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Open-Access-Publikationsfonds der WWU

Seit 2011 gibt es einen Publikationsfonds für die WWU. Wissenschaftler*innen der WWU können für Open-Access-Veröffentlichungen eine Förderung aus diesem Fonds beantragen. Unter Open Access versteht man den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Internet. Das bedeutet, dass jede*r Interessierte weltweit kostenlos auf Fachliteratur und Materialien zugreifen können soll. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Webseite zu Open Access.

Seit Ende 2017 können auch Kosten für Open-Access-Monographien und -Sammelwerke erstattet werden; die Kriterien dafür wurden zu August 2021 aktualisiert.

  • Förderung für Artikel in Open-Access-Zeitschriften

    Voraussetzungen

    Die Förderung aus dem Open-Access-Publikationsfonds ist an folgende Bedingungen geknüpft:

    • Die Artikel werden in "reinen" Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht: Die Zeitschriftenbeiträge sind unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich.
    • Die Zeitschrift wendet die im jeweiligen Fach anerkannten, strengen Qualitätssicherungsverfahren an (z. B. Zeitschriften, die im Directory of Open Access Journals [en] verzeichnet sind). Weitere Informationen zur Prüfung der Qualität eine Zeitschrift.
    • Die Publikationsgebühren dürfen die Höhe von 2.000 EUR pro Artikel nicht übersteigen. Dieser Betrag versteht sich inklusive 19% Mehrwertsteuer, die auch auf Netto-Rechnungen ausländischer Verlage von der WWU bzw. dem UKM abgeführt werden müssen. Eine anteilige Förderung von Artikeln, deren Kosten den Gesamtbetrag von 2.000 EUR überschreiben, ist nicht möglich.
    • Es werden ausschließlich Artikel finanziert, bei denen ein*e Angehörige*r der WWU als "submitting author" oder "corresponding author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich ist.
    • Es können nur Anträge auf Kostenerstattung berücksichtigt werden, bei denen das Rechnungsdatum der Originalrechnung vom Verlag nicht länger als 6 Monate zurückliegt.
    • Artikel, die aus dem Publikationsfonds finanziert wurden, müssen einen Hinweis auf die Förderung enthalten (z. B. "We acknowledge support from the Open Access Publication Fund of the University of Muenster.").
    • Artikel, die in subskriptionspflichtigen Zeitschriften erscheinen (z. B. Modell "Open Choice") sind nicht förderfähig.
    • Artikel in Zeitschriften der Optical Society of America (OSA) sind seit dem 1.1.2017 nur förderfähig, wenn sie unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY veröffentlicht werden. Hierfür erhebt die OSA einen Aufpreis. Ohne diese Lizenz dürfen die Artikel in ihrer endgültigen Fassung nicht mehr frei zugänglich anderweitig – z. B. auf dem Münsteraner Repository miami – veröffentlicht werden und entsprechen damit nicht den Förderbedingungen des WWU-Fonds.

    Wenn Ihre Publikation im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes entsteht, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, damit wir überprüfen können, ob eine Förderung durch den Publikationsfonds möglich ist.

    Ablauf

    Wenn Sie einen Artikel in einem Open-Access-Journal veröffentlicht haben, zahlen Sie zunächst die Rechnung und stellen dann einen Erstattungsantrag an den Fonds. Bei Fragen stehen wir gerne auch schon vor der Veröffentlichung des Artikels zur Verfügung.
    Bitte beachten Sie folgende Hinweise zum Ablauf, um eine zügige Erstattung zu gewährleisten:

    • Sie publizieren in einer Open-Access-Zeitschrift, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllt.
    • Details zur Rechnung:
      • Geben Sie als Rechnungsadresse Ihren Namen und Ihr Institut der Universität bzw. das Klinikum mit Adresse an.
      • Lassen Sie bitte den Titel des Artikels auf die Rechnung setzen.
      • Bitte achten Sie darauf, dass bei Rechnungen aus dem europäischen Ausland der Rechnungsbetrag ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen und die VAT-Nummer (Steuernummer) der Universität (DE 126 118 759) oder des UKM (DE 212 275 725) vermerkt wird.
      • Haben Sie die Rechnung nicht über ein Institutskonto gezahlt, sondern sind in private Vorleistung getreten, beachten Sie bitte:
        • Wir können nur Rechnungen erstatten, die uns das UKM bzw. ein Institut der WWU ausstellt. Das bedeutet für Sie: Sie müssen sich die Kosten durch das UKM oder Ihr Institut erstatten lassen, und das UKM bzw. Ihr Institut kann dann die Kosten durch den Fonds zurückerhalten.
      • Für die Erstattung schicken Sie die Unterlagen an die ULB Münster (Krummer Timpen 3, 48143 Münster) zu Händen von Dr. Viola Voß oder Jessica Thomas. In der ULB wird vor der Zahlung noch einmal formal geprüft, ob alle Bedingungen erfüllt sind.
        Folgende Unterlagen reichen Sie bitte ein:
        • eine Rechnung über die Erstattung der Publikationsgebühren (Muster)
        • eine Kopie der Originalrechnung des Verlags
        • ein Nachweis der Zahlung, z. B. Kreditkarten-/Buchungsbeleg (inkl. Mehrwertsteurerzahlung)

