14. Nachmittag der Fremdsprachen

Spotlights!

Dienstag, 24. Februar 2026

 

Wir freuen uns, Sie zu unserem 14. Nachmittag der Fremdsprachen einladen zu können. Dieser findet

am Dienstag, den 24.02.2026 

von 14:00 bis 18:00 Uhr 

am Englischen Seminar der Universität Münster statt. 

 

Hierzu werden an diesem Tag ein Plenarvortrag Prof. Dr. Philipp Siepmann (Universität Hannover), Workshops von Expert*innen aus Forschung und Praxis, Posterpräsentationen von Studierenden und eine Bücherausstellung angeboten.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrer*innen und Lehramtsanwärter*innen aller modernen Fremdsprachen, aller Schulformen, sowie an unsere Studierende. 

Jetzt anmelden:

Für die Teilnahme an dieser Fortbildung für Lehrkräfte ist eine einmalige Online-Registrierung erforderlich, die Sie per Indico durchführen können. Hier können Sie auch Ihre bevorzugten Workshops auswählen.

Die Informationen hinsichtlich des Programms, der Referierenden und der Abstracts werden fortlaufend aktualisiert.

 

  • Programm

    13:00-14:00 Uhr Anmeldung
    14:00-15:00 Uhr Keynote
    15:00-15:30 Uhr Kaffee
    15:30-16:30 Uhr Workshops I
    16:30-17:00 Uhr Kaffee
    17:00-18:00 Uhr Workshops II

     

  • Workshops

    Eine Übersicht über den Ablauf und die angebotenen Workshops haben wie für Sie als Flyer zum Download erstellt.

  • Abstracts

    Nienhaus & Albers (Workshop Schiene 1): Small Pens, Big Ideas- Schreiben im Englischunterricht der Primarstufe (GS)

    Der Workshop widmet sich dem Schreiben im Englischunterricht der Grundschule. Im Fokus stehen kreative und motivierende Aufgabenformate, die Lernende zum Schreiben anregen.
    Anhand praktischer Beispiele werden Strategien für Wortschatzaufbau und Phasen der Textproduktion (angelehnt an das Schreibprozessmodell) vorgestellt. Ziel ist es, Lehrkräften konkrete Ideen für die Förderung der Schreibkompetenz zu vermitteln.


    Albers & Nienhaus (Workshop Schiene 2): Free Work, Real Talk: Freiarbeit im Englischunterricht der Primarstufe (GS)

    Auch im Englischunterricht der Primarstufe kann mittels Freiarbeitsmaterialien auf die heterogenen Lerngruppen eingegangen werden. Sie ermöglichen eine effektive Differenzierung und fördern die Selbstständigkeit der Kinder. In diesem Workshop geht es darum, die Freiarbeit nicht nur theoretisch zu beleuchten, sondern vor allem praxisnah und handlungsorientiert zu erkunden. Wir schauen uns an, wie wir mit einfachen Mitteln motivierende und lernwirksame Freiarbeitsmaterialien zu allen Skills erstellen und einsetzen können. Ziel ist es, den Teilnehmer:innen konkrete, sofort umsetzbare Ideen und Materialbeispiele für die Arbeit in der 3. und 4. Klasse an die Hand zu geben.


    Bergmann & Reckermann: Im Englischunterricht über Rassismus sprechen (GS und Sek I) 

    In diesem Workshop geht es um rassismuskritischen Englischunterricht. Neben einer Erläuterung des Themas 'Rassismus' werden englische Bilderbücher vorgestellt, mithilfe derer in der Grundschule und/oder Unterstufe das Thema Rassismus bereits mit jüngeren Lernenden behandelt werden kann. Es werden außerdem Unterrichtsvorschläge rund um die Bücher erarbeitet und gegeben. 


    Garavello & Sunke (Universität Münster): Entlastung schaffen – Qualität sichern: Durchblick bei der Unterrichtsplanung mit KI-Unterstützung (Sek. I/II, Französisch, Spanisch)

    Künstliche Intelligenz (KI) ist aktuell nicht mehr wegzudenken. Auch für die Unterrichtsplanung lässt sich KI nutzen, wobei ein kompetenter Umgang mit dieser zur Qualitätssicherung unabdingbar ist. Lehrkräfte stehen dabei jedoch vor verschiedenen Herausforderungen wie der Vielfalt an schon existierenden und neu aufkommenden KI-Tools, dem sinnvollen Einsatz im Hinblick auf Lernziele sowie anwendungspraktischen Fragen.

