Archiv der Kategorie: UKM

„Paper of the Month“ März 2018: Dr. Silke Niemann vom Institut für Medizinische Mikrobiologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt  eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat März 2018 wurde Dr. Silke Niemann aus dem Institut für Medizinische Mikrobiologie für die Publikation: Panton-Valentine Leukocidin associated with S. aureus osteomyelitis activates platelets via neutrophil secretion products in der Zeitschrift Scientific Reports [Volltext] ausgezeichnet.

Einige Staphylococcus aureus Stämme produzieren das Toxin Panton-Valentine Leukocidin (PVL). Die fortschreitende Globalisierung fördert ihre Verbreitung. PVL wird u.a. mit thrombotischen Komplikationen bei Kindern, die unter einer Osteomyelitis leiden, in Zusammenhang gebracht. Bei einer Thrombose spielt die Plättchenaktiverung eine ganz bedeutende Rolle. Aber die Mechanismen, über die PVL die Thrombosenentstehung fördert, sind noch unbekannt.

Es konnte gezeigt werden, dass PVL keinen direkten Einfluss auf die Blutplättchen hat, aber den Zelltod in Granulozyten (PMN) induziert. Dabei werden Abwehrwaffen wie die Defensine, hypochlorige Säure (HOCl), und HOCl-modifizierte Proteine freigesetzt, die dann die Plättchen aktivieren. Dies kann dann zur Thrombose führen. Vermutlich ist dieser Mechanismus auch auf andere Toxine, die PMN angreifen, übertragbar. Die Schädigung der PMN durch PVL konnte durch anti-PVL-Antikörper blockiert werden. Dies erklärt, warum Patienten mit geringem Antikörper-Titer ein erhöhtes Risiko für Thrombosen haben. Defensin-Inhibitoren, Glutathion und Resveratrol, welche die Plättchenaktivierung durch HOCl-modifizierte Proteine hemmen, konnten die Plättchenaktivierung in Gegenwart von PVL-geschädigten PMN verhindern.

Es konnte ein Zusammenhang zwischen Thromboseentstehung und PVL aufgezeigt werden und es wurde ein neuer Mechanismus beschrieben, der auch auf andere Toxine übertragbar ist. Die Beobachtungen liefern Denkanstöße für neue Ansätze zur Behandlung/ Vorbeugung von thrombotischen Komplikationen in Zusammenhang mit PVL-positiven S. aureus.

 

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Neu in den medStandards: Angst am Lebensende und Breaking Bad News

medStandards ist ein Nachschlagewerk für Mediziner in der Notaufnahme, das seit 2015 auch vom UKM genutzt wird. Das System bietet auf über 1.000 Folien gezielte Informationen zu unterschiedlichen Diagnosen. Der symptomorientierte Ansatz stellt vor allem für die Behandlung von Notfallpatienten einen großen Vorteil dar, könnte aber auch in anderen Kliniken sinnvoll eingesetzt werden.

Die medStandards werden laufend aktualisiert, die zwei jüngsten sind Angst am Lebensende und Breaking Bad News:

Angst am Lebensende
Die meisten schwerkranken Personen haben Angst vor der Zukunft, dem Sterben, dem Tod und machen sich Sorgen um ihre Angehörigen. Für Pflegende und Ärzte ist der Umgang mit dieser Angst schwierig und ein Gefühl der Hilflosigkeit kann entstehen. Der Pfad «Angst am Lebensende» ist an die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung (palliative.ch) angelehnt und enthält Leitfäden für Gespräche und Interventionen mit dem Patienten und seinen Angehörigen.

Breaking Bad News
Sind Patienten verstorben oder bestätigt sich eine bedrohliche Diagnose, ist das medizinische Personal gefordert: das Überbringen von schlechten Nachrichten erfordert Feingefühl und kann regelmässig die Grenzen der eigenen Belastbarkeit aufzeigen. Die gute Nachricht beim erbringen schlechter Nachrichten: es gibt Techniken, und Üben lohnt sich! Der Pfad «Breaking Bad News» empfiehlt, schlechte Nachrichten anzukünden («Ich habe eine schlechte Nachricht…») und diese dann einfach und verständlich zu formulieren.
Die Reaktionen der betroffenen Personen sind kaum vorhersehbar und es empfiehlt sich, vorerst abzuwarten. Langes Schweigen, das schwer auszuhalten ist, kann ebenso vorkommen, wie ein Gefühlsausbruch.
Für den Umgang mit Emotionen empfehlen wir das patientenzentrierte Gesprächsmodell «NURSE», welches ein Leitfaden für den Umgang mit Emotionen ist. Weiter sollte man den eigenen Gefühlen gegenüber achtsam sein und keinen vorschnellen Trost spenden. Die Balance zwischen Mitgefühl und Professionalität ist nicht einfach zu finden, hilft den Betroffenen aber am meisten.