          Für Rückfragen zu Rechnungsdetails steht Ihnen Herr Rafalski (E-Mail, Tel. +49 (0) 251 83-24024) als Ansprechpartner zur Verfügung.
    • Rechnungen werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet, bis die Mittel aus dem Publikationsfonds ausgeschöpft sind.
    • Sie stellen Ihren Artikel zusätzlich über den universitären Publikationsserver miami zur Verfügung. Dazu senden Sie uns per E-Mail an miami@uni-muenster.de:

    Wir informieren Sie, sobald Ihr Artikel auf dem Publikationsserver miami veröffentlicht wurde.

    • Zudem verzeichnen Sie den Artikel im Forschungsportal der WWU (Forschung A-Z).

    Durch den WWU-Fonds geförderte Artikel

  • Förderung für Open-Access-Monographien und -Sammelwerken

    Es gibt einige grundlegende formale Kriterien, die durch spezifischere formale sowie inhaltliche Regelungen der WWU-Fachbereiche ergänzt werden können. Verzichtet ein Fachbereich auf die Teilnahme am Publikationsfonds, so besteht für Angehörige dieses Fachbereichs keine Möglichkeit zur Förderung.

    Voraussetzungen für eine Förderung der Veröffentlichung einer Monographie oder eines Sammelwerkes

    Die Förderung aus dem Open-Access-Monographien-Publikationsfonds ist an folgende grundlegende Bedingungen geknüpft:

    Autor*innen und Herausgeber*innen

    • Der/die Autor*in einer Monographie bzw. der/die Herausgeber*in eines Sammelbandes ist Angehörige*r der WWU Münster. Die WWU-Affiliation der Autor*innen muss in der Veröffentlichung deutlich erkennbar sein.
    • Autor*innen bzw. Herausgeber*innen aus dem Kreis der Studierenden sind ab dem Masterstudium zur Förderung zugelassen.
    • Die Antragsteller*innen verfügen über eine ORCID iD.

    Qualitätssicherung und Lizenzen

    • Die Publikationen durchlaufen ein Begutachtungs- bzw. Peer-Review-Verfahren, wie es z. B. für Verlage üblich ist, die im Directory of Open Access Books (DOAB) [en] geführt werden.
    • Die Veröffentlichungen sollten sich an den Qualitätsstandards für den Einstieg in die Open-Access-Stellung von Büchern orientieren.
    • Die gedruckte und die elektronische Version der Publikation werden zeitgleich, also ohne Embargo-Frist für die elektronische Version veröffentlicht.
    • Die Publikationen werden direkt unter einer Open-Access-konformen Lizenz (z. B. einer Creative-Commons-Lizenz) veröffentlicht.
    • Auf der Verlagswebseite sowie in der elektronischen Version und der eventuellen parallelen Printversion werden die Veröffentlichungen eindeutig und deutlich erkennbar als Open-Access-Publikationen gekennzeichnet.
    • Die Publikationen sollten bei Veröffentlichung den Hinweis erhalten, dass sie aus dem Publikationsfonds der WWU gefördert wurden.
    • Die geförderten Publikationen werden auf dem Publikationsserver der WWU, miami, bereit gestellt.

    Erstattungsfähige Kosten

    • Die Antragsteller*innen reichen ein oder mehrere Angebote von Verlagen ein, aus denen die spezifischen Kosten zur Open-Access-Stellung der Publikation hervorgehen. Gefördert werden ausschließlich Open-Access-Publikationsgebühren; eine Förderung von Druckkosten, Satzkosten, Zuschlägen für Farbe, Umfang usw. ist nicht möglich.
    • Die Förderung pro Veröffentlichung ist auf max. 3.500 EUR brutto begrenzt.
    • Die Kombination der Förderung mit anderen Mitteln ist möglich. Publikationen, die im Rahmen von Drittmittelprojekten entstanden sind und für deren Vollfinanzierung Publikationsmittel zur Verfügung stehen, können nicht gefördert werden.