    Anknüpfend an diese Gegebenheiten setzt sich der Workshop aus einem Impulsvortrag und einer interaktiven Gruppenarbeitsphase zusammen. Mit einem Fokus auf der funktional kommunikativen Kompetenz erproben die Teilnehmenden die differenzierte und unterstützende Einbindung von KI-Tools bei der Konzeption unterschiedlicher Aufgabenformate und Unterrichtsszenarien. Auf dieser Basis werden abschließend didaktische Potenziale und Herausforderungen im Umgang mit KI bei der Unterrichtsplanung reflektiert und diskutiert.


    Antonio Manrique Zúñiga (Berufskolleg Ostvest Datteln/Universität Münster): Lernsituationen passgenau gestalten – Eine praxisorientierte Anleitung zur Entwicklung problemorientierter und authentischer Lernsituationen für die höhere Berufsfachschule im Unterrichtsfach Spanisch (Sek II, Spanisch)

    Viele Spanischlehrkräfte haben sicherlich bereits auf „fertige“ Lernsituationen zurückgegriffen und dabei festgestellt, dass diese oft an verschiedenen Stellen problematisch sind: Zum einen ist der Wortschatz, besonders im Anfangsunterricht, häufig zu umfangreich und schwer zu bewältigen. Zum anderen passt der inhaltliche Umfang der Lernsituation nicht immer zu den spezifischen Bedürfnissen der eigenen Lerngruppe. Selbst vorgenommene Kürzungen können die Struktur und den roten Faden der Narration gefährden. Hinzu kommen oftmals unzureichende Bezüge zum gewählten Unternehmen, Ort oder Produkt, die den Unterricht weniger authentisch und motivierend machen. Dies führt letztlich dazu, dass der Unterricht trotz guter Absichten weniger ansprechend und weniger effektiv wird.

    Die zentrale Frage lautet also: Wie kann ich eine Lernsituation genau auf die Bedürfnisse meiner Lernenden anpassen, um ihnen eine wertvolle sprachliche und inhaltliche Lernerfahrung zu ermöglichen? In diesem Workshop wird ein Konzept vorgestellt, das die Entwicklung von Lernsituationen unter den Gesichtspunkten der Problemorientierung und Authentizität erleichtert. Es werden die grundlegenden Prinzipien und Bedingungen für eine sinnvoll strukturierte Lernsituation erläutert. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, auf dieser Grundlage das Gerüst für eine eigene Lernsituation zu entwerfen. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden zu inspirieren und zu befähigen, mit den Fachkolleg:Innen didaktisch wertvolle und auf ihre Lerngruppe zugeschnittene Lernsituationen zu gestalten.


    Svenja Haberland (Bergische Universität Wuppertal): Plurilinguale Kompetenz mit mehrsprachigen Texten und sprachenübergreifenden digitalen Tools im Spanischunterricht fördern (Sek. II, Spanisch)

    Mehrsprachige Texte sowie sprachenübergreifende digitale Tools sind ein Spiegelbild der globalisierten und digitalisierten Gesellschaft. Sie gewähren Lernenden einen Zugang zu mehrsprachigen Individuen und Artefakten, fördern den Dialog mit sprachlich-kultureller Diversität und ermöglichen es, Vielfalt zu verstehen, kritisch zu reflektieren und die eigene Mehrsprachigkeit produktiv, kommunikativ und kreativ einzusetzen. Auf diese Weise können mehrsprachige Texte und sprachenübergreifende digitale Tools einen wichtigen und lebensnahen Beitrag zur Förderung plurilingualer Kompetenz im Einklang mit weiteren zentralen Kompetenzbereichen (z. B. Text- und Medienkompetenz) des Spanischunterrichts leisten.

    Um aufzuzeigen, wie Letzteres gelingen kann, werden im Workshop ausgewählte Formen mehrsprachiger Texte sowie sprachenübergreifender digitaler Werkzeuge einschließlich ihrer Potenziale vorgestellt (z. B. mehrsprachige literarische Texte, mehrsprachige Sach- und Gebrauchstexte, mehrsprachige Lieder, sprachenübergreifende Apps etc.). Anhand konkreter Unterrichtsszenarien wird überdies aufgezeigt, wie diese zielgerichtet zur Förderung von plurilingualer Kompetenz im Zusammenspiel mit weiteren Kompetenzbereichen eingesetzt werden können. Die Teilnehmenden setzen sich dabei zunächst mit ausgewählten Texten und digitalen Werkzeugen auseinander und reflektieren deren Bedeutung für die eigene sowie für schülerseitige Mehrsprachigkeit. Anschließend erproben, analysieren und diskutieren sie exemplarische Unterrichtsmaterialien, um deren Einsatzmöglichkeiten im eigenen Spanischunterricht kritisch zu bewerten.


