Archive

Bildarchive Medizin

https://www.imaios.com/de/e-Anatomy/
IMAIOS e-Anatomy – interaktiver Atlas der menschlichen Anatomie (für iOS und Android und Windows ) zunächst bis Ende 2016 lizensiert

http://www.univadis.de/medical-media-library
60.000 Bilder und Foliensätze relevant für die tägliche Praxis oder zu spezifischen Patientendiagnosen von UniVadis/MSD/Springer. Anzeige von Thumbnails, nach Anmeldung werden größere Bilder / weitere Infos freigeschaltet.

http://ihm.nlm.nih.gov/
Images from the History of Medicine. Mehr als 70.000 digitale Bilder aus der Druck- und Fotosammlung der U.S. National Library of Medicine, History of Medicine Division.

UpToDate
Das klinische Entscheidungssystem UpToDate enthält zigtausende von Abbildungen, die innerhalb der Lizenz der Uni Münster benutzbar sind. Nach einer Krankheit suchen, dann links auf „Grafiken“ eingrenzen.

http://www.visualdx.com/
US-amerikanisches visuelles Diagnose- und Clinical Decision Support System. Kostenpflichtig. WWU-Testphase bis Ende 2016.

http://commons.wikimedia.org/
freie Bilder zu allen Fachgebieten

Weitere Quellen:
Übersicht wichtiger (freier) Bilddatenbanken aus den Bereichen Chemie, Biologie und Medizin.

Citavi

Das Literaturverwaltungsprogramm Citavi unterstützt wissenschaftlich Arbeitende bei der Recherche und Verwaltung wissenschaftlicher Literatur, beim Sammeln und Organisieren von Wissen und der Planung von Arbeitsabläufen in wissenschaftlichen Projekten. Beschäftigte und Studierende der WWU können Citavi kostenlos nutzen (Campuslizenz).

Installation

  1. Installieren Sie zunächst die Free-Version von Citavi, die unter http://www.citavi.com/download kostenlos heruntergeladen werden kann.
  2. Fordern Sie Ihren Lizenzschlüssel über http://www.citavi.com/uni-muenster an. Als Authentifizierung dient Ihre E-Mail-Adresse der Universität Münster. Eine Bestellung mit einer Freemailer-Adresse (web.de, GMX, Gmail etc.) ist nicht möglich.
  3. Sie erhalten nun eine E-Mail mit dem Lizenzschlüssel und einer Anleitung. Starten Sie Citavi und geben Sie den Lizenzschlüssel ein.

Mit dem Lizenzschlüssel können Sie Citavi auf zwei Rechnern oder einem Rechner und einem USB-Stick (Anleitung: Installation auf USB-Stick) nutzen.

Zitierstil Promotion

Die Ausführungsbeschlüsse zur Promotionsordnung mit der Fassung vom 17.01.2017 verweisen auf die Formatvorgaben der „ICMJE Recommendations“. Der Stil kann auf der Seite http://www.ulb.uni-muenster.de/ulb-tutor/literaturverwaltung/citavi/zitierstile.html heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch Informationen darüber wie der Zitierstil in das eigene Citavi-Projekt übernommen werden kann.

Information

Im Online-Handbuch werden „Erste Schritte“, „Installationsvoraussetzungen“ etc., beschrieben. Weitere Anleitungen, eine FAQ-Liste und das Citavi-Forum finden Sie unter: http://www.citavi.com/hilfe
Das ZIV (Zentrum für Informationsverarbeitung) bietet allen Universitäts-Angehörigen einführende Citavi-Kurse an. Die ULB bietet eine Sprechstunde zu RefWorks und Citavi an sowie eine Schulung zum Vergleich von RefWorks und Citavi an.
Informationen zum Versionswechsel Citavi5 finden Sie hier.

Einen Vergleich von Literaturverwaltungsprogrammen (u.a. Civati + RefWorks) finden Sie bei der UB der TU München (Stand: 6/2015) und hier (Stand 4/2012).

Copyright bei Abbildungen

Erst einmal gilt: Alle Bilder sind geschützt. Punkt.

Man kann sie nur unter 2 Bedingungen öffentlich nutzen, d.h. in einer Publikation (Dissertation, etc) aufnehmen:

1. Das Zitatrecht

Sie können eine Schrankenregelung des Urheberrechts in Anspruch nehmen, die es erlaubt Texte und Bilder zu zitieren. Bei Texten kann man Ausschnitte zitieren – bei Bildern nicht. deswegen gelten für Bildzitate sehr strenge Voraussetzungen:

  • Belegfunktion: Es muss gerade dieses eine Bild sein. Ein Bild der Herzkammer (z.B. aus dem Prometheus) ist nicht einzigartig, darf also nicht zitiert werden.
  • Das Zitatrecht erlaubt es nicht, das zitierte Bild zu bearbeiten. Sollte eine Änderung notwendig sein, müssen Sie dies im Text beschreiben.