    Fristen und Limitierungen

    • Eine Förderung ist nur möglich für zum Zeitpunkt des Antrags noch nicht veröffentlichte Werke.
    • Die Anträge können ganzjährig formlos per E-Mail bei der ULB eingereicht werden. Die Entscheidung der Fachbereiche über diese Anträge erfolgt im April/Mai sowie im Oktober/November eines jeden Jahres.
    • Die Zusage für eine Förderung gilt für einen Zeitraum von 12 Monaten. Kann die geplante Publikation in diesem Zeitraum nicht erfolgen, muss ein erneuter Antrag gestellt werden.
    • Die Förderung ist auf zwei Veröffentlichungen pro Autor*in bzw. Herausgeber*in pro Jahr beschränkt.
    • Die Anträge auf Förderung werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, bis die Mittel erschöpft sind.
    • Dissertationen, die an der WWU entstanden sind, sind förderfähig, wenn sie mit mindestens "magna cum laude" bewertet wurden; Bachelor- und Masterarbeiten können nicht gefördert werden.
    • Veröffentlichungen in den "Wissenschaftlichen Schriften der WWU Münster" und in den "FID Benelux – Open Access Publications" sind von der Förderung ausgenommen.
    • Es gelten ggf. für den Fachbereich, dem die Autor*innen bzw. Herausgeber*innen angehören, weitere Kriterien (siehe unten).

    Fachbereichsspezifische Kriterien

    FB 3/4/7/15

    Eine Entscheidung dieser Fachbereiche steht noch aus.

    FB 2/11/12/13

    Diese Fachbereiche nehmen am OA-Publikationsfonds für Monografien nicht teil, Erstattungen sind daher nicht möglich.

    FB 1
    • Tagungsbände sind nicht förderfähig, wenn es sich um reine Dokumentationsbände handelt.
    • Emeriti können bis zu einem Zeitraum von drei Jahren nach Erreichen des Ruhestandes eine Förderung beantragen.
    • Publikationen von Gastwissenschaftler*innen sind nicht förderfähig.
    • Studierende, die eine Förderung beantragen wollen, müssen mindestens über einen Master- oder einen vergleichbaren Abschluss oder ein Kirchliches Examen verfügen.
    • Pro Autor*in/Herausgeber*in ist maximal eine Förderung pro Jahr möglich.
    • Über die Förderung entscheiden die Institute bzw. Seminare, denen die Publikation fachlich zuzuordnen ist.
    FB 5
    • Für Dissertationen kann nur im Fall einer Benotung mit "summa cum laude" eine Förderung beantragt werden.
    • Tagungsbände sind nicht förderfähig.
    • Publikationen von Gastwissenschaftler*innen sind nicht förderfähig.
    • Pro Jahr können max. drei Publikationen gefördert werden.
    • Pro Autor*in bzw. Herausgeber*in ist max. eine Förderung pro Jahr möglich.
    FB 6
    • Für Dissertationen kann nur im Fall einer Benotung mit "summa cum laude" eine Förderung beantragt werden. Der Fachbereich hält sich zudem eine Einzelfallprüfung dieser Anträge vor.
    • Publikationen von Gastwissenschaftler*innen und Emereti sind nicht förderfähig.
    • Studierende, die eine Förderung beantragen wollen, müssen mind. über einen Master- oder vergleichbaren Abschluss verfügen.
    • Pro Autor*in bzw. Herausgeber*in ist max. eine Förderung pro Jahr möglich.
    FB 8

    Der Fachbereich hält sich eine Einzelfallprüfung aller Anträge vor.

    FB 9
    • Dissertationen: Nur die drei Arbeiten, die der Fachbereich jedes Jahr für den Dissertationspreis der WWU vorschlägt, sind förderfähig.
    • Sammel- und Tagungsbände sind nicht förderfähig.
    • Publikationen von Gastwissenschaftler*innen und Emereti sind nicht förderfähig.
    • Studierende, die eine Förderung beantragen wollen, müssen mind. über einen Master- oder vergleichbaren Abschluss verfügen.
    • Pro Autor*in bzw. Herausgeber*in ist max. eine Förderung pro Jahr möglich.
    FB 10
    • Studierende, die eine Förderung beantragen wollen, müssen mind. über einen Master- oder vergleichbaren Abschluss verfügen.
    • Sammel- und Tagungsbände sind nur förderfähig, wenn 3/4 der Beiträge von "corresponding authors" aus dem Fachbereich verfasst wurden.
    FB 14
    • Dissertationen sowie Sammel- und Tagungsbände sind nicht förderfähig.
    • Publikationen von Gastwissenschaftler*innen und Emereti sind nicht förderfähig.
    • Studierende, die eine Förderung beantragen wollen, müssen mind. über einen Master- oder vergleichbaren Abschluss verfügen.
    • Pro Jahr können max. zwei Publikationen gefördert werden.
    • Pro Autor*in bzw. Herausgeber*in ist max. eine Förderung pro Jahr möglich.