    Corinna Koch (Universität Münster): Gedichte und Lieder im Comicformat: Mit Comicadaptionen einen visuell anregenden Zugang schaffen (Sek. II, Französisch)

    Klassische Gedichte von Victor Hugo und Jacques Prévert entsprechen kaum den Rezeptionsgewohnheiten heutiger junger Menschen. Demgegenüber erfreuen sich Lieder bei ihrem Einsatz im Französischunterricht zwar in der Regel größerer Beliebtheit, aber bei Chansons von Edith Piaf und Claude François dürfte dies wiederum weniger der Fall sein. Gedichte und Chansons gelten jedoch aus kultureller Sicht als besonders wertvoll. Der Einsatz von Comicadaptionen kann Lernenden einen anschaulichen und motivierenden Zugang zu diesen Texten bieten. Die Comicversionen nehmen eine Mittlerfunktion ein und lenken durch die gegenüberstellende Analyse von Ausgangstext und Adaption die Aufmerksamkeit auf die Ebene der Darstellung, auf das „Wie“. Zudem laden sie Lernende dazu ein, eigene mentale Bilder mit denen der Comicversion zu vergleichen.

    In diesem Workshop werden Comicadaptionen zu den Werken der vier genannten Künstler*innen vorgestellt und systematisch aufgezeigt, welche wiederkehrenden Muster sich bei der Übertragung von Gedicht- und Liedelementen ins Comicformat finden lassen und welche Analyseansätze sich daraus für den Unterricht ergeben. Anschließend werden für konkrete Textbeispiele gemeinsam Unterrichtsideen und Lösungen für mögliche Herausforderungen beim Einsatz gesammelt und diskutiert.


    Ritter: Game On: Ein digitales Fortbildungsformat zum Einsatz von Videospielen im Englischunterricht (Sek. I/II)

    Videospiele sind fester Bestandteil der digitalen Transformation des Alltags von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Durch ihre einzigartigen Merkmale können sie im Englischunterricht neue Lerngelegenheiten schaffen und traditionellen Film- und Literaturunterricht ergänzen. Dabei braucht es keine vollständige didaktische Neuorientierung, denn Videospiele passen von sich aus gut in einen lernendenorientierten und aufgabenbasierten Unterricht. In diesem Workshop bekommen Sie einen Einblick in die eigens entwickelte Fortbildung "Game On!" und eine Gelegenheit selbst zu spielen, auszuprobieren und Lerngelegenheiten zu entwickeln.


    Folkerts: Das liegt mir im Ohr - Hausaufgaben zur gezielten Förderung von fremdsprachlichem Hörverstehen (Sek. I/II)

    Hausaufgaben - kaum ein Wort im Kontext von Schule sorgt für ähnlich viele Streitpunkte und Diskussionen. Sei es unter Kolleg:innen, die unterschiedliche Auffassungen dazu haben oder zwischen Schüler:innen und Eltern, die sich über das Anfertigen der Hausaufgaben streiten. Damit Hausaufgaben Spaß machen (können/sollten/müssen?) und als sinnvoll für den Lernprozess angesehen werden, sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Im Rahmen des Workshops soll einerseits beleuchtet werden, wann, warum und wie Hausaufgaben sinnvoll seien können (und wann eben nicht), andererseits soll mit Fokus auf die Förderung des fremdsprachlichen Hörverstehens geschaut werden, wie diese Kompetenz gezielt im Rahmen von Hausaufgaben gefördert werden kann, so dass die Empfehlungen zur Erweiterung dieser komplexen Kompetenz über "Serien auf Englisch gucken/Podcasts auf Englisch hören" hinausgehen.


    Matz & James: Nigerian Young Adult Literature

    t.b.a.


    Schlieckmann: Sprechen am Übergang & die erste Klassenarbeit durch mündliche Elemente ersetzen (GS/ Sek. I)

    Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule ist für Lernende – ebenso wie für die beteiligten Lehrpersonen – ein bedeutender Meilenstein, der häufig mit großen Erwartungen, aber auch mit Unsicherheiten verbunden ist. Dieser Workshop richtet sich gezielt an Englischlehrkräfte sowohl der Grundschulen, als auch der weiterführenden Schulen. Er bietet Raum für Austausch von Erfahrungen und gemeinsame Reflexionen – insbesondere über die Förderung der Mündlichkeit (Sprechen und Hören) im Englischunterricht. Dabei soll gezeigt werden, wie die bereits erworbenen kommunikativen Kompetenzen der Lernenden als Stärke genutzt werden können, um den Übergang in die weiterführende Schule zu erleichtern und Motivation sowie Selbstvertrauen zu fördern. Am Beispiel eines mündlichen Prüfungsformats soll diskutiert werden, wie authentische Sprachverwendung gefördert werden kann und wie die vorhandenen mündlichen Kompetenzen der Lernenden stärker berücksichtigt werden können.