(medStandards, Universitätsspital Basel, Newsletter 18/01)

JoVE: Journal of Visualized Experiments im Testzugriff bis 19. März 2018

Das Video-Portal JoVE Journal of Visualized Experiments ist campusweit bis zum 19. März 2018 im Testzugriff freigeschaltet. Es enthält Video-Artikel wissenschaftlicher Experimente aus den Bereichen Biologie, Neurowissenschaften, Medizin, Biotechnologie, Ingenieurwesen, Immunologie, Chemie, Verhaltensforschung, Umwelt, Entwicklungspsychologie, Biochemie, Genetik und Krebsforschung.

Das Modul „Science Education“ vermittelt Laborgrundlagen durch einfach zu verstehende Videovorführungen. Das Modul „Video Journal“ publiziert als Video aufgezeichnete Experimente aus den Life Sciences.

Ihre Einschätzung und Rückmeldung zu diesem Angebot nimmt die ULB gerne entgegen unter testangebote.ulb@uni-muenster.de.

Grafik: screenshot

 

Studie aus Japan: UpToDate reduziert medizinische Fehlentscheidungen

UpToDate als Ressource zur Unterstützung klinischer Entscheidungen zeigt Auswirkungen bei der Reduzierung von medizinischen Fehlern, immerhin die dritthöchste Ursache für US-Todesfälle.

Eine japanische Studie, die im International Journal of Medical Informatics veröffentlicht wurde, zeigt eine signifikante Verbindung zwischen der Verwendung von UpToDate Clinical Decision Support (CDS) und reduzierten Diagnosefehlern. Ärzte, die UpToDate verwendeten, wiesen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne UpToDate eine signifikant niedrigere Rate von Diagnosefehlern auf (2 Prozent gegenüber 24 Prozent). Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die „UpToDate-Nutzung signifikant mit der Reduzierung von Diagnosefehlern verbunden ist“.

Die neue Studie verdeutlicht den Einfluss dieser Ressource zur Entscheidungsunterstützung bei der Verringerung der Variabilität in der Versorgung, der Erhöhung der Patientensicherheit und der Verbesserung der klinischen Wirksamkeit. Die Studie erscheint, nachdem Forscher der Johns Hopkins University bereits 2016 in einer Studie zu dem Schluß kamen, dass medizinische Fehler die dritthäufigste Ursache von Todesfällen in den USA sind. [1]

In der neuen Studie hat das Team von Drs. Taro Shimizu, Takaaki Nemoto und Yasuharu Tokuda zu evaluieren versucht, wie computergestützte Systeme helfen können, Diagnosefehler zu vermeiden oder zu reduzieren. Sie führten die Studie in der Ambulanz des Tokyo Joto Hospital, einem kommunalen Krankenhaus in Tokio, Japan, durch.

„Diagnosefehler sind üblich. Eine von 10 Diagnosen ist falsch und einer von drei Patienten hat einen Diagnosefehler erlebt. Diagnosefehler stellen den größten Anteil an Behandlungsfehlern mit dem höchsten Anteil an Gesamtausgaben in den Vereinigten Staaten dar“, kommentiert Peter Bonis, MD, Chief Medical Officer, Clinical Effectiveness, von Wolters Kluwer, dem Anbieter von UpToDate. Die neue Studie zeigt, dass Wissensressourcen wie UpToDate einen nicht unwesentlichen Unterschied machen, wenn es darum geht, Ärzten bei der Diagnose zu helfen.

Die Studie „Effectiveness of a clinical knowledge support system for reducing diagnostic errors in outpatient care in Japan: A retrospective study“ wurde in der Januar-Ausgabe 2018 des International Journal of Medical Informatics publiziert.

[1] Makary Martin A, Daniel Michael (2016): Medical error—the third leading cause of death in the US. British Medical Journal. 353: i2139

UpToDate ist eine tagesaktuelle klinische Reviews-Datenbank.

Zugang per Web, App und Offline
Sie können unter http://www.uptodate.com/online im Hochschulnetz der Universität Münster direkt auf UpToDate zugreifen. Der mobile Zugang ist via Android- und iPhone-Apps möglich. Die dafür nötige UpToDate-Anywhere-Version hat die ZB Med ebenfalls erworben. Ist man registriert und hat die obige App auf seinem Smartphone oder Tablet installiert (Anleitung hier), dann kann man unter dem Menüpunkt „Offline-Inhalte“ alle Reviews (Themen) mit oder ohne Grafiken für die Offline-Nutzung herunterladen.