    Ablauf

    • Die Anträge können ganzjährig formlos bei der ULB eingereicht werden.
    • Interessenten melden sich bitte per E-Mail beim Open-Access-Team der ULB.
    • Die Antragsteller*innen reichen ein oder mehrere Angebote von Verlagen ein, aus denen die spezifischen Kosten zur Open-Access-Stellung der Publikation hervorgehen. Neben den Verlagsangeboten ist auch ein Abstract zur Publikation einzureichen.
    • Die ULB prüft die eingehenden Anträge auf die Einhaltung der grundlegenden und der fachbereichsspezifischen formalen Kriterien.
      • Wenn ein Fachbereich sich die Entscheidung über eine Förderung vorbehält: Die ULB sammelt die Anträge bis zu den Stichtagen 1. April und 1. Oktober und leitet sie an die zuständigen Fachbereiche zur Entscheidung weiter; die Fachbereiche geben innerhalb von 6 Wochen ihre Entscheidungen an die ULB zurück.
      • Wenn es nur formale Kriterien gibt und der Fachbereich nicht in Einzelfällen entscheiden muss: Die Anträge können durch die ULB entschieden und dann weiterbearbeitet werden.
    • Die ULB informiert die Antragssteller*innen und trägt im Falle eines positiven Entscheids Sorge für die finanzielle Abwicklung des Förderprojekts inkl. der Verrechnung mit dem Fachbereich sowie der Zweitveröffentlichung der Publikation auf dem Publikationsserver miami.

    Durch den WWU-Fonds geförderte Monographien und -Sammelband-Beiträge

Spezielle Förderungen aus anderen Mitteln

  • OA-Konditionen für Zeitschriften einzelner Verlage
    Mit verschiedenen Verlagen bestehen Vereinbarungen bezüglich Open-Access-Rabatten oder auch Publish&Read-Verträge.
    Weitere Informationen
  • OA-Förderung für Publikationen aus abgeschlossenen BMBF-Projekten
    Mit dem neu geschaffenen Post-Grant-Fund fördert das BMBF Publikationsgebühren für Veröffentlichungen aus abgeschlossenen und durch das BMBF geförderten Projekten.
    Weitere Informationen
  • Zeitschriften aus dem Bereich Hochenergiephysik (SCOAP3)
    Die WWU ist zu Januar 2014 dem SCOAP3-Konsortium (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) beigetreten. Dabei handelt es sich um einen weltweiten Zusammenschluss aus Bibliotheken und wissenschaftlichen Einrichtungen mit dem Ziel, wissenschaftliche Publikationen in der Hochenergiephysik (HEP) frei zugänglich zu machen.
    Weitere Informationen zu den einzelnen Zeitschriften

© Universität Bielefeld

Open Data für Open Access

Die Initiative OpenAPC hat eine Plattform eingerichtet, die die Kosten, die bei der Zahlung von Open-Access-Veröffentlichungsgebühren für Artikel (APCs) und für Bücher (BPCs) anfallen, transparent macht.
Die ULB Münster beteiligt sich für den WWU-Publikationsfonds an OpenAPC.
Für die Kosten für Artikel in Open-Access-Journals (APCs) können Sie sich die Zahlen für den Zeitraum 2011–2020 in einer Übersicht oder für 2011–2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 einzeln ansehen.
Für die Kosten von Open-Access-Monographien und -Sammelbänden (BPCs) finden Sie die Zahlen ab 2017 in dieser Übersicht.

Förderung

© DFG

Die DFG unterstützt die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften mit dem Förderprogramm Open-Access-Publikationskosten.
Ziel des Förderprogrammes der DFG ist es, wissenschaftliche Hochschulen dabei zu unterstützen, dauerhafte und verlässliche Strukturen zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen zu etablieren.

Der WWU-Publikationsfonds für Zeitschriftenartikel wurde von 2011 bis 2018 mit DFG-Mitteln unterstützt.