    Ritter & Matz: Potenziale von Virtual Reality für den Fremdsprachenunterricht (Sek. I/II)

    t.b.a.


    Damitsch: Spotlight on Disability: Ableismus sichtbar machen und im Englischunterricht adressieren (BK)

    Werden im Englischunterricht Diversitätsthemen vermittelt, kommen Menschen mit Behinderung oder chronischen (psychischen) Erkrankungen oft nur am Rande vor. Laut WHO leben jedoch 16% der Weltbevölkerung mit einer Behinderung. Damit stellen behinderte Menschen die größte Minderheit dar. Dennoch sehen viele Betroffene ihre größte Herausforderung nicht in ihrer körperlichen, psychischen oder geistigen Behinderung, sondern vor allem in Stigmatisierung, struktureller Diskriminierung und Ableismus in der Gesellschaft. Die Folgen reichen von physischen Barrieren und Mikroaggressionen im Alltag, über geringere Bildungs- und Erwerbschancen hin zu Misshandlung im Gesundheitssystem und Gewaltverbrechen. Dabei werden Frauen, People of Colour und queere Menschen mit Behinderung oft mehrfach marginalisiert. Dennoch sind viele feministische, queere oder antirassistische Bewegungen häufig nicht inklusiv für behinderte Menschen. Diese fehlende Inklusivität spiegelt sich auch in vielen Englischlehrwerken wider. Behinderte Menschen werden dort in der Regel eindimensional und verhältnismäßig selten repräsentiert; meist als sichtbar behinderte Rollstuhlnutzende, obwohl das Spektrum der Behinderung äußerst vielfältig ist. Immer mehr behinderte Menschen leisten – vor allem in den sozialen Medien – wertvolle Bildungsarbeit und machen damit auf Ableismus aufmerksam. Auch Lehrpläne stellen den Anspruch Themen wie Individuum und Gesellschaft in ihrer Diversität zu thematisieren und Vorurteile zu beseitigen. Lehrkräfte haben also die Aufgabe auch behinderte Menschen und Ableismus im Englischunterricht zu adressieren.

    In diesem Workshop werden zunächst Grundlagen zu den Themen Behinderung und Ableismus vermittelt. Anschließend werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie man dieses Themenspektrum in den allgemeinbildenden Englischunterricht der Sekundarstufe II oder in den berufsbildenden Englischunterricht integrieren kann. Dazu werden unterschiedliche Aufgabentypologien jeweils mit Anwendungsbeispielen vorgestellt. Den Teilnehmenden wird außerdem eine multimodale Ressourcensammlung mit verschiedensten Texten – die größtenteils von Betroffenen selbst stammen – zur Verfügung gestellt. Teilnehmende sind dazu eingeladen, die praktische Anwendbarkeit und Überlegungen zur Anpassung für verschiedene Schulformen zu diskutieren und eigene Unterrichtserfahrungen zu teilen. Ziel des Workshops ist es, das Thema Behinderung und Ableismus im Nachgang flexibel in den eigenen Unterricht integrieren zu können.


    Battenfeld & Folkerts: Sprachlernbegabung diagnostiziert - und nun? Gemeinsames Erarbeiten von Differenzierungspotentialen auf Basis des GLLAD

    Language Learning Aptitude (LLA; Sprachlernbegabung) umfasst verschiedene kognitive Fähigkeiten, die entscheidend für das Erlernen von Fremdsprachen sind – etwa das Erkennen sprachlicher Muster, das Unterscheiden von Lauten und die Merkfähigkeit. Obwohl diese Fähigkeiten als einer der wichtigsten Prädiktoren für den Erfolg im Fremdsprachenlernen gelten, spielen sie im Schulalltag bislang kaum eine Rolle. In einem aktuellen Projekt haben wir einen Test entwickelt, mit dem Lehrkräfte die LLA ihrer Schüler*innen einfach und zuverlässig innerhalb einer Schulstunde erfassen können.

    In diesem praxisorientierten Workshop möchten wir gemeinsam mit Ihnen Ideen entwickeln, wie die Testergebnisse gezielt zur Förderung und Differenzierung im Fremdsprachenunterricht genutzt werden können. Wir werden Beispiele, Unterrichtsszenarien und mögliche Förderansätze diskutieren – mit dem Ziel, Lernende individuell zu unterstützen und sprachliches Potenzial frühzeitig zu erkennen. Da es bislang kaum Materialien zur Förderung von LLA gibt, betreten wir gemeinsam Neuland. Der entwickelte Test wird Ende 2026 frei verfügbar sein, sodass Sie Ihre erarbeiteten Ideen direkt in der eigenen Unterrichtspraxis erproben können.