2. Mit Einwilligung

Am besten ist immer, wenn man die Einwilligung des Rechteinhabers (Urhebers, Autors, Fotograf) hat. Die Einwilligung sollte schriftlich vorliegen und Sie sollten im Text genau belegen, woher Sie das Bild haben. Die Verlage steuern die Gewährung der „Abdruckgenehmigung“ meist über das Copyright Clearance Center, der entsprechende Dienst heisst RightsLink und kann von der Seite des Verlags, der Zeitschrift oder des Artikels aufgerufen werden (schauen Sie nach „Rights & Permissions“). Die Rechte werden in der Regel sofort gewährt und kosten nichts, wenn man angibt, Abbildungen für seine Doktorarbeit zu brauchen (Ausnahme: Thieme Monographien). Bei Abbildungen aus Lehrbüchern haben wir gute Erfahrung mit Elsevier gemacht.

Die Bilder dieser Bildarchive und Bilddatenbanken können im Allgemeinen direkt benutzt werden.

Dissertation – Literaturzitate

Zur Zeit existieren zwei gültige Zitationsstile an der Medizinischen Fakultät:

Alte Promotionsordnung
Hier wird ein Zitationsstil gefordert, der an den bekannten Vancouver-Stil angelehnt ist, allerdings die Jahreszahl in Klammern hinter die Autoren setzt:

  • Zeitschrift: Busse O (1919) Zur pathologischen Anatomie der Grippe. Münch Med Wochenschr 66: 119-121
  • Buch: Janssen W, Naeve W (1975) Der plötzliche Tod aus natürlicher Ursache. In: Müller B (Hrsg) Gerichtliche Medizin. Springer, Berlin Heidelberg New York, Bd 1, 2. Aufl. S 248-304

Literaturverwaltung: Für den Stil der alten Promotionsordnung wird für die von der Universität Münster lizenzierten Programme Citavi und Refworks ein eigener Zitierstil namens „Promotion Medizin“ angeboten. Für Mendeley kann ein entsprechender Zitierstil bei der ZB Med angefragt werden.

Neue Promotionsordnung
Hier wird ein Zitationsstil gefordert, der identisch mit den ICMJE Recommendations ist:

  • Zeitschrift: Halpern SD, Ubel PA, Caplan AL. Solid-organ transplantation in HIV-infected patients. N Engl J Med. 2002;347:284-7
  • online-Zeitschrift: Zhang M, Holman CD, Price SD, Sanfilippo FM, Preen DB, Bulsara MK. Comorbidity and repeat admission to hospital for adverse drug reactions in older adults: retrospective cohort study. BMJ. 2009 Jan 4 7;338:a2752. doi: 10.1136/bmj.a2752. PubMed PMID: 19129307; PubMed Central PMCID: PMC2615549
  • Buchkapitel: Meltzer PS, Kallioniemi A, Trent JM. Chromosome alterations in human solid tumors. In: Vogelstein B, Kinzler KW, Herausgeber. The genetic basis of human cancer. New York: McGraw-Hill; 2002. p. 93-113.
  • Monografie: Murray PR, Rosenthal KS, Kobayashi GS, Pfaller MA. Medical microbiology. 4th ed. St. Louis: Mosby; 2002.

 

Dissertation – Münsteraner Datenbank

Dissertationen-Datenbank der Medizinischen Fakultät

Die Dissertationen-Datenbank der Zweigbibliothek Medizin enthält über 8.000 Doktorarbeiten, die seit 1990 an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster abgelegt wurden. Im Suchformular können Sie wahlweise nach Autor, Titel, Referenten (Doktorvater) oder dem Institut/der Klinik suchen.

Im Folgenden finden Sie den Code, wenn Sie das Suchformular auf Ihrer Seite einbetten möchten:

<form action="http://medbib.klinikum.uni-muenster.de/php/misc/i-diss-indices.php"  method="get" accept-charset="ISO-8859-1">
<INPUT TYPE="text" NAME="Suchwort" VALUE="">
<select name="Suchfeld">
<option value="Autor" selected>Autor
<option value="Titel">Titel
<option value="Referent">(Ko)Referent
</select>&nbsp;&nbsp;<INPUT TYPE="submit"  VALUE="Suchen" METHOD="get">
</form>

 

Dissertation – Quicklinks

Im Folgenden finden Sie einige wichtige Links zur Promotion.

