Geld

Open-Access-Publikationsfonds der WWU

Die WWU Münster hat mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Publikationsfonds eingerichtet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WWU können für Beiträge in Open-Access-Zeitschriften eine Förderung aus diesem Fonds beantragen, der von 2011 bis Februar 2015 zu 75% aus DFG-Mitteln und zu 25% aus zentralen Universitätsmitteln gespeist wurde. Seit dem 1. März 2015 erfolgt die Finanzierung des Fonds aus universitären Mitteln.

Ab dem 1. Januar 2017 gelten neue Förderbedingungen für den Publikationsfonds: Die Kosten für Beiträge in Open-Access-Zeitschriften werden wieder zu 100% durch den Fonds übernommen, nicht mehr nur zu 50%.  

Unter Open Access versteht man den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Internet. Das bedeutet, dass jeder Interessierte weltweit kostenlos auf Fachliteratur und Materialien zugreifen können soll.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Webseite zu Open Access.

DFG-Logo
© DFG-Bildarchiv

Förderung

Die DFG unterstützt die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften mit dem Förderprogramm Open-Access-Publizieren. In Open-Access-Zeitschriften sind Publikationen sofort mit ihrem Erscheinen frei zugänglich.

Ziel des Förderprogrammes der DFG ist es, wissenschaftliche Hochschulen dabei zu unterstützen, dauerhafte und verlässliche Strukturen zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen zu etablieren.

Voraussetzungen

Die Förderung aus dem Open-Access-Publikationsfonds ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Die Artikel werden in "reinen" Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht: Die Zeitschriftenbeiträge sind unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich.
  • Die Zeitschrift wendet die im jeweiligen Fach anerkannten, strengen Qualitätssicherungsverfahren an (z.B. Zeitschriften, die im Directory of Open Access Journals verzeichnet sind).
  • Die Publikationsgebühren dürfen die Höhe von 2.000 EUR pro Artikel nicht übersteigen (inkl. 19% Mehrwertsteuer). Auch eine anteilige Förderung ist in diesem Fall nicht möglich.
  • Es werden ausschließlich Artikel finanziert, bei denen ein Angehöriger der WWU als "submitting author" oder "corresponding author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich ist.
  • Artikel, die aus dem Publikationsfonds finanziert wurden, müssen einen Hinweis auf die Förderung enthalten (z.B. "We acknowledge support by Open Access Publication Fund of University of Muenster.").
  • Artikel, die in subskriptionspflichtigen Zeitschriften erscheinen (z.B. Modell "Open Choice") sind nicht förderfähig.
  • Artikel in Zeitschriften der Optical Society of America (OSA) sind seit dem 1.1.2017 nicht mehr förderfähig. Die OSA erhebt einen Aufpreis, um Artikel  unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY veröffentlichen zu können. Ohne diese Lizenz dürfen die Artikel aber in ihrer endgültigen Fassung nicht mehr frei zugänglich anderweitig – z.B auf dem Münsteraner Repository MIAMI – veröffentlicht werden. Damit entsprechen diese Zeitschriften, zu denen z.B. die Optics Express gehört, nicht mehr den Förderbedingungen des WWU-Fonds.

Wenn Ihre Publikation im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes entsteht, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, damit wir überprüfen können, ob eine Förderung durch den Publikationsfonds möglich ist.

Rechnen
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Ablauf

Wenn Sie einen Artikel in einem Open-Access-Journal veröffentlicht haben, zahlen Sie zunächst die Rechnung und stellen dann einen Erstattungsantrag an den Fonds. Bei Fragen stehen wir gerne auch schon vor der Veröffentlichung des Artikels zur Verfügung.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise zum Ablauf, um eine zügige Erstattung zu gewährleisten:

  • Sie publizieren in einer Open-Access-Zeitschrift, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllt.
  • Sie stellen Ihren Artikel zusätzlich über den universitären Publikationsserver miami zur Verfügung.
  • Zudem verzeichnen Sie den Artikel im Forschungsportal der WWU (Forschung A-Z).
  • Details zur Rechnung:
    • Geben Sie als Rechnungsadresse Ihren Namen und Ihr Institut der Universität bzw. das Klinikum mit Adresse an.
    • Lassen Sie bitte den Titel des Artikels auf die Rechnung setzen.
    • Bitte achten Sie darauf, dass bei Rechnungen aus dem europäischen Ausland der Rechnungsbetrag ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen und die VAT-Nummer (Steuernummer) der Universität (DE 126 118 759) oder des UKM (DE 212 275 725) vermerkt wird.
    • Haben Sie die Rechnung nicht über ein Institutskonto gezahlt, sondern sind in private Vorleistung getreten, beachten Sie bei Rechnungen aus dem Ausland bitte:
      • Für den Rechnungsbetrag ist noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% abzuführen. Die Zahlung dieser Steuer wird von der WWU abgewickelt.
      • Private Vorleistung von Wissenschaftlern des UKM: Bitte beachten Sie, dass wir nur Rechnungen erstatten können, die uns das UKM ausstellt. Das bedeutet für Sie: Sie müssen sich die Kosten durch das UKM erstatten lassen, und das UKM kann dann die Kosten durch den Fonds zurückerhalten.
    • Für die Erstattung schicken Sie die Unterlagen an die ULB Münster (Krummer Timpen 3, 48143 Münster) zu Händen von Frau Dr. Klötgen oder Frau Dr. Voß. In der ULB wird vor der Zahlung noch einmal formal geprüft, ob alle Bedingungen erfüllt sind.
      Folgende Unterlagen reichen Sie bitte ein:
      • eine Rechnung über die Erstattung der Publikationsgebühren (Muster)
      • eine Kopie der Originalrechnung des Verlags
      • ein Nachweis der Zahlung, z.B. Kreditkarten-/Buchungsbeleg (inkl. Mehrwertsteurerzahlung)

        Für Rückfragen zu Rechnungsdetails steht Ihnen Herr Rafalski (E-Mail, Tel. 0251-8324024) als Ansprechpartner zur Verfügung.
  • Rechnungen werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet, bis die Mittel aus dem Publikationsfonds ausgeschöpft sind.

Durch den WWU-Fonds geförderte Artikel

Spezielle Förderungen aus anderen Mitteln

  • OA-Förderung für EU-Projekte aus dem Förderprogramm 7 (FP7)
    Im Rahmen des EU-Projekts OpenAIRE2020 wurde der FP7 Post-Grant Open Access Pilot gestartet, um es bereits abgeschlossenen FP7-Projekten zu ermöglichen, die Kosten für Open-Access-Publikationen nach Ablauf der Projektlaufzeit erstattet zu bekommen. Mit miami steht an der WWU auch ein OpenAire-compliant Repository zur Verfügung, auf dem Publikationen abgelegt und bereit gestellt werden können.
    Weitere Informationen
  • Zeitschriften aus dem Bereich Hochenergiephysik
    Die WWU ist zu Januar 2014 dem SCOAP3-Konsortium (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) beigetreten. Dabei handelt es sich um einen weltweiten Zusammenschluss aus Bibliotheken und wissenschaftlichen Einrichtungen mit dem Ziel, wissenschaftliche Publikationen in der Hochenergiephysik (HEP) frei zugänglich zu machen.
    Weitere Informationen zu den einzelnen Zeitschriften.

Openapc-logo
© Universität Bielefeld

Open Data für Open Access

Die Initiative OpenAPC im Projekt INTACT hat eine Plattform eingerichtet, die die Kosten, die bei der Zahlung von Open-Access-Veröffentlichungsgebühren (APCs) anfallen, transparent macht.
Die ULB Münster beteiligt sich für den WWU-Publikationsfonds an OpenAPC. Sie können die Zahlen für den Zeitraum 2011-2016 in einer Übersicht oder in einer interaktiven Grafik einsehen.