WWU fördert Forschungsprojekte Studierender

Das Rektorat der WWU vergibt jährlich 50.000 Euro für die Förderung von Forschungsprojekten Studierender. Jedes Projekt kann max. 12 Monate mit bis zu 5.000€ gefördert werden. Grundlage ist die Begutachtung durch die Rektoratskommission für Forschungsangelegenheiten (RKF).

Die Projekte sollen innovativ und wissenschaftlich fundiert sein, nicht primär der eigenen Qualifizierung dienen und sich deutlich von Promotionsvorhaben sowie studienabschlussqualifizierenden Maßnahmen abgrenzen. Das können z.B. sein:

► Forschungsprojekte, die von Studierenden initiiert und durchgeführt werden;
► Projekte Studierender, die geeignet sind, wissenschaftliche Kooperationen im In- und Ausland aufzubauen;
► Seminare oder Tagungen, die von Studierenden eigenständig organisiert werden.

Antragsberechtigt ist, wer an der WWU zum Zeitpunkt der Antragstellung als Studierender eingeschrieben ist und zum Zeitpunkt der Antragstellung i.d.R. das 28. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Voraussetzung ist weiterhin eine Einschreibung als Studierender der WWU zu Projektbeginn sowie eine noch nicht abgeschlossene Promotion.

Ein Antrag kann in der Regel nur dann in der RKF begutachtet werden, wenn er mindestens zwei Monate vor der Sitzung eingereicht wurde. Lassen Sie sich aber möglichst schon vor der Antragstellung persönlich von uns beraten, da die erste Antragsversion erfahrungsgemäß einer Überarbeitung bedarf.

Die nächsten Sitzungstermine der RKF:

  1. April 2018
  2. Juni 2018
  3. Juli 2018

Text + Grafik © safir

Neu in den medStandards: ACS und Thoraxschmerz

medStandards ist ein Nachschlagewerk für Mediziner in der Notaufnahme, das seit 2015 auch vom UKM genutzt wird. Das System bietet auf über 1.000 Folien gezielte Informationen zu unterschiedlichen Diagnosen. Der symptomorientierte Ansatz stellt vor allem für die Behandlung von Notfallpatienten einen großen Vorteil dar, könnte aber auch in anderen Kliniken sinnvoll eingesetzt werden.

Die medStandards werden laufend aktualisiert, die zwei jüngsten sind Thoraxschmerz und akutes Koronarsyndrom (ACS):
Die Darstellung der Troponin Algorithmen wurde grafisch aufbereitet, sodass sie besser lesbar ist, zusätzlich wurde eine Folie erstellt, welche die validierten ESC Algorithmen für das 3h-Rule-out und für Troponin I zeigt.
Neu ist eine EKG-Subfolie, welche die Kriterien für eine relevante ST-Hebung zeigt. Ebenso sind die atypischen EKGVeränderungen, die eine sofortige Behandlung analog eines STEMI bedürfen, zusammengefasst. Die Folie zu Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmung wurde revidiert, vereinfacht und klarer dargestellt.

Für 2018 kündigt das medStandards Team eine komplett überarbeitete, neue Version der bewährten medStandards an:

− Der medizinische Inhalt wird leitliniengerecht aktualisiert.
− Jedem Standard werden umfangreiche Hintergrundinformationen zugeordnet.
− Die Navigation wurde benutzerfreundlich und intuitiv gestaltet.
− Eine optimierte Suchfunktion erleichtert die Arbeit mit den Standards.

(medStandards, Universitätsspital Basel, Newsletter 17/04)

Öffnungszeiten: Weihnachten und Jahreswechsel 2017/18

Bis einschließlich Donnerstag, 21.12.2017 und ab Dienstag, 2.1.2018, gelten die normalen Öffnungszeiten. Von Freitag, 22.12.2017 bis Montag, 1.1.2018 gelten die folgenden eingeschränkten Öffnungszeiten:

22.12.:          8-19 Uhr
23.-26.12.:   geschlossen
27.-29.12.:   10-19 Uhr
30.12.-1.1.:  geschlossen


Die abweichenden Öffnungszeiten von Zentralbibliothek, Handschriften-Lesesaal, Zeitungs- und Pressearchiv, Zweigbibliothek Sozialwissenschaft, Haus der Niederlande und Erziehungswissenschaften finden Sie hier.