Dissertation – Suchen

Dissertationen aus Münster

  1. Eine Quelle stellt das gedruckte, nach Jahren geordnete Verzeichnis „Dissertationen der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Referaten“ dar. Dies ist in der Bibliothek (Signatur LSA W 4/1) – mit Lücken – ab 1957 vorhanden. Eine gute Quelle ist auch das Universitäts-Archiv (Sammlung von Diss. und Habil. der WWU).
  2. Einfacher ist die Suche in der Dissertationsdatenbank der Zweigbibliothek Medizin. Sie enthält mehr als 8.000 Doktorarbeiten ab dem Jahr 1990 (Stand 01/2015). Im Suchformular können Sie wahlweise nach Autor, Titel, Referenten (Doktorvater) oder dem Institut/der Klinik suchen. Die online verfügbaren Dissertationen sind auch dort verlinkt.  Dissertationen im Printformat können entliehen werden. Das Dissertationsmagazin ist nicht öffentlich zugänglich. Dissertationen bitte direkt bei der Recherche im Katalog oder vor Ort bei der Information bestellen. Diese können dann i.d.R. spätestens am folgenden Tag an der Leihstelle entliehen werden.
  3. Im ULB-Katalog Münster finden Sie alle Münsteraner Promotionen in der Medizin seit ca 1980. Sie können Ihre Suche dort im unteren Bereich bei „Suche eingrenzen“ beim Dokumenttyp auf „Dissertationen“ eingrenzen.

Dissertationen aus Deutschland 

  1. In der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin finden Sie nur eine Auswahl von medizinischen Promotionen in Deutschland seit ca. 1970. Hier können Sie jedoch auch ihre Recherche in der erweiterten Suche unter „Dokumenttyp“ auf Dissertationen eingrenzen.
  2. Im Online-Katalog der Deutschen (National) Bibliothek Frankfurt a.M. kann man danach suchen. Hier finden Sie alle in Deutschland erschienenen Monographien, Zeitschriften, Dissertationen und Habilitationsschriften ab 1945. Da es für Habilitationen keine Abgabepflicht gibt, sind diese nur lückenhaft vorhanden.

Auf diese Art und Weise findet man z.Zt. über 37.000 medizinische Dissertationen, aber Cave! Die Sachgruppen sind nicht identisch mit den Fakultäten, an denen promoviert wurde.

Digitale Dissertationen in Europa:
http://www.dart-europe.eu

Digitale Dissertationen weltweit:
http://search.ndltd.org

Bitte beachten Sie, dass aus diversen Gründen alle Verzeichnisse lückenhaft sein können.

Dissertation – Veröffentlichen

Laut Promotionsordnung (PO) §4(5) ist bei einer Veröffentlichung der Arbeit (in einer Zeitschrift) den Promotionsakten ein Sonderdruck der Veröffentlichung beizufügen. In Zusammenhang mit §4(4) „An die Stelle der Dissertation kann auf Antrag eine bereits veröffentlichte Arbeit treten“ ergeben sich laut Ausführungsbestimmungen (AB) §VII zwei Fälle:

a) Sie haben die Ergebnisse Ihrer Dissertation publiziert und wollen dies an Stelle der Dissertation anerkannt bekommen

  • dann müssen Sie einen Sonderdruck abliefern (für die Promotionsakten) und
  • 3 Orginalexemplare der Veröffentlichung (d.h. Sonderdrucke) und
  • 4 Exemplare im Format DIN A4.

b) Sie haben die Ergebnisse Ihrer Dissertation publiziert und wollen dies nicht an Stelle der Dissertation anerkannt bekommen

  • dann müssen Sie einen Sonderdruck abliefern (für die Promotionsakten) und
  • N Exemplare im Format DIN A4 (laut PO 6+2, laut AB 3+4 Exemplare) und
  • einen Auszug nach §13(2) laut AB und
  • ein digitales Exemplar oder Mikrofiches (laut PO 2, laut AB 11 Exemplare) oder
  • den Nachweis einer Zeitschriftenveröffentlichung (PO) (siehe Dissertationen als Zeitschriftenpublikation) oder 150 Ex. im Buchhandel (PO),

Die Veröffentlichung kann auch in der Schriftenreihe der WWU geschehen.

