf Zotero.

Citavi
Zotero
Beratung zum Umstieg von Citavi auf Zotero
Literaturverwaltungsprogramme

Abbildung: Lumivero

Das „Paper of the Month“ (12/2025) geht an: Philipp Backhaus, Michael Schäfers und Konstantin Seifert aus der Nuklearmedizin und der Urologie

Für den Monat Dezember 2025 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Prof. Philipp Backhaus und Prof. Michael Schäfers aus der Klinik für Nuklearmedizin sowie Dr. Konstantin Seifert aus der Klinik für Urologie und Kinderurologie: Translational and First-in-Human Positron Emission Tomography Targeting Prostatic Acid Phosphatase in Prostate Cancer Using the Ligand [68Ga]Ga-OncoACP3-DOTA. DEC 2025 | EUROPEAN UROLOGY (2025): [Volltext]

Gegen PSMA gerichtete PET-Tracer und Therapien haben die Versorgung bei Prostatakrebs revolutioniert. Die Wirksamkeit wird jedoch durch eine heterogene PSMA-Expression (ca. 10 Prozent der Metastasen sind PSMA-negativ) und eine hohe Anreicherung in gesundem Gewebe wie Speicheldrüsen und Nieren eingeschränkt. Die Prostata-spezifische saure Phosphatase (ACP3) wurde bisher noch nicht als Zielstruktur für die PET-Bildgebung evaluiert.

Diese weltweit erste Anwendung am Menschen untersucht [68Ga]Ga-OncoACP3-DOTA als neuartigen PET-Tracer zur Darstellung von ACP3. Im direkten Vergleich zum etablierten Tracer [18F]PSMA-1007 zeigte der Tracer in vielen Fällen eine überlegene Darstellung der Erkrankungsausbreitung und führte in einer relevanten Anzahl von Patienten zu einer Änderung des klinischen Managements. [68Ga]Ga-OncoACP3-DOTA zeigt eine intensive Tumoraufnahme bei gleichzeitig geringerer Hintergrundanreicherung insbesondere in Nieren und Speicheldrüsen, welche für klinisch wichtige Nebenwirkungen der PSMA-gerichteten Radioligandentherapie verantwortlich sind. Dies bildet eine vielversprechende Grundlage für gegen ACP3-gerichete wirksame und toxizitätsarme Radioligandentherapien mit Alpha- oder Beta-Emittern.

Die Studie etabliert ACP3 als hochspezifische neue Zielstruktur für PET-Diagnostik und Radioligandentherapie bei Prostatakrebs. Die hohe und zuverlässige Tumoranreicherung bei gleichzeitig geringer Anreicherung in kritischen Organen spricht für das Potential von OncoACP3, eine echte, relevante Alternative zur PSMA-Theranostik werden zu können.

Förderung:
Die vorliegende Publikation wurde unter anderem von der Medizinischen Fakultät Münster durch verschiedene Förderinstrumente finanziell gefördert. Hierzu gehören das IMF (Projekt: BA122316, Projektleiter: P. Backhaus und K. E. Seifert), das CareerS Programm (D. Ventura), sowie das Medizinerkolleg MedK (F. Gierse). Details zu weiteren externen Förderern sind in der Publikation aufgeführt.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Hörtipp: AMBOSS-Podcast über Suchtprobleme bei ärztlichem Personal

Bei den Studierenden ist der Kaffee-, Mate- und Energy-Konsum, besonders in der heißen Phase der Prüfungsvorbereitung, offensichtlich. Doch welche Suchtgefahren lauern im zukünftigen beruflichen Alltag mit einem potentiell leichten Zugang zu härteren Aufputsch- oder Betäubungmitteln? Welche Wege gibt es aus einem missbräuchlichem Konsum heraus?

In der aktuellen Folge des AMBOSS-Podcasts gibt Dr. Mathias Luderer, Einblicke in das Thema sowie zu seiner Arbeit als Drogen- und Suchtbeauftragter der Landesärztekammer Hessen.

Zum Podcast: https://amboss.podigee.io/178-drogenkonsum