Grafik: ZB Medizin

med – Das Magazin der Zweigbibliothek: Ausgabe 2-2017

Die zweite Ausgabe des Bibliotheksmagazins 2017 ist heute mit folgenden Beiträgen erschienen:

Inhalt


Die gedruckte Ausgabe der Bibliothekszeitung med finden sie ab Ende nächster Woche in der Bibliothek. Wenn Sie ein oder mehrere Exemplare für sich oder zur Auslage haben möchten, schicken wir Ihnen diese gerne zu. Das PDF finden Sie auf unserem E-Pflichtserver unter der URL https://epflicht.ulb.uni-muenster.de/download/pdf/467591 (PDF, 3,08MB).

Grafik: ZB Medizin

25-jähriges Jubiläum von UpToDate

Bereits 1992 nahm UpToDate als Referenzwerk zu Erkrankungen mit dem Schwerpunkt auf Nephrologie seinen Anfang – zugreifbar über eine Floppy Disk. In der Zwischenzeit hat sich UpToDate zu einer der klinischen Ressourcen entwickelt, denen Ärzte bei der Diagnose und Therapiestellung weltweit am meisten Vertrauen entgegenbringen. „Heute“, so Denise Basow, MD, President & CEO des Bereichs Clinical Effectiveness bei Wolters Kluwer, „verändern wir mit UpToDate täglich mehr als 300.000 medizinische Entscheidungen in über 180 Ländern.“

In den letzten 25 Jahren wurde UpToDate ständig weiterentwickelt und deckt nun mehr als 10.500 klinische Themen in 25 Fachgebieten ab. In einem klinischen Kollegium bringen über 6.500 Mediziner aus 53 Ländern als Autoren, Redakteure und Lektoren ihr umfassendes Wissen aus ihrer Disziplin ein. Sie beurteilen kritisch die verfügbare medizinische Literatur und erstellen Originalinhalte in einem kompakten, für die Suche geeigneten Format, das rasch und unkompliziert am Ort der Behandlung verfügbar ist. Mehr als 1,3 Millionen Mediziner in 187 Ländern greifen auf die Website und auf die mobilen Apps von UpToDate zu und rufen jeden Monat mehr als 32 Millionen Themen ab.

Neues Fachgebiert: Anästhesiologie

Zum Zeitpunkt seines 25-jährigen Jubiläums stellt UpToDate sein 25. Fachgebiet vor, die Anästhesiologie. Dieses neue Fachgebiet bezieht Themen aus der Anästhesie mit Bezug zu operativen Eingriffen und weiteren Interventionen ebenso ein wie Schmerzmanagement, Vermeidung von Opiaten, Bluttransfusionen und die Intensivbehandlung nach Eingriffen. Im Mittelpunkt steht die perioperative Betreuung komplexer Fälle mit üblichen ebenso wie seltenen Eingriffen, darunter präoperative Beratung, intraoperatives Anästhesiemanagement, postoperative Akutbehandlung sowie optimales Schmerzmanagement. Das neue Fachgebiet ist ferner eine wichtige Ressource für Allgemeinmediziner und für Spezialisten wie etwa Chirurgen, die routinemäßig Patienten gemeinsam mit Anästhesiologen betreuen.

Der evidenzbasierte, praxistaugliche Inhalt des Fachgebiets wird von 190 weltweit bekannten Experten der Anästhesiologie geschrieben, redigiert und lektoriert. Mit 271 Themen im Kontext der Anästhesiologie bietet UpToDate eine umfassende Abdeckung, die durch 897 Graphiken und 96 Empfehlungen abgerundet wird. Sie sind zur Darstellung der Stärke der Empfehlungen und der Qualität der Evidenz gemäß dem GRADE-System kategorisiert. Zusätzlich bieten 19 für Patienten aufbereitete Themen klinische Orientierungshilfen, die sich mit dem Patienten teilen lassen. Die Inhalte des Fachgebiets Anästhesiologie werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.

(Textauszug aus einer Pressemitteilung von Wolters Kluwer)

Sie können unter http://www.uptodate.com/online im Hochschulnetz der Universität Münster direkt auf UpToDate zugreifen. Der mobile Zugang ist via Android- und iPhone-Apps möglich. Die dafür nötige UpToDate-Anywhere-Version hat die ZB Med ebenfalls erworben. Ist man registriert und hat die obige App auf seinem Smartphone oder Tablet installiert (Anleitung s. https://www.uni-muenster.de/ZBMed/aktuelles/9160 ), dann kann man unter dem Menüpunkt „Offline-Inhalte“ alle Reviews (Themen) mit oder ohne Grafiken für die Offline-Nutzung herunterladen.