Zur Abgabe heißt es in §13(1): Sechs Exemplare der Dissertation sind – auf Papier ausgedruckt – an die Medizinische Fakultät abzuliefern (davon 4 an die ULB) sowie eine der folgenden Optionen zu erfüllen:
a) …
b) den Nachweis der Veröffentlichung in einer Zeitschrift
c) …

Nach Abgabe stellt die ULB 1 Exemplar ein, ein Exemplar geht an die ZB Med und 2 Exemplare gehen nach Leipzig an die Pflichtexemplarsammelstelle. Damit wird ihr Dokument dauerhaft archiviert. Die Abgabe der Exemplare erfolgt in derHochschulschriftenstelle der ULB (Tel: 83-24049, E-Mail: diss.ulb@uni-muenster.de).

Digitale Supplemente
Forschungsrohdaten wie z.B. Meßwerte oder sehr große Excel-Tabellen können als digitale Supplemente in Form einer den
Druckexemplaren beigelegten Begleit-CD eingereicht werden. Eine ausschließliche digitale Veröffentlichung der Anhänge (ohne die zugehörige Dissertation) ist nicht zulässig, dagegen die digitale Publikation der gesamten Arbeit über den Dokumentenserver MIAMI der Universität Münster (im PDF/A-Format!). Trotzdem müssten – bei digitaler Publikation – dann noch zwei Druckexemplare (inkl. der ausgedruckten Dateien in 11 pt Schriftgröße) abgegeben werden!

Adresse:
http://campus.uni-muenster.de/fakultaet/fakultaet/dekanat/promotionen.html

Dissertation – Zeitschriftenpublikation

Veröffentlichung der Dissertation als Zeitschriftenpublikation

§4(4) der Promotionsordnung (vom 23.10.2008, zuletzt geändert am 7.6.2011) erlaubt, dass auf Antrag an die Stelle der Dissertation eine bereits veröffentlichte Arbeit treten kann, wenn der Doktorand/die Doktorandin deren Erstautor/Erstautorin ist. In der neuen Promotionsordnung wird eine geteilte Erstautorenschaft möglich sein! Diese ist keine kumulative Dissertation.

In diesem Fall muss die Arbeit in einer begutachteten und in Web of Science/PubMed gelisteteten Zeitschrift erschienen sein. Über die Annahme dieses Antrags entscheidet nach der Eröffnung des Verfahrens der Promotionsausschuss. Dieser Zeitschriftenpublikation wird eine Zusammenfassung in dt. Sprache, ein Titelblatt mit Promotionsdaten, Lebenslauf und Titel/Verfasserangaben auf der Außenseite hinzugefügt und zusammengebunden.

Zur Abgabe heißt es in §13(1): Vier Exemplare der Dissertation sind – auf Papier ausgedruckt – an die Medizinische Fakultät abzuliefern sowie eine der folgenden Optionen zu erfüllen:
a) …
b) den Nachweis der Veröffentlichung in einer Zeitschrift
c) …

Diese vier Exemplare gehen an die Universitätsbibliothek, die 1 Exemplar einstellt, ein Exemplar an die Zweigbibliothek Medizin schickt und 2 Exemplare nach Leipzig (die Pflichtexemplarsammelstelle der Deutschen Nationalbibliothek). Damit wird ihr Dokument dauerhaft archiviert. Die Abgabe der Exemplare erfolgt in der Hochschulschriftenstelle der ULB (Tel: 83-24049, E-Mail: diss.ulb@uni-muenster.de ).

Adressen:
http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/einrichtung/fakultaet/dekanat/promotionen/Promotionsordnung.pdf
http://campus.uni-muenster.de/fakultaet/fakultaet/dekanat/promotionen.html

Weiter Infos:
Publizieren an der WWU

Doktoranden/Doktorandinnen

Folgende Möglichkeiten haben Sie die Bibliothek auch während der Promotion zu nutzen:

  • Falls Sie noch immatrikuliert sind, können Sie mit der vom ZIV erteilten Nutzerkennung weiterhin in das Hochschulnetz.
    Der Bibliotheksausweis bzw. die Studierendenkarte ist bis zu Exmatrikulation gültig.
  • Falls Sie sich bereits exmatrikuliert haben, kann mit einem Antrag N beim ZIV der alte Status wieder aktiviert werden. Sie brauchen dafür auf dem Formular eine Bestätigung mit Stempel vom Institut bzw. Doktorvater.

