Frau zu sein... bedarf es wenig?

Leseprogramm zum Internationalen Frauentag
© Dr. Julia Neumann

Internationaler Frauentag, Weltfrauentag, Intersektionaler feministischer Kampftag – die Bezeichnungen sind vielfältig, das Anliegen ist dasselbe: Denjenigen Menschen Gehör zu verschaffen, die mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen und doch politisch und gesellschaftlich noch viel zu oft wie eine Minderheit behandelt werden, die weltweit mit 75% den überwiegenden Teil der unbezahlten Care-Arbeit (Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen) leisten, dafür aber in den prestigeträchtigen Funktionen eher vereinzelt vorkommen, die in vielen Lebensbereichen seit Jahrhunderten und teilweise bis heute ignoriert, übersehen, übergangen, verschwiegen und vergessen werden: Frauen.

Am 8. März 1975, richteten die Vereinten Nationen (UN) im Rahmen des „Internationalen Jahrs der Frau“ erstmals eine Feier aus. Am 8. März 2026, 51 Jahre später, lädt das Büro für Gleichstellung der Universität Feminist*innen, alle, die es werden wollen, und alle, die mit ihnen sympathisieren, zu einem Leseprogramm ein.

Unter dem Titel „Frau zu sein…“ umkreist das Ensemble „Buch & Bühne“ unter der Leitung von Julia Neumann (Centrum für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis) in großen Suchbewegungen, was eine Frau hierzulande heutzutage ausmacht, und bedient sich dazu hemmungslos aus unterschiedlichsten Quellen – vom Zeitungsinterview über den New Adult-Roman und den soziologischen Essay bis zum literarischen Text ist alles dabei. Die Gedankenanstöße laden das Publikum auf unterhaltsame Weise zur Auseinandersetzung mit einem komplexen Gegenstand ein.

Kennen Sie diesen Kanon… wie war das doch gleich… „Frau zu sein… bedarf es wenig?“

Wann? 8.3.2026, 17 Uhr

Wo? Studiobühne der Universität, Domplatz 23