Neu in den medStandards: Rückenschmerzen und Akute Tonsillopharyngitis

medStandards ist ein Nachschlagewerk für Mediziner in der Notaufnahme, das seit 2015 auch vom UKM genutzt wird. Das System bietet auf über 1.000 Folien gezielte Informationen zu unterschiedlichen Diagnosen. Der symptomorientierte Ansatz stellt vor allem für die Behandlung von Notfallpatienten einen großen Vorteil dar, könnte aber auch in anderen Kliniken sinnvoll eingesetzt werden.

Aktualisierungen: Die medStandards werden laufend aktualisiert, bei brandaktuellen Entwicklungen auch im Wochentakt. Die zwei jüngsten sind Rückenschmerzen und der Akute Tonsillopharyngitis:

Rückenschmerzen:
Patienten mit Rückenschmerzen äussern oft den Wunsch nach einer MRI Untersuchung.  Zahlreiche Studien haben jedoch gezeigt, dass nur bei etwa 10% der Patienten eine MRI Untersuchung wirklich notwendig ist. Bei den anderen 90% ist das notfallmässige MRI überflüssig, teuer und für den Genesungsprozess eher hinderlich. Dies, da die detaillierte Erhebung potentiell irrelevanter Befunde im MRI einen kontraproduktiven Effekt auf Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung der Patientinnen und Patienten haben kann.
Der neue Rückenschmerzstandard bietet eine umfassende und zuverlässige Grundlage für die Diagnostik und Behandlung von Rückenschmerzpatienten.
Unser Algorithmus filtert Patienten mit RedFlags heraus und zahlreiche Untersuchungshilfen stehen bereit. So werden die richtigen Patienten zu Bildgebung und Spinalchirurgie überwiesen.
Die Therapiefolien setzen auf ein modernes multimodales Therapiekonzept, welches das Gespräch mit dem Patienten ins Zentrum stellt.
Yellow Flags, also Risikofaktoren für eine Chronifizierung, werden frühzeitig erhoben und angesprochen, ein Hinweis an die Nachbehandler erfolgt.

Akute Tonsillopharyngitis:
Der Herbst hat Einzug gehalten – mit ihm die Tonsillopharyngitis. Der neue Standard zeigt in übersichtlicher Form die Abgrenzung zwischen der viral und bakteriell verursachten Angina. Basierend auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen konnte die Antibiotikatherapie in Dauer und Dosierung revidiert werden.
Bei Ausschluss einer bakteriell verursachten Tonsillopharyngitis, bietet die Folie evidenzbasierte Anleitung zur symptomatischen Therapie, sodass auch Patienten mit einer viralen Infektion nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Neben den entzündungshemmenden NSAR, empfehlen sich auch Sprays, Heiltees und Lutschtabletten.

(medStandards, Universitätsspital Basel, Newsletter 17/03)

iPads@KFO nominiert auf Apple.com

Die Poliklinik für Kieferorthopädie wurde als eine von weltweit 29 nominierten akademischen Instituten in den iPad in Education Worldwide Results aufgenommen.

In der Rubrik Academic Performance ist die Dental School, University of Münster eine von drei nominierten Universitäten und die einzig nominierte Dental School weltweit.

Die Worldwide Results findet man auf iPads@KFO, oder hier (S. 20).

Foto: WWU/Stamm und Apple Inc.

Südstraße vom 10. Juli bis 24. Juli 2017 gesperrt

Seit einigen Tagen laufen die vorbereitenden Maßnahmen für die Fassadensanierung der Ost-Türme am Zentralklinikum. Dafür wird ein Kran auf dem südöstlichen Teil des Daches aufgestellt. Während der Montage der Unterkonstruktion des Kranes und des Kranes selbst kommt es zu Einschränkungen auf der Südstraße.

Daher ist von Montag, 10. Juli 2017, bis einschließlich Montag, 24. Juli 2017, die Südstraße Höhe Zweigbibliothek Medizin gesperrt. Darob ist der Fußweg nur eingeschränkt nutzbar und das Fahrradfahren sowie das Abstellen von Fahrrädern im Bereich der Bibliothek nicht möglich.

Alternative Wegeleitung / Sperrung:

Bitte nutzen Sie die im Plan grün gekennzeichneten Fahrradständer:

Kontakt: bauinfo@ukmuenster.de

Grafiken © UKM