Wichtig:
Für die Nutzung der lizensierten Online-Ressourcen der WWU über einen VPN-Zugang ist eine Nutzerkennung des ZIV zwingend erforderlich – ebenso die Setzung eines Netzzugangspassworts.

Hinweis:
Sie können als Doktorand/in auch unser besonderes Angebot zur Literaturversorgung über den Lieferdienst Rapidoc nutzen.

Weitere Infos:
http://www.uni-muenster.de/ZBMed/promovenden/index.html


Habilitationskriterien

Verabschiedet vom Fachbereichsrat am 02.12.2003 (veröffentlicht 22.04.2004), geändert am 24.10.2006, 08.07.2008, 15.05.2012 und am 04.02.2014 – wegen redaktioneller Vereinheitlichung neu eingestellt am 15.02.2017. Gültig ab dem 01.01.2004.

Das Original ist unter https://campus.uni-muenster.de/fakultaet/fakultaet/dekanat/habilitationen/habilitationsordnung/ zu finden.

Die Habilitationskriterien sollen jedem helfen, der die Habilitation an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität anstrebt. Sie stellen Mindestanforderungen dar.

Publikationen
Der Habilitand/die Habilitandin ordnet sich einer Kategorie des Category Listing der neuesten verfügbaren Journal Citation Reports des Science Citation Index zu. Alle Publikationen, die nicht in Zeitschriften der genannten Kategorie gelistet sind, werden entsprechend ihrem Impact Factor Klasse 1, 2 oder 3 der genannten Kategorie zugeordnet.

Der Habilitand/die Habilitandin muss bei der Einreichung 12 Originalarbeiten publiziert bzw. im Druck haben. Geteilte Erstautorenschaften, wenn sie im Artikel erwähnt sind, und Letztautorenschaften zählen wie Erstautorenschaften. Davon muss er/sie 6 mal Erstautor/in sein; von diesen müssen 4 in Klasse 1 bzw. 2 erschienen sein. Zusätzlich muss der Habilitand/die Habilitandin einen Übersichtsartikel publiziert oder im Druck haben. Die Originalarbeiten werden nach folgendem Punktesystem bewertet, um fachspezifische Unterschiede auszugleichen. Insgesamt sind 35 Punkte nötig.
Bewertung von Originalarbeiten je nach Journal:

  1. Klasse 1 Journal (= die ersten 20% der gelisteten Journale einer Kategorie) 7 Punkte
  2. Klasse 2 Journal (= 21 – 60% der gelisteten Journale einer Kategorie) 5 Punkte
  3. Klasse 3 Journal (= 61 – 100% der gelisteten Journale einer Kategorie) 2 Punkte

(Bei einem Abstieg/Aufstieg eines Journals aus einer Klasse ist das Erscheinungsjahr der Publikation maßgeblich).

In Ausnahmefällen kann auf Antrag des Fachvertreters von diesen Kriterien abgewichen werden.

Eine Ausnahmesituation liegt vor, wenn ein/eine Habilitand/Habilitandin Publikationen in hervorragenden Zeitschriften (z.B. Nature oder Cell) vorweisen kann. Über eine solche Situation
entscheidet der Fachbereichsrat. Letters sind – von Ausnahmen (z.B. Letters in Nature) abgesehen – keine Originalarbeiten. Kasuistiken sind ebenfalls keine Originalarbeiten. Gleichwohl können Punkte für Letters und Kasuistiken vergeben werden. Letters und Kasuistiken zählen 50 % der Punkte der jeweiligen Zeitschriftenklasse, aber es werden insgesamt nur maximal 5 Punkte gewertet werden. Klasse 3 Journale: Es werden insgesamt maximal 18 Punkte gewertet (der Rest muss Klasse 1 oder 2 sein) Zusätzlich werden mindestens 15 zitierfähige Abstracts von wissenschaftlichen Kongressen verlangt, davon 8 als Erstautor.

Fächer, die nicht im Journal Citation Report gelistet sind
Bei Fächern, die nicht im Category Listing des Journal Citation Reports des Science Citation Index gelistet sind und keiner gelisteten Kategorie zugeordnet werden können, soll ein Mitglied der Habilitationskommission aus einem Fachbereich der WWU oder ggf. aus einer anderen Universität, der diesem Fach am nächsten steht, beratendes Mitglied sein.

Die Zuordnung der Zeitschriften der einzelnen Kategorien zu diesen Klassen kann unter http://www.uni-muenster.de/ZBMed/recherche/zeitschriften/impact-faktoren.html eingesehen werden. Nach FBR-Beschluss vom 4.2.2014 ist der Zeitpunkt der Einreichung eines Artikels entscheidend für die Feststellung der Zeitschriftenklasse.

Impact Faktor bei der Habilitation

Laut den Habilitationskriterien der Medizinischen Fakultät werden die eingereichten Artikel nach Impact Faktor in drei Klassen eingeteilt, wonach dann Punkte pro Publikation vergeben werden, um so eine Vergleichbarkeit zwischen den jeweiligen Fachbereichen erzielen zu können. Die Auflistung der Impact Faktoren und der dazugehörigen Klassen finden Sie auf unseren Seiten unter http://www.uni-muenster.de/ZBMed/recherche/zeitschriften/impact-faktoren.html unter der jeweiligen Subject Category.

Sie können die Klassen entsprechend der Habilitationskriterien wie folgt selbst bestimmen:

Beispiel: 2004 enthielt die Kategorie „Allergy“ 15 Zeitschriften. Laut Habilitationskriterien gehören die ersten 20 Prozent der dort gelisteten Journale zur Klasse 1 (Das sind die ersten drei Titel: Journal of allergy and clinical immunology, Clinical and experimental allergy und Allergy). Die 21 – 60 Prozent der gelisteten Journale (also Nr.4-9) gehören zur Klasse 2; die 61 – 100 Prozent der gelisteten Journale (die letzten sechs Titel = Nr.10-15) sind Klasse 3.

Beispiel: Wenn die Kategorie eine nicht durch drei teilbare Anzahl von Zeitschriften enthält, wird aufgerundet: Hat eine Kategorie z.B. 26 Titel, dann gehören rechnerisch zur Klasse 1 (0-20%) die Titel Nr.1 bis Titel Nr.“5,2″ (5,2 -> wird aufgerundet zu 6). Der Titel Nr.6 wird also auch noch der Klasse 1 zugeschlagen.

Fachfremde Titel

Soweit zu den allergologischen Titeln. Was aber, wenn Sie als Allergologe auch einen Artikel im Journal of anatomy veröffentlicht haben? Laut Habilitationskriterien werden „Alle Publikationen die nicht in Zeitschriften der genannten Kategorie gelistet sind, … entsprechend ihrem Impact Factor Klasse 1, 2 oder 3 der genannten Kategorie zugeordnet“. Das Journal of anatomy hatte in 2004 den Impact Faktor 1,660 und würde damit in der Kategorie „Allergy“ zwischen Contact dermatitis (1,716, Klasse 2) und dem Journal of asthma (0,975, Klasse 2) stehen. Der Journal of Anatomy-Artikel würde damit – für Sie als Allergologe – als Klasse 2-Publikation gewertet, egal welche Klasse das Journal of Anatomy in anderen Kategorien haben mag. Es gilt immer das Ranking derjenigen Kategorie, für die man sich entschieden hat, und Titel anderer (sozusagen „fachfremder“) Kategorien werden dort anhand ihres Impact Faktors eingruppiert.

Beispiel: In der Kategorie „Allergy“ lag 2004 die Grenze zwischen Klasse 1 und Klasse 2 zwischen den Impact Faktoren 3,069 und 2,474. Die Klasseneinteilung einer Zeitschrift, deren Impact Faktor zwischen 3,069 und 2,474 liegt (wie z.B. Mechanism of aging and development mit 2,866), wird in dem oben zitierten Paragraph der Habilitationskriterien nicht eineindeutig geregelt. Logisch wäre es, wenn fachfremde Titel mit Impact Faktor > der Sprunggrenze von 2,474 in Klasse 1 einsortiert würden. In Zweifelsfällen entscheidet die Kommission für Forschung und Wissenschaftlichen Nachwuchs der Medizinischen Fakultät.

Anrechnung von nicht-Impact-Faktor-Artikeln für die Habilitation

Nach den Habilitationskriterien werden nur Titel angerechnet, die in Current Contents (= Web of Science) gelistet sind und einen Impact Faktor vorweisen können. Die AWMF empfiehlt zwar: „Originalarbeiten aus Fachzeitschriften, die nicht im SCI und SSCI gelistet sind, sind mit einem „äquivalenten Impactfaktor“ von 0,2 zu bewerten.“ Dies gilt allerdings nur für anerkannte wissenschaftliche Fachzeitschriften. Der Medizinische Fakultätentag hat sich dagegen ausgesprochen, Open Access Zeitschriften wie „German Medical Science“ eine Art Vorschuss Impact Faktor zu geben.